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Jugend-Verbandsliga Nord

5. Runde, 08.06.2013: Dinslaken scheitert am hervorragenden Kampfgeist der Klever

Niemand wird behaupten wollen, dass wir es den Klevern leicht gemacht haben. Erstmals haben wir alle drei Topleute gleichzeitig aufgestellt. Tatsächlich hatten wir auf unsere Bestbesetzung gesetzt, aber aufgrund von Gesundheit bzw. von elterlichen Ansprüchen fielen Michael und Julian R. leider aus.

Für diese beiden kamen Kai Schmid an Brett 7 gegen Benjamin Melde und Annkathrin Kempa an Brett 8 gegen Maurice Kewitsch zum Einsatz. Beide gaben ihren Punkt leider recht schnell ab. Immerhin hat Annkathrin hinterher bei der Analyse versucht, ihre Probleme zu artikulieren: Wie findet man nach der Eröffnung einen Plan? Das ist für mich immerhin ein Ansatzpunkt. 2:6

Im Gegenzug konnten Johannes Mundorf an Brett 1 gegen Lukas Mikio Nakamura und Andreas Walter an Brett 2 gegen Fabian Richter ihre Partien souverän gewinnen. Aber insbesondere am Spitzenbrett war die Partie dann doch nicht ganz so souverän, wie sie laut DWZ-Unterschied hätte sein müssen. Erstmalig deutete sich hier schon das "Jetzt erst recht" der Gäste an, mit denen diese um den Aufstieg kämpften. 8:8

Eine Vorentscheidung wurde an den Brettern 4 und 6 erzielt, wo Philip Brockhaus und Julian Sper mit Marc und Adrian Habersetzer kämpften. Julian geriet nach einer unsauberen Abwicklung in ein Endspiel mit Springer und 3 Bauern gegen Läufer und 4 Bauern. Als der gegnerische Läufer versuchte, ein paar Randbauern zu gewinnen, ließ er sich vom Brett abschneiden, so daß Julian die Möglichkeit hatte, ihn abzuholen, und die Partie nochmal komplett umzudrehen. Leider verpaßte er diese goldene Gelegenheit, und gab folgerichtigerweise den Punkt ab. Philip dagegen kam in vorteilhafter Stellung in Zeitnot, und übersah in der entscheidenden Phase in einer Abtauschkombi die gegnerische Möglichkeit, den Bauern durchzuziehen. Infolgedessen mußte er eine Qualität abgeben, und verlor die Partie noch. 10:14

Der Sieg war damit unmöglich geworden, ein Mannschaftsremis hätte aber laut Reglement zu einem Rückkampf geführt. Dazu hätten aber die verbleibenden Partien an den Brettern 3 und 5 gewonnen werden müssen. Dort trafen Konstantin Cebulla auf Kevin Verfürth und Lennart Brockhaus auf Marcus Werth. An beiden Brettern neigte sich aber die Waage zu unseren Ungunsten. Bevor die Partie endgültig den Bach runterging, bot Konstantin dem Gegner Remis an. Da dadurch der Mannschaftskampf für die Gäste aus Kleve gesichert werden konnte, wurde das Angebot sofort angenommen. Und da die Entscheidung damit bereits gefallen war, einigte man sich auch an Brett 5 auf den Friedensschluß. 14:18

Nominell hätte das Ergebnis genau umgekehrt lauten müssen, aber schon Tarrasch meinte: "Es reicht nicht, ein guter Spieler zu sein, man muß auch gut spielen können." Die Gegner lieferten ein Paradebeispiel für die Möglichkeiten, die ein gesunder Kampfgeist bietet. Wir wünschen den Spielern von Turm Kleve eine erfolgreiche Saison in der Regionalliga.

[Dirk Stoppacher]


4. Runde, 27.04.2013: SV Dinslaken I schlägt auswärts Brett-vorm-Kopp Duisburg mit 17 : 15 und hält für die Schlussrunde Aufstiegschancen aufrecht!

