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Jugend-Kreisliga

7. Runde, 09.06.12: SV Dinslaken II - SF Moers II: 3,0 - 1,0

Heute war die Angelegenheit kurz und schmerzlos. Lars Birkholz, seines Zeichens Jugendwart bei den SF Moers, meldete sich noch am Vorabend und bereitete mich darauf vor, dass seine Truppe nicht vollständig antreten würde. Die Mannschaftsaufstellung ist dem verlängerten Fronleichnamswochenende zum Opfer gefallen, und er würde nur mit der Minimalaufstellung von zwei Leuten kommen.

Mir selbst ging es nicht viel besser. Lennart, Florian und Matthias standen nicht zur Verfügung. Jeder weitere Ausfall hätte dazu geführt, dass auch wir nicht alle Bretter hätten besetzen können. Lars hat mir zwar angeboten, die betreffenden Leute gleich zu Hause zu lassen, aber ich bin der Meinung, dass dies der Mannschaftskampfatmosphäre geschadet hätte, wenn nur 4 Spieler im Raum gewesen wären. So ließ ich Julian und Kai trotz Mangels an Gegnern antreten und eine Übungspartie unter Mannschaftskampfbedingungen gegeneinander spielen. Damit liefen wenigstens 3 Partien im Raum. Der Anfangsstand war 2:0.

So richtig bei der Sache waren Kai und Julian aber anscheinend nicht. Denn die Übungspartie war nach etwas mehr als 30 Minuten die erste beendete Partie, und sie ging an Julian.

Nach 45 Minuten endete auch die Partie an Brett 4 zwischen Annkathrin Kempa und Simon Krenz. Simon hatte eine Figur und einen Bauern erobert, wußte aber hinterher nichts mit der Stellung anzufangen. Und so bot er, unbeeindruckt von der Tatsache, dass er unbedingt gewinnen mußte, ein Remis an, das Annkathrin auch annahm. 2½:½

Nach ungefähr einer weiteren halben Stunde war dann der gesamte Mannschaftskampf vorbei. Es ist mir bislang noch nicht gelungen, die Partie an Brett 3 zwischen Sven Schwarz und Marcel Warden zu rekonstruieren. Sven hatte zwischenzeitlich Materialrückstand von zwei Bauern, aber Gegenspiel. An einer Stelle hatte er die Möglichkeit, mindestens einen Bauern zurückzuerobern. Bei ungenauem gegnerischen Spiel hätte auch mehr dabei herumkommen können. Ich vermute, so kam es dann auch, denn ein paar Minuten später kamen die beiden in den Analyseraum, und teilten uns ihren Friedensschluß mit. 3:1

Ein Telefonat mit Martin Witthans aus Spellen ergab, dass Spellens Jugendmannschaft erwartungsgemäß gegen Viktoria Alpen gewonnen und damit den Aufstieg klar gemacht hat. Herzlichen Glückwunsch dazu in Richtung Spellen, und Ihr gehört auch eine Liga höher. Für uns bedeutet das, dass wir an Alpen vorbeiziehen und immerhin die Bronzemedaille der Liga gewinnen.

[Dirk Stoppacher]


6. Runde, 28.04.12: SK Xanten II – SV Dinslaken II: 1,0 - 3,0

Am 28.4. verschlug es uns in die Domstadt. Da Kai leider zu einer Familienfeier mußte, und Florian krankheitsbedingt ausfiel, wurde die Mannschaftsvollständigkeit fast schon bedenklich. Da traf es sich gut, dass wir in der letzten Woche neue Vereinsmitglieder bekommen haben, und Sven Schwarz bekam heute direkt seinen ersten Einsatz. Zeitgleich mit unserem Mannschaftskampf spielte auch die 1. Jugendmannschaft aus Xanten gegen den TV Bruckhausen. Da Xanten der ärgste Verfolger unserer J1 in der Bezirksliga ist, wollte auch Philip sich den Kampf gerne anschauen. Wir sind also mit zwei Autos gefahren, Herr Horstkamp hat freundlicherweise den Fahrdienst übernommen. Und nach einer freundlichen Begrüßung gingen beide Mannschaftskämpfe auch schon los.

