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Jugend-Bezirksliga

7. Runde, 02.06.2012: SV Dinslaken - TV Mehrhoog 2 : 2

Zur Schlussrunde lag ein tiefdunkler Schatten über unserer Mannschaft. Stammspieler Dennis hatte schon frühzeitig seine Teilnahme an der Runde abgesagt. Ebenso frühzeitig, vielleicht zu frühzeitig, hatte ich schon Julian Sper für diese Runde angesprochen: "Julian, wir brauchen Dich unbedingt. Ohne Dich können wir echt einpacken." Einige Wochen vor dem Termin sagte er mir unter Vorbehalt zu. Er würde sich aber melden, wenn ihm etwas dazwischen kommen täte.
In der Woche vor dem großen Termin war dann plötzlich die Teilnahme von Mannschaftsführer Philip wackelig, bis eigentlich sogar gestorben. Seine schulischen Leistungen waren bedenklich, und seine Familie hatte, kurz vor den Versetzungszeugnissen, die Notbremse gezogen.
In dieser Phase stand dann die Aufstellung von Andreas Walter zur Sprache. Andreas gehört von seiner Spielstärke her eher in die Herren-Verbandsliga, und nicht in die Jugend-Bezirksliga. Er ist aber gemeldeter Jugendspieler, und jetzt waren wir froh, diese Option zur Verfügung zu haben. Andreas hat sich glücklicherweise zu einem Einsatz bereit erklärt. Dafür schönen Dank an dieser Stelle.
Zwei Tage vor dem Spiel meldete Frau Brockhaus, dass Philip doch spielen dürfe. Sie hatte ein Einsehen mit der Notlage der Mannschaft, die um den Aufstieg mitspielte. Auch hierfür ganz herzlichen Dank an Frau Brockhaus.
Wir hätten damit ganz frech hergehen können, und sowohl Philip als auch Andreas aufstellen können. Das hätte dann vermutlich ein Spiel auf ein Tor gegeben, aber die sportliche Herausforderung hätte gefehlt, außerdem wäre unsere Mannschaft den Nachweis schuldig geblieben, dass sie in der höheren Liga auch bestehen könnte. Wir haben Andreas daher einen Darfschein auf den Genuß eines spielfreien Samstages ausgestellt.
Stattdessen haben wir unser Jungtalent Sven Schwarz aufgestellt, der seine fehlende Erfahrung aber durch sorgfältiges Nachdenken ausgleicht. Gleich seine zweite Turnierpartie hatte er somit eine Liga höher in der Jugendbezirksliga.
Eine viertel Stunde vor dem Spiel keimte aber eine andere Ahnung auf: Wo bleibt Julian? 10 Minuten vor Beginn war er immer noch nicht da, ebensowenig 5 Minuten. Kassenwart Markus erreichte ihn dann von seinem Handy aus. Kommentar Julian: "Wäre doch schön gewesen, wenn mir jemand Bescheid gesagt hätte, dass das heute ist!"

Nachdem also alle übrigen Bretter vollständig versammelt waren, wir den Mannschaftskampf freigegeben hatten, und Julian mit nur geringer Verspätung eingetroffen war, kam der Kampf so langsam ins Rollen.

An Brett 2 traf Michael Jakubowski auf Oliver Kortheuer, DWZ 853. Das hört sich nach einer leichten Aufgabe an, aber Michael war heute völlig neben der Spur. Er übersah reichlich Möglichkeiten, sich das Spiel zu vereinfachen. Und hinterher im Blitzen verlor er sogar gegen mich. Das sagt eigentlich alles. Trotzdem holte er mit Hängen und Würgen den vollen Punkt. 1:0

An Brett 4 bekam Sven Schwarz es mit Lukas Krick zu tun, DWZ 1313 und damit nominell der stärkste Spieler der Mehrhooger Mannschaft. Leider stellte er im Mittelspiel eine Figur weg. Trotzdem wehrte er sich noch tapfer, und erhielt für seine wackere Verteidigungsleistung sogar den Respekt des Gegners, der sich sogar noch steigerte, als Lukas erfuhr, dass dies erst Svens zweite Turnierpartie war. 1:1