Heute war der Tag der kleinen Reisegruppen. Neu-Führerscheinbesitzer Johannes Mundorf kam auf eigene Faust, und brachte Michael Jakubowski mit. Auch Julian Sper wollte unabhängig sein, und fuhr selbst. Alessio Ciomperlik hatte zuvor einen Termin in Neukirchen-Vluyn, und wurde von seiner Mutter ebenfalls separat gebracht. Frau Horstkamp war so freundlich, und hatte mir bereits im März die Fahrbereitsschaft zugesagt. Sie beförderte neben Ihrem Sohn Matthias auch die in der Nachbarschaft wohnenden Lennart Brockhaus und Julian Reusch. Blieb mir nur noch übrig, Kai Schmid abzuholen. Er mußte zu Hause abgeholt werden, weil seine Eltern wegen einer Familienfeier in Anspruch genommen waren.

Es ging gegen BrettvormKopp Duisburg, ein Verein, der sich in der Tabellenmitte festgebissen hatte. Aufgrund der gemeldeten Mannschaft hielt ich die Begegnung für eine knappe Angelegenheit. Wir würden die Punkte an den oberen Brettern machen, BvK eher an den untereen Brettern. Es war unser erster Besuch im neuen Vereinsheim von BrettvormKopp. Das Vereinsheim ist im Erdgeschoss des direkt in der Kurve befindlichen Hochhauses. Es verfügt über einen Barrierefreien Zugang und über alle Annehmlichkeiten, die ein Schachspieler benötigt. Heiko Grimm, der gegnerische Jugendwart, hat mir auch bestätigt, dass der Verein sich in seinen neuen Räumlichkeiten sehr wohl fühlt. Beide Mannschaften traten ersatzgeschwächt an, so daß die Prognose aufrechterhalten werden mußte.

Nach einer freundlichen Begrüßungsrede durch Heiko ging es dann auch schon los. Und kurz darauf endete schon die Partie an Brett 8 zwischen Alessio Ciomperlik und Hendrik Berg. Die beiden waren sich schon bei der U10-Verbandsmeisterschaft begegnet, die in 15-Minuten-Partien ausgespielt wurde. Beide ignorierten völlig die Tatsache, dass diesmal wesentlich mehr Bedenkzeit zur Verfügung stand. Das bessere Ende erwischte der BVK-Vertreter Hendrik. 1:3

Nicht viel länger dauerte die Partie an Brett 1 zwischen Johannes Mundorf und Tobias Grimm. Hier dürfte die Kürze der Partie in dem starken DWZ-Unterschied begründet sein. Der Partieverlauf war sehr eindeutig und wenig überraschend, und der Sieg ging nach Dinslaken. 4:4

Auch von der schnellen Sorte war die Partie an Brett 6 zwischen Kai Schmid und Felix Berning. An einer Stelle hätte Kai einfach den Turm des Gegners wegnehmen und Gewinnvorteil erlangen können. Sowas sieht man, wenn man sich genug Zeit nimmt. Auch der Verlustzug hätte so vermieden werden können. Kai übersah, dass sein Turm bedroht war, und zog den anderen Turm, der diesen verteidigte, einfach ab. Hier ist Sorgfalt im Denken gefragt. 5:7

Den Wiederausgleich schaffte Julian Sper an Brett 5 gegen Christian Peter Roth. Der Gegner spielte, ähnlich wie unsere eigenen Bretter 6 und 8, deutlich unkonzentriert, und hatte nicht ständig die Sicherheit seiner Figuren im Blick. Julian mußte also nur die Fehler des Gegners abwarten und das Material einsammeln. 8:8

In dieser Situation erhielt Michael Jakubowski an Brett 2 ein Remisangebot seines Gegners Berthold Lorke. Da Julian Reusch und Lennart Brockhaus sich bereits deutlichen Vorteil erarbeitet hatten, und sogar Matthias Horstkamp seine Chancen hatte, nahm Michael das Angebot an, zumal in seiner eigenen Partie kein handfester Vorteil in Sicht war. 10:10

