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SG Ennepe-Ruhr-Süd I - SV Dinslaken I 3,0 : 5,0

Oberliga, Runde 6 am 12.02.2017

Dinslaken I gewinnt sicher gegen Ennepe-Ruhr-Süd und kann jetzt nach oben schauen


Nur Drei Wochen nach dem überzeugenden Match gegen Wattenscheid stand bereits die nächste Runde an. Wir spielten gegen Ennepe-Ruhr-Süd, die in Schwelm beheimatet sind. Wer wie ich nachschauen musste, wo das liegt: direkt östlich von Wuppertal und somit an der Verbandsgrenze zu Südwestfalen.

Die Ausgangslage war einfach: auf dem Papier waren wir klarer Favorit, sowohl nach Ratings als auch nach Tabelle - Ennepe-Ruhr-Süd notierte auf dem vorletzten Platz vor der sechsten Runde. Mit einem Sieg würden wir auf 8 Punkte kommen und damit alle (theoretischen) Abstiegssorgen los werden… außerdem wäre 8:4 nicht grade die schlechteste Ausgangslage um noch aufzusteigen! Also genug Motivation für dieses Match, das sich auch gut anließ. Nach rund einer Stunde hatten wir einige gute Stellungen und nur an einem Brett ernsthafte Sorgen.

Gehen wir mal durch: IM Christof Sielecki hatte gegen FM Stefan Lupor sicher etwas Eröffnungsvorteil und wie üblich deutlich weniger Zeit verbraucht. IM Benjamin Tereick hatte es mit FM Andre Lupor zu tun. In seiner dritten Schwarzpartie kam zum dritten Male eine bestimmte Variante des Damengambits aufs Brett. Auch im dritten Versuch kam nicht viel dabei für den Anziehenden rum und Benjamin stand völlig OK. IM Thomas Trellas Gegner Stefan Arndt hatte sich offenbar gut vorbereitet und stand äußerst solide mit den schwarzen Steinen. Hier konnte man aber langfristig auf das Läuferpaar hoffen - sonst war nicht viel los. Unsere Sorgenpartie war an Brett 4, hier spielte Eugen Tripolsky die Eröffnung gegen Johannes Mundorf sehr scharf und Johannes war unter Druck geraten. Die Minuten rannen dahin, die Stellung war schwer zu spielen. Besser sah es bei Andreas Walter gegen Achim Heller aus. Andreas hatte mehr Raum und den besseren Läufer. Eine Traumstellung für einen geduldigen Kneter - hier war ein Spiel auf zwei Resultate in Sicht. Rainer Ossig behandelte die Eröffnung originell mit Schwarz… und sein Gegner Luis Monty Osswald stand ihm da wenig nach. Diese Stellung war schwer zu bewerten. Mir gefiel es für Rainer, aber er hatte weniger Zeit und so ganz sicher sah sein König nicht aus. Die beste Stellung für uns hatte Alexander Hönig. Sein Gegner Norbert Bruchmann behandelte die Eröffnung unpräzise und Alex konnte von der aufgeschobenen Rochade profitieren. Hier bahnte sich ein sehr gefährlicher Königsangriff an, der schwer zu verteidigen sein würde. Am letzten Brett spielte Rene Borchert mit Schwarz gegen Martin Schäfer. Rene hatte etwas Probleme mit der Eröffnung, erhielt aber dann recht schnell eine brauchbare Stellung. Es war etwas gedrückt, aber nicht wirklich kritisch, zumindest aus der Sicht des Kiebitz, der nur kurz drauf schaut.

Nach gut zweieinhalb Stunden standen wir dann kurz vor der Führung. Alexander hätte den Ball nur noch über die Torlinie schieben müssen, aber verrechnete sich bei einer Fortsetzung. Schade, aber die Stellung war immer noch extrem vorteilhaft.

In dieser Situation stellte Andreas Walter seine Gewinnbemühungen ein. Hier war sicher mehr drin, aber es hat nicht sollen sein. ½:½

Bereits wenig später brach dann Alexanders Gegner doch noch zusammen und die Führung war perfekt. So also 1½:½ für Dinslaken.

Eine Entwicklung gab es auch am dritten Brett. Ziemlich unvermittelt hatte hier Gegner Stefan Arndt eine Stellungsöffnung eingeleitet, die aber komplett nach hinten los ging. Hier stand plötzlich Thomas deutlich besser.
Rainer war unterdessen unter Druck geraten und hatte auch deutlich weniger Zeit - das sah zumindest aus praktischer Sicher kritisch aus.
Johannes verteidigte seine schlechte Stellung zäh, aber hier sprach alles für eine Punktabgabe an die gegnerische Heimmannschaft.

Christof hatte immer noch die etwas bessere Stellung, aber mittlerweile auch einen deutlichen Zeitvorteil. Die Uhr des Gegner näherte sich der 3-Minuten-Marke während Christof noch eine halbe Stunde auf der Uhr hatte. So etwas unter Druck geraten griff Stefan Lupor fehl und musste sofort aufgeben. 2½:½

Fast zeitgleich spielte Rainer remis. Er hatte sich gut verteidigt und stand besser, hatte aber ganz wenig Zeit. Plötzlich bot dann sein Gegner remis an. Da dieser halbe Punkt aus Matchsicht völlig OK war fiel die Annahme leicht. Somit 3:1 für uns, ...

... das schnell noch ausgebaut wurde: Thomas hatte seine gute Stellung sicher zum vollen Punkt verwertet. 4:1

Überraschend, zumindest für mich, kam die Niederlage von Rene. Er war zwar etwas unter Druck, aber so kritisch hatte es nicht ausgesehen. Ich habe hier den genauen Verlauf am Ende nicht verfolgen können. 4:2

Jetzt brauchten wir noch einen halben Punkt zum Sieg, der dann auch recht schnell kam. Benjamin ging aus der Zeitnotphase als Sieger hervor und machte den Sieg perfekt. 5:2

Johannes kämpfte noch weiter, musste aber schließlich doch aufgeben. Somit ein 5-3 Sieg für uns, der sicher verdient war. Die Siege kamen recht deutlich zustande, es gab kaum Grund zu ernsthafter Sorge während des Kampfes.

Wie bereits oben beschrieben können wir jetzt den Klassenerhalt abhaken und mal in Richtung Aufstieg schauen. Drei Siege in den verbleibenden Matches würden für den Wiederaufstieg in die Zweite Liga reichen. Erstmal haben wir es am 05.03. mit dem Oberhausener SV zu tun. Beide Teams notieren bei 8:4 Punkten, also ein kleines Finale, bei dem der Sieger weiter vom Aufstieg träumen darf.

[Bericht: Christof Sielecki]