Zunächst endete die Partie von Lennart Brockhaus an Brett 2 gegen Nils Gudat. Lennart hatte sich zunächst ein paar positionelle Probleme selbst bereitet. Nachdem sein Gegner aber daraus kein Kapital schlagen konnte, übernahm Lennart mehr und mehr das Ruder. Er mauerte den gegnerischen Läufer ein, und holte ihn anschließend ab. Den vorgerückten Freibauern des Gegners hatte er durch den richtigen Läufer immer unter Kontrolle. Derselbe Läufer war übrigens auch der richtige Läufer für den eigenen Freibauern, und als dieser schließlich umgewandelt war, sah der Gegner die Sinnlosigkeit seines Tuns ein und streckte die Waffen. 1:0

Am Spitzenbrett kam es zu einer Neuauflage der Begegnung zwischen Julian Reusch und Jonas Cornelißen, zu der es bereits in der Bezirksliga gekommen ist, in der beide Spieler Ersatz spielten. Nach einer etwas undurchsichtigen Mittelspielphase kam Julian recht frühzeitig in ein vorteilhaftes Schwerfigurenendspiel, das eine gute Technik erforderte. Julian verfügte über diese Technik, und so führte er die Partie langsam, besser gesagt: Mit der gebotenen Vorsicht -, aber zielstrebig zum verdienten Sieg. 2:0

Sehr zum Haarefärben geeignet war die Partie von Matthias Horstkamp an Brett 3 gegen Nico Frerix: Man konnte darüber vorzeitig graue Haare bekommen. Der Gegner bekam starken Druck am Damenflügel, einschließlich gutem Materialvorteil. Matthias konterte mit Gegenspiel im Zentrum, in dem der gegnerische König noch festsaß. Infolgedessen erhielt Matthias Mattchancen. Tatsächlich bekam er im Laufe der Partie mindestens sechs Mal die Möglichkeit zu einzügigem Matt, von mindestens zwei weiteren zwingenden mehrzügigen Mattmöglichkeiten ganz abgesehen. Der Mattzug, den er dann wählte, war dann leider gar kein Matt, sondern stellte einen Turm ein. Dies verlängerte die Leiden des Gegners aber nur um wenige Züge. Mir ist nicht klar, ob der tatsächliche Mattzug von Matthias als solcher beabsichtigt war, oder ob er einfach nur ein Schach geben wollte. 3:0

Wie bereits erwähnt, gab an Brett 4 unser Neumitglied Sven Schwarz sein Debüt, und zwar gegen David Aryus. Eigentlich sah es gar nicht so schlecht aus, was Sven hier aufs Brett brachte. Sehr gut gefiel mir auch, dass er seine Bedenkzeit voll ausnutzte. Zur Zeitkontrolle hatte er noch etwa 5 Minuten übrig. Man kann also nicht behaupten, dass er nicht voll gekämpft hätte. Aber nach Aussage der gegnerischen Betreuerin Cindy unterlag sein Gegner David starken Formschwankungen. Heute befand David sich anscheinend in Hochform. Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte Sven vielleicht sogar einen halben oder ganzen Punkt erringen können. So aber konnte David, der über die größere Spielerfahrung verfügte, ihn einfach positionell zusammenschieben, Mehrfachdrohungen aufstellen und schließlich entscheidenden Materialvorteil erringen. In hoffnungsloser Stellung warf Sven dann nach gutem Kampf das Handtuch. 3:1

[Dirk Stoppacher]


5. Runde, 03.03.12: Schachverein Wesel IV – SV Dinslaken II: 1,0 - 3,0

Lennart, Philip (der Betreuer) und Matthias (der Berichterstatter) wurden schnell um 14:10 von Julian und seiner Mutter abgeholt und wir fuhren dann zügig nach Möllen, um Florian, welcher eine Stunde zuvor zugesagt hatte, abzuholen. Endlich waren wir bei der „Zitadelle“, zwar 10 min zu früh angekommen, doch wo waren die Weseler?