An Brett 7 war es Matthias Horstkamp gelungen, zwei Figuren seines Gegners Noah Peterschulte mit dem d-Bauern aufzugabeln. In dieser Phase sah er jedoch offensichtlich Gespenstervarianten, und verzichtete darauf, die Beute an sich zu nehmen. Es war tatsächlich etwas Rechenarbeit nötig, aber der Materialvorteil war zu halten. Auch in der Folge griff Matthias bei der Verteidigung immer knapp daneben und geriet zusehends in einen starken Angriff, dem er dann schließlich zum Opfer fiel. An der zu knappen Bedenkzeitnutzung lag es nicht. Beide Spieler nahmen sich circa eine Stunde für 22 Züge, was völlig im Grünen Bereich ist. Wir werden also mal in Zukunft Matthias' Denkprozesse etwas näher beleuchten. 11:13

Es war Julian Reusch an Brett 4 vorbehalten, gegen Samuel Peter Dahmer den dritten Wiederausgleich in diesem Match zu erringen. Bereits früh in der Partie war es ihm gelungen, sowohl einen Mehrbauern zu erringen, als auch die gegnerische Bauernstruktur nachhaltig zu zerstören. Durch unsaubere Berechnung zugegebenermaßen nicht ganz einfacher Varianten stellte der Gegner dann auch noch eine Leicht- und eine Schwerfigur ein. Danach ging es dann nur noch auf ein Tor. 14:14

Und, zu guter Letzt, machte Lennart Brockhaus den Sack schließlich zu. Sein Gegner an Brett 3 war Quan Dang Thanh, der beim letzten DIN-Tage-Pokal einen Jugendpreis abgeräumt hat. Lennart und Quan sind dort allerdings nicht gegeneinander gelost worden, aber letzterer konnte Lennarts älteren Bruder schlagen. Heute stand Lennart nie gefährdet, und konnte mit hübschem Kombinationsspiel das Material des Gegners beständig reduzieren, bis er in einem totgewonnenen Endspiel landete, das der Gegner dann schließlich aufgab. 15:17

[Dirk Stoppacher]


3. Runde, 02.03.2013: Dinslaken 1 schlägt Wesel 2 daheim mit sedisvakantem Papst in der Tasche 17:12

Bereits in den letzten Runden hatte unser Gegner, die zweite Jugendmannschaft aus Wesel, Aufstellungsprobleme demonstriert. Auch diesmal blieben die Kreishauptstädter leider unvollständig, und ließen drei Bretter frei. Zunächst gingen nach Ablauf der Karenzstunde die Punkte an den Brettern 2, 7 und 8 an Michael Jakubowski, Sven Schwarz und Annkathrin Kempa. 9:0

Wie ich mich überzeugen konnte, reicht aufgrund der 3-Punkte-Regel in der Folge ein Remis zum Mannschaftssieg. Wesel im Gegenzug mußte an allen fünf Brettern gewinnen, und war angetreten, zu zeigen, dass das im Bereich des Möglichen ist. Und sie ließen es zunächst tatsächlich möglich erscheinen. Noch vor Ablauf der Karenzzeit stand Kai Schmid an Brett 5 gegen Niklas Jacobi auf verlorenem Posten. Ein unsauber durchgeführtes Abtauschgeschäft kostete einen Bauern, eine weitere Unaufmerksamkeit brachte den Turm über den Jordan, und schließlich fiel noch eine Qualität. Dagegen war nichts mehr zu wollen: 10:3

Matthias Horstkamp hatte schon im frühmorgendlichen Training offensichtlich nicht alle Sinne bei der Sache. In einer Trainingspartie übersah er haufenweise einzügige Drohungen. Ich ließ ihn diese Züge zurücknehmen, jeder Trainer von Rang würde sich hierbei im Grabe umdrehen, und dabei zeigte sich, dass er ansonsten eigentlich über ein gutes Stellungsverständnis verfügt. Er brachte mich in gute Schwierigkeiten. Aber offenkundige Drohungen darf man nun mal nicht übersehen, das ist grundsätzlich eine spielentscheidene Schwachstelle, die man auch nicht überdecken kann. Vielleicht habe ich ihn aber nach der Partie zu sehr darauf hingewiesen, und ihm damit den letzten Rest Selbstvertrauen genommen. Jedenfalls kam es in seiner Partie an Brett 6 gegen Daniel Terfurth so, wie ich es nach dem Training auch erwarten mußte: 11:6