An Brett 3 erhielt Julian Sper mit Stefan Liesen, DWZ 974, eine lösbare Aufgabe. Er hatte jedoch wetterbedingt mit seinem Kreislauf zu kämpfen, und griff bereits in der Eröffnung daneben, verlor zwei Leichtfiguren gegen einen Turm. Später eroberte der Gegner noch einen Bauern, schließlich noch den König. 1:2

Offen war also nur noch die Begegnung an Brett 1 zwischen Philip Brockhaus und Leonard Schapfeld, DWZ 1252. Leonard hatte bereits in der letzten Saison das Spitzenbrett der Mehrhooger inne. Damals hatte er gegen Julian Sper in besserer Stellung Remis geboten, da der Mannschaftskampf bereits verloren war. Philip wußte daher, dass er es mit einem ernstzunehmenden Gegner zu tun hatte. Trotz sorgfältiger Vorbereitung gelang es Philip nicht, aus der Eröffnung Vorteil herauszuschlagen, und auch im Mittelspiel sah es nicht nach einem Punkt für uns aus. Die Entscheidung fiel schließlich im Endspiel, auf das Philip in den letzten Monaten sein besonderes Augenmerk gelegt hatte. Hier gelang es ihm endlich, Gewinnvorteil aus der Partie zu holen. Damit konnte er für die Dinslakener wenigstens die Punkteteilung sicherstellen. 2:2

Durch ausgiebige Telefonate konnten wir ermitteln, dass Kamp-Lintfort gegen Neukirchen ein 4:0 geholt hat, und Xanten gegen Wesel 2 ein 2½:1½. Beide Mannschaften schließen also Punktemäßig zu uns auf, und Kamp-Lintfort zieht mit den Brettpunkten an uns vorbei. Wie Cindy aus Xanten mir aus 2. Hand erzählt hat, hat Kamp-Lintfort tatsächlich Aufstiegsambitionen. Sollten Jona und Florian nächste Saison der Lintforter Jugend wieder zur Verfügung stehen, verfügt Lintfort damit über eine gute Truppe, die den Klassenerhalt schaffen sollte. Von daher wünschen wir den Lintfortern viel Erfolg, und dass Ihr uns die JVL schön rockt!!!

[Dirk Stoppacher]


6. Runde, 24.03.2012: Schachverein Wesel III - SV Dinslaken 2 : 2

Vorarbeit: Der Unfall von Julian Sper einschließlich Krankenhausaufenthalt hat unsere Aufstellung ganz schön in die Bredouille gebracht. Julian Reusch und Lennart Brockhaus hatten leider schon zwei Einsätze, und andere Kandidaten waren an dem Tag leider verhindert. Zu allem Unglück ging der letzte noch verbliebene Kandidat Kai Schmid nicht ans Telefon. Wie sich aber Samstag früh beim Training herausstellte, lag dies an einem technischen Defekt im Telefon. Kai hatte für den Nachmittag nichts vor, und war hochmotiviert. Mannschaft also komplett. Da ich beim Mannschaftskampf nicht dabei sein konnte, sprang freundlicherweise der Chef Dieter Ollesch persönlich ein, brachte die Jungs nach Wesel, und beobachtete den Mannschaftskampf. Ich selbst habe mich dabei telefonisch um den Matchverlauf bemüht, deshalb hat der Bericht heute einen etwas anderen Aufbau.

14:58 Uhr, 1. Zwischenstand: Unsere Jungs sind wohlbehalten in Wesel angekommen. Aber die Mannschaft der Gastgeber fehlt noch komplett. Holger May hat das Telefongespräch schnell beendet, vermutlich weil er gerade das Telefon benötigt.


15:52 Uhr, 2. Zwischenstand: Dieter hat mich informiert, dass der Mannschaftskampf angelaufen ist.

Michael Jakubowski an Brett 2 müßte jeden Moment gegen Arthur Wiens gewinnen. Er hat bereits eine Dame und eine Leichtfigur mehr.

Kai Schmid an Brett 4 spielt gegen Maximiliam Putzmann sehr schön und hat bereits Vorteil erspielt.