Diese kamen erst um 14:50, und wir mussten warten… Doch dann kamen sie und der Jugendwart der Einheimischen machte die Eröffnungsrede und wir fingen an zu spielen…

Nun zu Brett eins mit Julian Reusch gegen Niklas Jacobi: Diese Partie war eine wirkliche Wucht von Jugendschach. 1 1/6 des Partieformulares war am Ende mit guten Zügen vollgekritzelt. Die beiden kämpften gegeneinander als wären sie die Erzfeinde des Jahrzehnts, doch am Ende schüttelten sich die beiden kameradschaftlich die Hand, doch wer hatte gewonnen? Natürlich… unser Julian! Mit zwei Damen und einem Springer mehr lässt sich Niklas ein Grundlinienmatt geben. 0:1

Auch bei der Partie an Brett zwei von Lennart Brockhaus und Veit Lindner war die Ruhe eingekehrt und die schwarzen und weißen Steine fingen an sich zu bewegen. Ein richtiges Gemetzel entstand auf den 64 Feldern, in denen die beiden die Kommandanten, die gerne Figuren tauschten, welche Lennart und Veit waren. Letztendlich waren eine Dame, ein König und zwei Bauern doch zu viel gegen nur einen König und Veit gab auf. Der „Taktikkönig“ hatte wieder einmal zugeschlagen. 0:2

Nun zu Brett drei: Florian Scheikowski saß auf seinem Platz und hatte e4 gezogen, doch wo zum Teufel war sein Gegner? Er war nicht anwesend, denn die Weseler waren nur zu dritt aufgetreten. Was soll man mehr sagen. 0:3

Nun zu der Partie von Matthias Horstkamp gegen Tommaso Andreoli an Brett vier: Tommaso, welcher bereits drei Ligen höher Partien gewonnen hatte, kam ins Schwitzen, als er meinen Fianchetto-Läufer erblickte, so sagt er selber. Das Abtauschen hatte begonnen, doch mit einem überraschenden Schachzug (haha) setzte er seinen Turm auf die Linie meines Königs und ich musste die werte Dame dazwischen setzen, doch Frauenpower nützt gegen große Türme nun mal nichts und somit war ich Matt. 1:3

Wir gewannen somit verdient nach ca. drei Stunden den spannenden Mannschaftskampf.

[Matthias Horstkamp]


4. Runde, 04.02.2012: SV Dinslaken II - Viktoria Alpen 2 : 2

Nach etwas Verkehrsstreß an der Autobahnabfahrt "Neue Mitte" traf als letztes auch der Dinslakener Jugendwart am Spielort ein. Die Gegner waren vollzählig versammelt, die eigene Mannschaft auch, die Spielmaterialien waren ordnungsgemäß aufgestellt. Nachdem Ersatzmannschaftsführer Lennart die Gäste aus Rheinberg erstklassig begrüßt hat, - auch hierzu wäre die Anwesenheit des Jugendwarts nicht nötig gewesen -, ging es auch schon los, Handshake, und ein vierfaches Schlachtgemetzel nahm seinen Anfang.

Zunächst endete die Partie an Brett 3 zwischen Matthias Horstkamp mit Schwarz und Nils Grundmann mit Weiß.

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Diesem Schnappschuss von Philip Brockhaus, der kurz nach der Partie entstand, läßt sich alles Wesentliche entnehmen. 0:1

Nach ungefähr 40 Minuten war auch die Partie zwischen Kai Schmid und Hannes Convent an Brett 4 beendet. Auch hier kann man nicht unbedingt von "höchstem Niveau" sprechen. Erfreulich aus Dinslakener Sicht war allerdings der erzielte Punkt. 1:1

Nach weiteren 10 Minuten kam Florian Scheikowski dann bedröppelt in den Analyseraum. Er blieb an Brett 2 gegen Luca Eichhofer chancenlos. Zu seiner Ehrenrettung muß ich allerdings sagen, dass er sich wirklich Zeit genommen hat. Obwohl sein Gegner sich mit 10 Minuten Bedenkzeit begnügte, ließ er sich nicht mitziehen, sondern blieb mit einem Zeitverbrauch von 40 Minuten einigermaßen im Rahmen. Und wenn es dann trotzdem nicht reicht, war der Gegner einfach zu stark. Ein Eindruck der sich später im Analyseraum noch bestätigte: Luca gewann im Blitzen gegen so ziemlich alles, was ihm vor die Flinte kam. 1:2