Lennart Brockhaus an Brett 3 ist eigentlich ein Leistungsträger der Mannschaft. Das Geschehen seiner Partie gegen Arthur Wiens möchte ich an dieser Stelle nicht in Worte fassen. Stattdessen versuche ich mich an einer Bildbeschreibung. Stellt Euch doch mal bitte eine Mordillo-Zeichnung vor: Diese typischen Knollennasenfiguren ohne Worte. Situation: Ein Fußballspiel, Elfmeter! Der Schütze nimmt Anlauf, der Torwart harrt der Dinge, die da kommen. Der Schütze zieht ab, trifft nicht, stolpert stattdessen über den Ball, der Ball zieht nicht nach vorne, sondern nach hinten ab, in Richtung eigenes Tor, dass er dann auch zuverlässiger Weise trifft. Wieso kommt mir dieses Bild jetzt in den Sinn? Ich weiß es auch nicht. 12:9

Es war sein Bruder Philip Brockhaus an Brett 1, der uns gegen Marcel Ewald schließlich die Erlösung brachte. Nach einem vorteilhaft abgewehrten Schäfermatt hatte er von Anfang an Vorteil, der zunehmend greifbarer wurde. Bei massivem Materialnachteil und effektiver Entschärfung der sinnvollen Zugmöglichkeiten warf der Gegner schließlich das Handtuch. 15:10

Nur Augenblicke später reichten sich auch Julian Sper, der an Brett 4 leichte Stellungsvorteile erzielt hatte, und sein Gegner Harald Wiens die Hände zum Friedensschluss und zum 17:12-Endstand.

[Dirk Stoppacher]


2. Runde, 02.02.2013: Krefelder SK Turm I - SV Dinslaken I 9 : 19

Mit etwas Diskussionsbedarf war es uns gelungen, eine zwar ersatzgeschwächte, aber vollständige Mannschaft zusammenzutrommeln. Die Mutter eines Ersatzspielers hatte sogar einen Großraumwagen zur Verfügung, und beförderte so den Löwenanteil der Mannschaft zum Spielort. Spitzenspieler Andreas sorgte selbst für seine Anreise, und die verbliebene kleinere Hälfte übernahm ich dann. Auf dem Weg vom Kreuz Duisburg-Zentrum bis nach Krefeld wurde mir dann schmerzhaft bewußt, dass es auf der gesamten Strecke nicht einen einzigen Rastplatz gibt: "Dirk, ich muß mal!" Glücklicherweise war der Jugendspieler männlich. Also schnell einen Knoten reingemacht, und durchgefahren bis Krefeld. Es dauerte glücklicherweise auch nicht allzulang.

Wir hatten bei der Ankunft ein Zeitpolster von ca. 15 Minuten, als wir von Jugendwart Christian Wüsten und seiner sorgenvollen Miene empfangen wurden. Es war ihm bis zum Vorabend gelungen, mit Mühe und Not eine Mannschaft von 7 Leuten zusammenzutrommeln. In der Nacht wurde aber die gesamte Stadt von der "Krefelder Nieren- und Blasengrippe" erfasst. Davon wurden auch weite Teile seiner Mannschaft betroffen. Fünf Minuten vor Drei waren erst drei Leute beisammen, was nicht reicht, um den Mannschaftskampf zu starten. 10 Sekunden vor Toresschluss war dann aber der vierte Mann beisammen, und das Geschehen konnte schon mal losgehen.

Aber Christian mußte gestehen, dass Andreas Walter an Brett 1, Lennart Brockhaus an Brett 3 und Julian Reusch an Brett 4 keinen Gegner abbekommen würden. Und nach weiteren 10 Minuten stand dann fest, dass auch Matthias Horstkamp an Brett 6 keine Gelegenheit zu Ruhmestaten bekommen würde. Nach Ablauf der Karenzzeit stand es damit schon 12:0.