Dennis Großmann an Brett 3 hat eine dicke Gelegenheit zu einem schnellen Punktgewinn ausgelassen. Da sein Gegner Harald Wiens auch nicht optimal spielt, hat er trotzdem Vorteil.

Philip Brockhaus an Brett 1 spielt gut, hat aber mit Alexander Putzmann einen starken Gegner erwischt, der imstande ist, dagegen zu halten. Die Stellung ist folgerichtigerweise ausgeglichen.


16:40 Uhr, 3. Zwischenstand: Kai war leider der Anspannung in der JBL nicht gewachsen. Nach ungefähr zehn weiteren Zügen hatte er den roten Faden verloren und mehrere minderwertige bis schlechte Züge gemacht. Der Punkt ging an den Gegner.

Dennis hat leider auch verloren.

Michael hat erwartungsgemäß gewonnen.

Philips Partie läuft noch. Er steht etwas besser, aber noch nicht auf Gewinn. Das 2:2 brauchen wir aber dringend.

Info: Bei Punktgleichheit auf den Aufstiegsplätzen zählen zunächst die Brettpunkte, und dann erst der direkte Vergleich (siehe Ausschreibung, Seite 5, letzter Absatz). Das spricht eher zu unseren Ungunsten, weil Xanten mit Bruckhausen ein nicht allzu schweres Los gezogen hat, und voraussichtlich schon in dieser Runde brettpunktemäßig wieder an uns vorbeiziehen wird. Der Homepage von Bruckhausen ist zu entnehmen, dass Xanten und Bruckhausen ihre Begegnung auf den 28.04. verlegt haben. Vielleicht sollten wir den Bruckhausenern mal Guido als Jugendtrainer vorbeischicken, damit die eine Chance gegen Xanten haben ;-)


17:24 Uhr, 4. Zwischenstand: Philip steht immer noch besser. Aber die Partie kann sich bis zur endgültigen Entscheidung noch hinziehen. Holger May, den ich an der Strippe hatte, beklagte sich, dass er nicht wie gedacht, heute um 18.00 Uhr beim familiären Abendessen sein könnte. Ich habe ihn mit einem "Das sind die Leiden eines Jugendwarts" getröstet.


18:41 Uhr, 5. Zwischenstand: Philip steht noch immer besser, aber die Partie ist jetzt innerhalb der Remisbreite. Wie Philip mir nach der Partie erzählte, glaubte er in dieser Phase selber nicht mehr an den Sieg. Er hat nur weitergespielt in Anbetracht des Zeitvorteils und der Tatsache, dass es für uns keinen Unterschied macht, ob Philip remisiert oder verliert. Vielleicht kann man den Gegner ja noch irgendwie zu einem Fehler provozieren.


19:06 Uhr, Endstand: Philips Ahnung hat sich als richtig erwiesen, er hat (durch Glück, aber das kommt auch beim Schach vor) doch noch gewonnen. 2:2

Damit dürfte Xanten an uns vorbeiziehen, aber wir bleiben im Rennen um den Aufstiegsplatz.

[Dirk Stoppacher]


5. Runde, 25.02.2012: SV Dinslaken - SK Xanten 3 : 1

In der 5. Runde kam es zur Begegnung der Aufstiegskonkurrenten der Liga. Ein spannendes Spiel war zu erwarten. Beide Mannschaften wollten es spürbar wissen, und so kam es, dass schon vorher alle Beteiligten (auch der Jugendwart des Gastgebervereins) anwesend waren, und wir ganze 10 Minuten vorher die Begegnung einleiten konnten.