Alles hing also an der Begegnung am Spitzenbrett. Dort traf Lennart Brockhaus auf Tim Ronneburg. Lennart hatte ihn bereits in Kranenburg kennengelernt, und hatte einen ordentlichen Respekt. Heute Mittag habe ich Lennart deswegen telefonisch extra noch Mut zugesprochen, den er anscheinend auch bitter nötig hatte. Das konnte ich aber bedenkenlos tun, denn ich wußte, dass Lennart durch den silbernen Turm in den letzten zwei Monaten noch ordentlich Spielstärke zugelegt hatte.
Aber auch Tim wollte den Punkt nicht freiwillig abgeben. Beide Spieler schenkten sich nichts sondern spielten wohldurchdacht, und nahmen sich gehörig Zeit. Diese Partie kam auf eine Gesamtdauer von 3½ Stunden, für die Jugendkreisliga sicher ungewöhnlich. Auch das Niveau der Partie hätte gut in die nächsthöhere Liga gepaßt. In einer frühen Phase gab Tim einen Bauern gegen Kompensation ab. Sein Spiel war sicher nicht ungefährlich. Es gelang Lennart jedoch, Material zu tauschen und den Mehrbauern ins Endspiel zu retten, das er letztlich nach zähem Widerstand gewann. 2:2

"Held des Tages" ist auf Dinslakener Seite mit Sicherheit Lennart. Er hatte den mit Abstand schwierigsten und spielstärksten Gegner, der ihm zudem alles abverlangte. Umgekehrt ist auch Tim Ronneburg aus Alpener Sicht trotz Niederlage ein Anwärter auf diesen Titel, den für die Alpener zu vergeben aber nicht meine Aufgabe ist.

[Dirk Stoppacher]


3. Runde, 14.01.2012: Turm Kamp-Lintfort II – SV Dinslaken II  4 : 0

Als wir in Kamp-Lintfort ankamen, fuhren wir mit unseren zwei Autos über einen Privatweg zum Parkplatz der „Schule“, allein das war schon irgendwie komisch, nunja ist halt Kamp-Lintfort…
Die Einheimischen empfingen uns freudestrahlend und siegessicher in einem Klassenraum des Gymnasiums. Wir setzten uns allesamt an unsere Bretter und fingen nach einer Begrüßungsrede von Gunter Hagen an zu spielen.

An Brett eins mit Julian Reusch war die Ruhe eingekehrt, er und sein Gegner Simon Pilz konzentrierten sich gut, man hörte so gut wie gar nichts mehr aus dieser Richtung. Am Ende war dies die letzte Partie die gespielt wurde, aber trotz langem Nachdenkens nützte die ein oder andere Drohung nichts mehr. Fazit: Matt. Leider traf dies unseren eigenen Spieler 1:0

Brett zwei mit Florian Scheikowski: Florians erster Mannschaftskampf, deswegen musste er nicht nur mit Florian Heuser an den weißen Steinen kämpfen, sondern auch mit seiner Nervosität. Er schaute links sowie rechts, doch nicht auf seine eigene Partie. Nachdem Florian ein großes Figurenproblem zu bekämpfen hatte und seine Stellung ebenfalls nicht die beste war, gab er seine hoffnungslose Stellung auf. Aber wie es so schön heißt: "Einen guten Spieler erkennt man daran, wann er aufgibt." 2:0

Kommen wir nun zu der Partie von Berichterstatter Matthias Horstkamp gegen Lukas Deister. Am Anfang des neunten Zuges hatte ich zur Verwunderung meines Gegners ein breites Grinsen im Gesicht. Der Zug folgte schnell danach Lxa8, Zack und schon war der gegnerische Turm außerhalb des Bretts, mein Gegner schaute verblüfft, weil er vorher seinen Bauer auf b7 vorgerückt hatte. Ich sage nur eins: Selbstmord!?! Ich verlor, ebenfalls durch schlechtes Hinsehen, meine Dame, hatte aber immer noch eine bessere Stellung. Aber als „Anfänger“ verlor ich trotzdem noch die Partie. (._.)   3:0

Kai Schmid, der neueste im Verein (aber schon drei Mannschaftskämpfe gespielt), ging gut in die Partie herein. Er kämpfte und kämpfte, und hatte fast die ganze Partie über Vorteil bis Gewinnvorteil. Dann kam das Grande Finale: Er übersah ein Matt, jedoch so, dass sein Gegner direkt im selben Zuge Matt setzen konnte. Einfach nur zu schnell gespielt, er hätte den Kampf gewinnen können, wie gesagt, zu schnell gespielt. 4:0

Somit stand das Ergebnis: 4:0, frustrierend, aber wahr. Florian war natürlich am traurigsten, den ersten Mannschaftskampf verloren. Wir hätten aber auf jeden Fall ein Mannschaftsremis holen können. Tja. Glücklicherweise hat unser Trainer Dirk Stoppacher für die 2. Mannschaft die Saison-Devise "Erfahrungen sammeln" ausgegeben. Die Erfahrung dieses Wettkampfs lautet: Wir haben alle zu schnell gespielt, die meisten gar viel zu schnell. Nach einer Stunde war der Mannschaftskampf vorbei, und einen Mannschaftspunkt hätten wir mit nach Hause nehmen können.