Es kam sogar noch schlimmer für Krefeld: Da bei uns niemand fehlte, würden wir an den verbliebenen Brettern immer noch jeweils mindestens einen Punkt holen, - insgesamt mindestens 16 also -, während Krefeld maximal nur 12 Punkte holen konnte. Der Kampf war also bereits entschieden. Immerhin, Krefeld entging der sonst fälligen Geldbuße, und an wenigstens vier Brettern konnten noch einige Spieler Erfahrungen sammeln, ein besonders wichtiger Aspekt jeder Jugendliga. Außerdem zeigt ein Blick in die Tabelle, dass auch für die Mannschaftspunkte die Drei-Punkte-Regelung zum Einsatz kommt. Krefeld stapelt damit einen wichtigen Punkt auf sein Tabellenkonto.

An Brett 8 spielte Alessio Ciomperlik gegen Christian Pradel. Für beide ist dies die erste Saison. Der Altersunterschied von 6 Jahren störte Alessio in keinster Weise. Er ließ zwar, in jugendspielertypischer Manier, immer wieder Gegenchancen zu, - die werde ich im Einzelgespräch mit ihm mal durchgehen -, aber im Allgemeinen hatte er immer einen beruhigenden Material- und Stellungsvorteil. Mit dem Abschluß tat er sich noch etwas schwer, kein Problem bei der erst zweiten Turnierpartie. Schließlich hatte er es dann aber doch geschafft. 15:1

Kai Schmid spielte heute an Brett 5 gegen Bernd Kristof Mumme weit unter seiner Bestform, die er schon bei verschiedenen Gelegenheiten gezeigt hat. Direkt am Übergang zum Mittelspiel ließ er sich von einem dahergelaufenen Bauern den Turm weggabeln. Kurz danach folgte noch ein Läufer-"Opfer", und etwa fünf Züge vor der Zeitkontrolle war das Trauerspiel dann beendet. 16:4

Sven Schwarz stand an Brett 7 von Beginn an etwas unter dem Druck seines jungen Gegners Alessandro Cozzuto, und wurde dadurch in eine Verteidigungsstellung gezwungen. Diese wies allerdings zu viele Löcher auf, durch die der Gegner hereinschauen konnte. Schließlich konnte der Gegner durch einen Turmspieß auf den König den weißen Königsturm ergattern, und danach versuchte der angeschlagene Sven nur noch über die Runden zu kommen. Das ließ der hartnäckig nachsetzende Gegner aber nicht zu. 17:7

Blieb also nur noch die Partie von Philip Brockhaus an Brett 2 gegen Sonja Mittag. Philip war schon die ganze Woche gesundheitlich etwas angeschlagen. Die gedankliche Klarheit bei der Variantenberechnung fehlte etwas. Trotzdem wollte er nicht unbedingt einfach nur ein Remis abklammern. Guido und Andre, der zufällig vor Ort war, hatten ihm im Vorfeld dazu geraten, auch mal Partien bis zum Ende durchzuspielen. Aber er stand unter klarem Druck, Auswegsmöglichkeiten waren weniger klar, der Mannschaftskampf war entschieden, und der Rest der Mannschaft hatte sich bereits verdünnisiert. Dazu kam, dass auch die Gegnerin aufgrund der Mannschaftskampfsituation gegen Motivationsmängel kämpfen mußte und zu einem Friedensschluss bereit war. 19:9

[Dirk Stoppacher]


1. Runde, 12.01.2013: SV Turm Kamp-Lintfort I - SV Dinslaken I 15 : 16

Die Anreise gestaltete sich diesmal besonders stressfrei: Familie Schmid und unser Mitspieler Julian Sper übernahmen den Transport der aus Dinslaken stammenden Spieler. Für die Abholung von Konstantin aus Xanten und Michael aus Goch erklärte sich Andre bereit. Damit war alles bereit für unseren ersten Mannschaftskampf nach der in der Jugend-Verbandsliga üblichen 3-Punkte-Regel:

