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Turm Krefeld I - SV Dinslaken II 6,0 : 2,0

Regionalliga, Runde 1 am 11. September 2016


Neue Liga - neue Saison!

Nach unserem Aufstieg führte uns der Spielplan nach Turm Krefeld, einer Mannschaft, die als Aufstiegsfavorit gehandelt wird (neben der 2.Mannschaft von Düsseldorf). Zu Beginn einer Saison stellt sich häufig die Frage, wo die einzelen Spieler einer Mannschaft"stehen", besonders in der neuen Liga. Wir spielten in Bestbesetzung (1-8) und mit der wenig veränderten Aufstellung der Aufstiegssaison (Konstantin Cebulla ersetzte Andreas Walter, Dirk Stoppacher kam für Frank Hamann). Ebenso die Krefelder in Bestbesetzung, die mit Guido Kern, letzte Saison noch für Dinslaken spielend, antraten. Wir waren klarer Aussenseiter mit einem Ratingmalus von 170-350 Punkten je Brett.

Danny spielte an Brett 3 gegen Roman Kistella sein gewohntes Eröffnungssystem, machte zu Beginn des Mittelspieles einen Fehler, geriet somit in Nachteil und eine passive Stellung und wurde systematisch ausgekontert. 0:1

Roland Drescher mußte es an Brett 6 mit Matthias Dorner aufnehmen. Irgendwo ist ihm eine Qualität abhanden gekommen. Damit stand Roland mit dem Rücken an der Wand. Der Gegner vereinfachte kontinuierlich die Stellung und erhöhte so den Druck auf Roland. Dazu kam noch eine saubere Endspieltechnik, und es war vorbei. 0:2

Timo Volkmann traf am 8. Brett auf Carsten Fehmer. In einer Stellung mit einem Minusbauern ging er auf Nummer sicher und führte eine Stellungswiederholung herbei. ½:2½

Die härteste Nuß bekam Kai Waldmann an Brett 4 serviert. Er mußte es mit IM Guido Kern aufnehmen, der noch in der letzten Saison unsere eigenen Farben in der 2. Bundesliga vertrat. Bei einem Minus von 350 DWZ-Punkten ist eine Ergebnisprognose nicht schwer vorzunehmen, und so kam es leider auch: ½:3½

An Brett 7 bekam Dirk Stoppacher das "leichteste" Los: Peter Winkel. Dieser hatte aber schon vor 2 Jahren mit Dirk den Fußboden aufgewischt, und war seitdem bestimmt nicht schlechter geworden. Dafür lief es diesmal vergleichsweise gut. Dirk hatte schon kurz nach der Eröffnung eine Stellungsschwäche zugelassen, die das Thema der Partie wurde. Aber es gelang ihm immerhin, den Kampf aufrechtzuerhalten. Schließlich landeten die beiden Gladiatoren in einer Endspielstellung mit einem Minusbauern, dass die anwesenden Kiebitze untereinander als totremis bewerteten. In der Post-Mortem-Analyse behauptete die Endspieldatenbank aber etwas anderes, und tatsächlich gelang es Peter, zu Dirks Leidwesen, den Gewinnweg zu finden. Dirk wird damit zum Matchlooser. ½:4½

Philip Brockhaus ließ es an Brett 2 zu, dass Rainer Montignies einen isolierten Freibauern auf der d-Linie bildete. Leider konnte der Gegner diesen halten und durch die dadurch entstandene Ablenkung außerdem die c-Linie erobern. Er drang in Philips Stellung ein und verkürzte so Philips Leiden. ½:5½

Den größten Lichtblick für die Dinslakener bot Konstantin Cebulla an Brett 1 gegen Rudi Van Gool. Er verfügte über die Mehrqualität, mußte aber noch etwas Restkompensation des Gegners loswerden. Das zog die Partie noch etwas in die Länge, aber schlussendlich konnte Konstantin den vollen Zähler verbuchen. 1½:5½

Die Partie an Brett 5 zwischen Jörg Riekenbrauk und Ololi Alkhazashvili ging fast über die volle Distanz. Jörg schreibt dazu: "Ich stand in meiner Partie laut Computer maximal 0,2 Bauerneinheiten schlechter - mein Remisangebot in Zug 39 war also vollauf gerechtfertigt. Gut zehn Züge später stand meine Gegnerin auf Verlust, der entscheidende Fehler war ihr 48. Zug. Danach hatte ich mehrere Möglichkeiten zu guten Abwicklungen. Tja, dann lief allerdings die Zeit runter und ich musste eine +5 Stellung gewinnen - harter Tobak - bis ich mit vier Sekunden auf der Uhr remis akzeptierte, während meine Gegnerin noch über etwa eine Minute verfügte." 2:6

Trotz der 2-6 Niederlage, kann man unser Debüt in der Regionalliga als gelungen betrachten. Krefeld war ein Bonusspiel, wo die Punktetrauben sehr hoch hingen.Der nächste Kampf ist viel wichtiger, ein 4 Punkte Match und der immerjunge Vergleich mit Wesel.

[Bericht: Dirk Stoppacher, Norbert Raygrotzki]