[Matthias Horstkamp]


2. Runde, 19.11.2011: SV Dinslaken II - SF Turm Spellen 2 : 2

Als Julian, Lennart und ich per Fahrrad das Vereinsheim erreichten, waren sowohl die Spellener Gäste, als auch Kai (Dirk mal außen vor) bereits anwesend. Eines fiel uns sofort auf: Die Spellener waren nur zu dritt; Melanie Ivanecki an Brett 1 fehlte, weshalb der erste Punkt kampflos an Julian Reusch ging. Das bedeutete außerdem: Wir hatten eine realistische Chance, der Niederlage zu entgehen. 1 : 0

An Brett 4 spielte Kai Schmid gegen Philipp Brieß. Durch einen ungenauen Abtausch überließ er seinem Gegner die Initiative und stellte kurz darauf einen wichtigen Bauern weg, was dem Gegner die Kontrolle über das Zentrum schenkte. Dieser nutze die Gelegenheit, ein massives Bauernzentrum zu errichten, das seinen Figuren gute Zugmöglichkeiten eröffnete und gleichzeitig Kais Figuren in Zaum hielt. Unter diesen erschwerten Bedingungen übersah Kai schließlich auch noch eine Springergabel samt zugehörigem Bauern- und Qualitätsverlust. Nach einigen weiteren Wegstellern Kais, die teilweise auch vom Gegner übersehen wurden, konnte dieser letztendlich mattsetzen. Kai hatte in dieser Partie, - vielleicht altersbedingt, mit Sicherheit aber bedingt durch seine noch geringe Spielpraxis -, Probleme, gleichzeitig auf Angriff und Verteidigung zu achten. Das vergeht aber mit der Zeit, und wir sind guter Hoffnung, dass er vielleicht sogar schon in der laufenden Saison noch weitere Punkte einfahren wird. 1 : 1

An Brett 3 kam man schnell zur Sache. Nach ein wenig Eröffnungsgeblitze von Matthias Horstkamp gegen seine Gegnerin Yasmin Moseler, - die im Gegenzug überlegt spielte, und sich Zeit nahm -, brachte ihn der gedeckte Springer auf f7, der Dame und Turm gabelte, – nein immer noch nicht ans Nachdenken. Instinktiv ergriff er den König, um den Springer zu verhaften, erst jetzt bemerkte er den Läufer, der diesen deckte, weshalb er laut Berührt-Geführt-Regel gezwungen wäre die Dame zu geben. Seine Gegnerin sah das nicht so eng, also ging nur der Turm flöten. Matthias beschleunigte im Gegenzug den Verlauf der Partie durch gezieltes Abtauschen seiner aktiven Figuren und ein paar Wegstellern noch ein wenig, bis Yasmin schließlich mattsetzte. Dirk vermutet, dass Matthias in erster Linie mit seiner Nervosität zurechtkommen muß. Auch das ist nur eine Frage der Zeit, und Matthias wird sich mal zu einem Trumpf-Ass im Verein entwickeln. Bis dahin heißt es leider: 1 : 2

An Brett 2 spielte Lennart Brockhaus gegen Jonas Moritz, der unserem Alexander Itermann etwa einen Monat zuvor große Schwierigkeiten bereitet hatte. Anfangs war die Stellung in etwa ausgeglichen, bis Jonas schließlich den ersten fatalen Fehler wagte und einen Läufer wegstellte. Danach war es ein Spiel auf ein Tor. Lennart schlug dem Gegner noch den rückständigen d-Bauern raus, was ihm einen gedeckten Freibauern verschaffte, der schließlich die Partie entschied. Vielleicht wäre stellenweise ein etwas eleganterer Sieg möglich gewesen, aber heute ist Lennart über sich hinausgewachsen und hat den vollen Punkt für sich und das Remis für die Mannschaft geholt. 2 : 2 Endstand

Weil Lennart heute als Einziger einen Sieg herausspielen konnte, und dabei gleichzeitig das Mannschaftsremis gesichert und seine Remisserie beendet hat, wird er heute verdient „Held des Tages“.