- ein Spieler, der gar nicht erst zum Kampf antritt, erzielt 0 Punkte
- ein Spieler, der seine Partie verliert, aber immerhin noch auskämpft, holt bereits 1 Punkt
- für ein Unentschieden gibt es 2 Punkte
- der Sieger einer Partie, ob kampflos oder ausgekämpft, holt 3 Punkte

An Brett 5 holte Julian Reusch direkt kampflos die Partie. 3:0

Kai Schmid hatte seinen Gegner Marvin Maslowski an Brett 7 im Zentrum durchbrechen lassen, sodass die Figuren in die Stellung eindringen konnten und wurde folgerichtig mattgesetzt. 4:3

Michael Jakubowski hat sich an Brett 3 gegen Niko Olligs zunächst eine vorteilhafte Stellung erarbeitet und anschließend einen Bauern gewonnen. Im Endspiel stellte er seinen Turm allerdings zu passiv auf, - wenn das Guido wüßte, würde er sich im Grabe umdrehen, und dabei ist er noch quicklebendig -, und verlor die Partie sogar noch. 5:6

Matthias Horstkamp hat in der letzten Zeit einen klar erkennbaren Sprung nach vorne gemacht. Zunächst hat er an Brett 8 gegen Simon Pilz nichts einzügig eingestellt, und fing damit erst an, als er schon klar schlechter stand. Beide Figureneinsteller wurden aber vom Gegner großzügig übersehen. Auch der Gegner hat also nicht optimal gespielt, und es war richtig von Matthias, die Partie durchzuspielen. In nächster Zeit wird Matthias an seinem Positionsspiel und seiner Figurenaktivität arbeiten, dann kommen auch die Punkte. Fürs Erste hingen die Trauben aber noch zu hoch. 6:9

An Brett 4 spielte Lennart Brockhaus gegen Simon Stark. Das gab ihm die Gelegenheit, eine alte Scharte auszuwetzen, was ihm heuer ganz gut gelang. Beide Seiten versuchten sich während der Partie am Thema "positionelles Qualitätsopfer", in dem entstandenen Hickhack verblieb Lennart mit einem Mehrbauern, den er umwandeln konnte. Die Dame entschied dann die Partie. 9:10

Julian Sper bekam es an Brett 6 mit Joshua Schwedler zu tun. Auch er überstand den Generalabtausch im Mittelspiel mit einem Mehrbauern im Zentrum. Diesen ließ er vorstoßen, konnte ihn in einen Freibauern umwandeln und setzte den Gegner damit unter Druck. Auf der Suche nach Gegenspiel ließ der Gegner seinen König vom Ort des Geschehens ablenken, und so konnte Julian den Bauern schließlich zur Partieentscheidung durchdrücken. 12:11

Mannschaftsführer Philip Brockhaus traf an Brett 2 zum wiederholten Male auf Lukas Kannenberg. Dieser hatte sich nie als leichter Gegner erwiesen. Die Partie entwickelte sich langsam und gegen Ende der Eröffnungsphase hatte er eine leicht gedrückte, aber haltbare Position erreicht. Der Mannschaftskampf stand vorteilhaft, in der anderen noch laufenden Partie war eine Niederlage nicht zu befürchten, also bot Philip das Unentschieden an, bevor er die Stellung überzog. Sein Gegner nahm das Angebot an. 14:13

Konstantin Cebulla traf am Spitzenbrett auf Jona Ratering. Im Mittelspiel konnte er eine Leichtfigur gegen zwei Bauern gewinnen. Im Endspiel gelang es aber dem Gegner, Konstantins Bauern komplett wegzutauschen. Er verblieb dann zwar mit einer ganzen Mehrfigur, aber was nützt es, wenn man damit alleine nicht matt setzen kann? Immerhin konnte Konstantin uns damit auf den letzten Drücker den Mannschaftssieg endgültig sichern. 16:15

[Dirk Stoppacher]