Beide Mannschaften waren leicht ersatzgeschwächt. An Brett 4 trafen die Kreisligaspieler Julian Reusch und Jonas Cornelißen aufeinander. Beide Spieler waren sichtlich nervös und hatten nicht die nötige Ruhe. In dem spielentscheidenden Handgemenge hatte Julian das bessere Ende erwischt und verblieb mit einer Mehr-Dame. In der Folge ließ er nichts mehr anbrennen. Es gab Wege, die Partie schneller zu gewinnen, aber an seinem Sieg bestand danach kein Zweifel mehr. Nach 34 Minuten hieß es 1:0

Wesentlich mehr Mühe hatte Julian Sper an Brett 3 gegen Leon Breuer, dem Sohn der mitgereisten Xantener Vereinsvorsitzenden Cindy Breuer. Beide Spieler griffen zu wohlbekannten Bauernstrukturen, die allgemein als sehr waghalsig bekannt sind. Julians wohl einziger Fehler war, dass er in der Folge zu vorsichtig weiterspielte, wo die Stellung einfach Angriff verlangte. Und in diesem Stellungstyp reicht das schon zum Verlust der Partie aus. 1:1

An Brett 1 traf Philip Brockhaus auf Lorenz Hündgen. In einer Abtauschaktion zwischen dem 10. und 15. Zug hatte Philip etwas genauer gerechnet als sein Gegner, und verblieb mit einer Mehrfigur gegen einen Bauern und etwas Kompensation. Philip vereinfachte die Stellung und zwang den Gegner dazu, eine weitere Figur gegen zwei Bauern zu tauschen, so dass er, - die gegnerischen Bauern waren nicht stellungsentscheidend -, faktisch zwei Mehrfiguren hatte. Nach dem Motto "Bauernendspiele sind entschieden, Figurenendspiele erlauben dem Gegner zu kämpfen", gab er einen Läufer gegen zwei Bauern wieder ab, dafür waren alle gegnerischen Figuren vom Brett verschwunden. In dem Endspiel 3 Bauern + Läufer gegen 3 Bauern + entfernter Freibauer konnte sein Läufer die Bauern verteidigen, bis sein König den gegnerischen Freimops einkassiert hatte. Danach blieb der Gegner chancenlos. 2:1

Es lag also an Michael Jakubowski, den Sieg perfekt zu machen. Dazu benötigte er lediglich ein Unentschieden. Daran war aber nicht zu denken. Obwohl er in Zug 14 einen Figurengewinn übersehen hatte, konnte er seinen Gegner Jens Peters an Brett 2 so unter Druck setzen, dass klar war, dass er den vollen Punkt haben wollte. Eine kleine Unsauberkeit seines unter Dauerbeschuss stehenden Gegners reichte aus, um entscheidenden Materialvorteil zu erlangen. Schließlich stellte der Gegner noch einen Turm ein und gab dann konsequenterweise auf. 3:1

Ab jetzt heißt es: Nicht leichtsinnig werden, sondern solide die Tabellenposition verteidigen, dann sollte der Aufstieg machbar sein. Aber Xanten ist uns direkt auf den Fersen.

[Dirk Stoppacher]


4. Runde, 21.01.2012: Schachverein Wesel II - SV Dinslaken 1 : 3

Diese Runde war sehr stark geprägt von der zeitgleich stattfindenden 1. Runde des Bundes-Viererpokals. Der SV Dinslaken hatte sich um die Ausrichtung bemüht, und der DSB hatte dem entsprochen. Infolgedessen hatten wir unsere Gegner aus Wesel gebeten, den Mannschaftskampf in Dinslaken durchzuführen, wobei sich auch für die Weselaner die Möglichkeit ergab, nach dem Kampf bei einer deutschen Meisterschaft zu kiebitzen. Trotzdem herzlichen Dank für die Umstände an den Schachverein Wesel.

Schon beim Training am Vormittag zeigte sich, dass heute alles etwas anders ablaufen würde als gewohnt. Einige Jungs mußten beim Aufbauen helfen, die chicen Holzbretter und Holzfiguren wurden zum Schauplatz des Bundesturniers, ungefähr 200 m nebenan, gebracht, für uns blieben nur die guten alten Plastikplanen und -figuren. Wir mußten sogar noch Berthold Plischke, den Betreuer der Weseler, anrufen, und um die Mitbringung von ein paar Schreibunterlagen bitten.