[Philip Brockhaus]


1. Runde, 15.10.2011: TV Mehrhoog II - SV Dinslaken II 1,5 : 2,5

Um 14.15 Uhr habe ich unsere zweite Mannschaft nicht, wie angegeben, zum Bahnhof, sondern zum Vereinsheim bestellt. Wir sind dann losgefahren, aber die Strecke war wohl recht ungünstig: Die B8 entlang bis fast hinter Mehrhoog, und dann rechts abbiegen über die Dörfer. Eine Baustelle und ein kurzes Verfahren sorgten dafür, dass die Uhren bereits liefen, als wir ankamen. Kein Problem: Jugendpartien werden nie durch Zeitnot entschieden.

Lennart an Brett 2 ließ sich zunächst einen Turm weggabeln. Er hätte wenigstens einen Springer zurückholen können, aber wozu? Je höher der Materialrückstand, um so höher die Spannung!! Und als sein König dann unter schwerstem Sperrfeuer lag, stellte er eine einzügige Mattdrohung auf. Sein Gegner achtete nicht darauf, sondern setzte seinen Königsangriff fort. Aber eine gedeckte Dame auf h2 ist ein schlagendes Argument: 1:0

Kurz danach war auch die Partie von Julian an Brett 1 beendet. Auch er hatte Materialnachteil, aber ein Läuferpaar ist häufig eine gute Kompensation für eine Qualität, vor allem, wenn diese aus dem Zentrum heraus die Felder g7 und h7 bestreichen. In Zusammenspiel mit einem Turm auf der offenen g-Linie (auch der g-Bauer fehlte!) konnte Julian ein Treppenmatt herbeizaubern: 1. Txg7+ Kh8 2. Txh7+ Kg8 3. Th8# 2:0

Die Partie von Matthias an Brett 3 wird wohl nie in irgendeiner Datenbank erscheinen. Sie enthält nämlich regelwidrige Züge. Im Laufe der Partie stellte er seinen König auf ein vom Gegner bedrohtes Feld. Da dies beiden Spielern nicht auffiel, blieb er auch einige Züge dort stehen und da keine Reklamation erfolgte, bleiben die Züge gültig. Erst als Matthias den König wieder von dort wegzog, wollte sein Gegner protestieren, aber da war es dann zu spät. Egal, er hatte so massiven Druck im Zentrum, dass er sogar Matthias' eingestellte Dame verschmähen und seine eigene Dame einstellen konnte, und immer noch klar auf Gewinn stand. Irgendwann war Matthias dann tatsächlich Matt. 2:1

Auch in Kais Partie an Brett 4 ließ ein Spieler, der Gegner nämlich, seinen König mehrere Züge unbemerkt im Schach stehen. Aber Kai ist ein ganz abgebrühter Fuchs. Er wartete ab, bis er eine Figur seines Gegners bedrohte, und reklamierte das Schach erst, als der Gegner diese Figur in Sicherheit bringen wollte. Schwups, hatte Kai eine Mehrfigur. Leider stellte er diese wenig später wieder ein. Das machte aber nichts. Diese Partie war ein ständiges Hin und Her. Im Nachhinein war Kai aber öfters und länger in Vorteil als umgekehrt. Insofern paßt es, dass er hinterher mit einer Mehrdame und einem Mehrbauern auf klarem Gewinnvorteil stand. Da uns allerdings das Remis reichte, und sein Gegner nur noch über den König verfügte, konnte in dieser Partie nichts mehr anbrennen. Wohlweislich hatte ich im Vorfeld bereits Philip gebeten, Kai das Mattsetzen mit der Dame zu zeigen. Trotzdem hatte Kai das in der Wettkampfsituation nicht parat, vermutlich Nervosität, und setzte seinen Gegner patt. Trotzdem hat er hierdurch den Mannschaftskampf zu unseren Gunsten entschieden und wird damit zum "Held des Tages". 2½:1½

[Dirk Stoppacher]