Dabei deutete sich bereits an, dass Wesel nicht vollständig antreten würde. Als die Gegner dann bei uns auf der Matte standen, stellte sich zumindest heraus, dass noch ein weiterer Spieler gefunden wurde, so dass nur eine Partie kampflos ausging, nämlich an Brett 2 holte Michael Jakubowski den 1. Punkt durch bloße Anwesenheit. 1 : 0

An Brett 3 traf Julian Reusch auf Markus Müller. Beim Match der 2. Jugendmannschaft habe ich ihm gesagt, dass er noch zu schnell spielen würde. Dies nahm er sich offensichtlich zu Herzen. Mit ca. 45 Minuten für 21 Züge ist er voll im grünen Bereich. Seine Stellung war immer haltbar, und schließlich schenkte der Gegner ihm die Möglichkeit zu einem einzügigen Matt, dass Julian dann auch ausnutzte. 2:0

Lennart Brockhaus spielte an Brett 4 gegen Veit Lindner. Lennart setzte ihn von Beginn an unter Druck. Ob man dafür allerdings wirklich die Bauernstruktur am Damenflügel in einen Schweizer Käse verwandeln muß, darüber unterhalten Lennart und ich uns ein anderes Mal. Sein Gegner gab allerdings einen Bauern ab, und insofern hatte Lennart ausreichend Kompensation. Lennart baute in der Folge seinen Vorteil kontinuierlich aus und, ganz Praktiker, stellte ihm schließlich eine tödliche Falle, in die der Gegner auch hineintappte. Fünf Züge später gab dieser dann auch entnervt auf. 3:0

Nur die Begegnung am Spitzenbrett war noch offen. Zum wiederholten Male trafen hier Philip Brockhaus und Jan Werk aufeinander. Man merkte, dass Jan die Scharte der letzten Partie auswetzen wollte. Trotzdem kam Philip in einen guten positionellen Vorteil, und ... patzte. Schwupps, weg war die Qualle durch einen Läuferspieß auf Dame und Turm. Jetzt hatte Jan das Heft fest in der Hand, und obwohl Philip wie ein Löwe kämpfte, mußte er sich letztlich doch geschlagen geben. 3:1

[Dirk Stoppacher]


3. Runde, 3.12.2011: SV Dinslaken - TV Bruckhausen 3 : 1

Auf Grund der Tatsache, dass niemand in der Lage war, Michael nach dem Spiel nach Hause zu bringen, traten wir leicht ersatzgeschwächt mit Kai Schmid an Brett 4 an. Die Gegner revanchierten sich aber: Timo Schumacher, der eigentlich an Brett 1 gegen Philip Brockhaus gespielt hätte, war kurzfristig erkrankt, sodass wir den ersten Punkt kampflos erhielten. 1 : 0

Zuerst endete die Partie von Kai Schmid an Brett 4. Sein Gegner Raphael Hoffmann stellte kurz nach der Eröffnung einen Springer weg. Wegen seiner geringen Spielerfahrung wusste Kai aber noch nicht, was er mit der gewonnenen Stellung machen musste. So startete sein Gegner einen langwierigen Matt-Angriff, der bis zum Schluss abwehrbar war, doch ebenfalls mangels Erfahrung erkannte Kai diesen nicht. Die Erfahrung kommt aber mit der Zeit, genauso wie Kais Punkte. 1 : 1

Nachdem Julian Sper an Brett 2 gegen Daniel Schroller etwas besser aus der Eröffnung gekommen war, verschenkte er einen Bauern. Ein wenig Getausche später, fand er sich in einem schlechteren Endspiel mit Turm gegen Läufer und Springer bei jeweils 5 Bauern wieder. Da sein Gegner aber wohl nicht mit den Künsten des Endspiels vertraut war, kippte die Partie mehr und mehr, bis Julian schließlich auf Gewinn stand und sicher den Punkt nach Hause holte. 2 : 1

An Brett 3 gelang es Dennis Großmann in der Eröffnung durch ein gezieltes Turmschach, seiner Gegnerin Miriam Moseler die Rochade zu vermasseln. Später konnte er ihr in einem bereits besseren Endspiel eine Figur weggabeln. Kurz darauf gab sie dann auf, da kaum noch Gegenspiel möglich war und ihre allesamt isolierten Bauern einfach abgeholt werden konnten. 3 : 1 Endstand

Momentan stehen wir in der Tabelle hinter dem SK Xanten auf dem 2. Platz. Wenn wir also weiter fleißig Punkte holen, ist der Aufstieg durchaus noch in Reichweite.

[Philip Brockhaus]


2. Runde, 12.11.2011: Turm Kamp-Lintfort - SV Dinslaken 2 : 2

Dieses Mal hat der Bericht des Mannschaftskampfs etwas auf sich warten lassen. Die Schuld daran trägt alleine Lennart!!!!! (^_~)
Nach dem Mannschaftskampf meinte er auf der Rückfahrt, dass er unbedingt den Bericht schreiben wollte. Natürlich waren wir gerade in der Haarnadelkurve zwischen Sonsbeck und Rheinberg auf der A57 als er mich damit überraschte. Ich touchierte also kurz die Leitplanke, brachte mühsam den Wagen wieder in gerade Ausrichtung, und mußte doch ein wenig schlucken, ehe ich antwortete: "Neinnein, mein Freund, die Berichte schreibe immer noch ich, und da bestehe ich auch drauf."
Lennart antwortete: "Du vergißt wohl, dass ich jetzt der neue Jugendsprecher bin. Wenn Du mich den Bericht nicht schreiben läßt, gehe ich zu Dieter und beschwere mich über Dich. Dann hast Du Deinen letzten Bericht geschrieben!"
Und schon begann eine Zeit der Intrigenspinnerei und des heftigen Kriegszustands. Schließlich einigten Lennart und ich uns darauf, die Sache auszufechten. Nach dem Vereinstraining am Donnerstag wollten wir beide uns hinter dem Jugendheim treffen und uns solange mit Wattebäuschchen bewerfen, bis einer von uns aufgibt, oder alternativ, bis einer von uns ins Koma fällt. \(^_^)/
Doch dazu kam es nicht. Die Schule spielte Lennart einen Streich, und so muß er jetzt seine kostbare Zeit damit verbringen, irgendso ein Schulreferat zu verfassen. So wichtig sind die Dinger ja nun auch nicht, - sagt ein Schachtrainer, der von der Schule nie so wirklich begeistert war.

Gehen wir also jetzt in Medias Res. Ich weiß leider nicht, wie die Anreise der restlichen Mannschaft war. Meine Aufgabe war es, wieder den Helden zu spielen. (^_^)/"
Und deshalb warf ich mich in meine Robin-Hood-Strumpfhosen, - richtig heldenhaft -, und machte mich auf nach Uedem, um Michael abzuholen. Kein Problem diesmal, der Rothe Berg war immer noch da, wo ich ihn zurückgelassen hatte, und auch das Gymnasium in Kamp-Lintfort, die Arena unserer Gladiatoren, hatte keinen Standortwechsel durchgeführt. Wir kamen nur Augenblicke nach der übrigen Mannschaft an, Herrn Brockhaus bekamen wir noch zu Gesicht.

Die erste Entscheidung fiel an Brett 4, wo der krankheitsgeschwächte Dennis Großmann, DWZ 921, auf Niko Olligs, DWZ 1073, traf. Von einer Begegnung aus der letzten Saison habe ich Niko als harmlos in Erinnerung. Er hat aber merklich an sich gearbeitet, und ist mittlerweile ein knackiger Gegner geworden. Und wenn man dann noch neben sich steht, kann es schon mal vorkommen, dass man den ganzen Punkt wegstellt. 0:1

Dafür ging der Punkt an Brett 3, Julian Sper (DWZ 1201) gegen Simon Stark (DWZ 1088) an uns. Durch eine Kombination konnte Julian einen Bauern aus der gegnerischen Königsstellung raushacken. Simon mußte schon akkurat spielen, um nicht noch mehr zu verlieren. Diesen Vorteil ließ Julian sich auch nicht mehr nehmen, sondern wandelte ihn souverän in ein gewonnenes Endspiel um. 1:1

In der Begegnung an Brett 1 hatte Philip Brockhaus (DWZ 1256) gegen Luka Olligs (DWZ 1253) von Anfang an die bessere Stellung. Er verfügte über Raumvorteil und Druck auf die Königsstellung. Luka gelang es aber, eine Auffangstellung aufzubauen und es war lange Zeit nicht klar, ob es Philip gelingen würde, seinen Vorteil umzusetzen. Philip drehte unablässig an der Schraube und erhöhte den Druck, bis die gegnerische Abwehr schließlich Sprünge bekam und dann zusammenbrach. 2:1

Michael Jakubowski (DWZ 1312) hatte es damit gegen Lukas Kannenberg (DWZ 1143) in der Hand, der Mannschaft zum Sieg zu verhelfen. Er kam an Brett 2 eigentlich auch etwas besser aus der Eröffnung, verschenkte aber seinen Vorteil nach und nach, bis schließlich der Gegner Vorteil hatte und diesen immer weiter ausbaute. Aus dem Gespräch mit Michael hinterher ging hervor, dass er während der Spielzeit seine Stellung überschätzt hatte, nicht wußte, dass er vor Problemen stand. Als der Gegner unwiderruflich Materialvorteil erringen konnte, war Michael davon überrascht. Michael könnte also etwas Extra-Training im Bereich Stellungsbewertung vertragen. Dafür gibt es doch ein schönes Buch von Hort und Jansa, mal schauen, ob wir das nicht für Michael auftreiben können. Dieser Punkt aber ging verdient an Lukas Kannenberg, der übrigens auch Philip schon das Leben auf der BJEM schwer gemacht hat. 2:2

[Dirk Stoppacher]


1. Runde, 01.10.2011: SV Neukirchen-Vluyn - SV Dinslaken 0,5 - 3,5

Schon nach kurzer Zeit spielte Janis mit dem Gedanken an ein frühes Remis. Seine Stellung an Brett 3 gegen Timo Massold war zu dem Zeitpunkt deutlich besser, wenn auch noch kein eindeutiger Gewinnweg erkennbar war. Und auch der DWZ-Vorsprung von 100 Punkten sprach eher für Janis. Schließlich spielte er dann weiter, richtig so.

In dieser Lage konnte Michael seine Partie an Brett 2 gegen Nils Dreger entscheiden. Michael stand von Anfang an besser, sein Gegner hatte eine völlig kaputte Bauernstruktur, dann bekam Michael Materialvorteil, dann bekam er massiven Materialvorteil, schließlich übersah er eine Möglichkeit, dem Gegner auch noch den anderen Turm wegzunehmen, aber als er seinen Bauern durchbringen konnte, gab der Gegner dann doch auf. 1:0

Kurze Zeit später, in katastrophaler Stellung, bot Lennart an Brett 4 seinem Gegner Jason Harling Remis an. Er hatte bereits Materialnachteil und seine Stellung war kurz vor dem Zusammenbruch. Ich war mir ganz sicher, dass Jason das Remis ablehnen würde, - schließlich stand er auf Gewinn, und seine Mannschaft konnte den vollen Punkt gut gebrauchen -, und wäre fast aus den Socken geflogen, als er fast ohne zu überlegen, das Remis annahm! 1½:½

Draußen auf dem Schulhof, bei schönstem Spätsommerwetter analysierten wir die bislang abgeschlossenen Partien. Kurz danach kam auch Janis heraus, stolz wie Oskar. Er hatte seine Partie, und damit den Mannschaftskampf, gewonnen. Ich frage mich immer noch, wie er überhaupt auf die Idee kam, Remis zu machen. 2½:½

Philips Partie an Brett 1 zog sich noch ein Weilchen hin. Sein Gegner Sven Zapp mußte mit einer DWZ von 1200+ ernst genommen werden. Trotzdem stand Philip nie schlechter, und baute seinen Vorteil kontinuierlich aus. Sein Gegner unterstützte ihn allerdings dabei durch Verzicht von 18. ... Txd2 mit Vorteil Schwarz. Danach war Schwarz allerdings völlig chancenlos, und Philip holte sich den wohlverdienten vollen Punkt: 3½:½.

[Dirk Stoppacher]