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SV Dinslaken I - DJK Aufwärts Aachen II 2,0:6,0

Oberliga, Runde 1 am 25.09.2016


Fehlstart in die Oberliga: SV Dinslaken I verliert gegen DJK Aufwärts Aachen II deutlich

In der vergangenen Saison spielte Dinslaken erstmalig in der Zweiten Bundesliga West - eine Aufgabe, die sich am Ende als zu schwer herausstellte. Die Folge war der Abstieg, so geht es in der neuen Saison wieder in der Oberliga weiter. Hier sind wir schon eher "zu Hause", nach Ratingschnitt steht unser Team eher im oberen Bereich der höchsten Liga in NRW.
Zum Auftakt hatten wir es mit einem starken Gegner zu tun: DJK Aachen II, ein heißer Aufstiegsfavorit. Die Reserve des Bundesligisten ist sehr stark aufstellt und hätte zumindest theoretisch ein halbes Dutzend Grossmeister nach Dinslaken schicken können. Tatsächlich trat dann eine gute, aber keine überragende Mannschaft an. Bei uns fehlte IM Thomas Trella, ansonsten waren wir optimal aufgestellt. Auf dem Papier war so Aachen Favorit, aber es sollte auf jeden Fall Chancen für uns geben.

Nach rund 2 Stunden hatten wir das erste Resultat: Andreas Walter spielte Remis gegen Wladimir Skulener. Andreas erhielt ein Remisangebot und fühlte sich in seiner Stellung zu Recht nicht wohl - daher die Annahme. ½:½

Zu diesem Zeitpunkt sah das Match in Ordnung aus.
IM Christof Sielecki hatte eine scharfe Stellung gegen FM Francois Godart, die schwer zu bewerten war.
IM Benjamin Tereick hatte eine gute Stellung gegen FM Michael Buscher, aber klar war es nicht, wie hier Fortschritte zu erzielen sind.
Völlig undurchsichtig war die Position von Johannes Mundorf, dessen Gegner Dirk van Dooren eine Figur ins Geschäft gesteckt hatte. Die Kibitze glaubten nicht so recht an das Opfer, aber der Computer gibt Johannes' Gegner recht: Er hatte zumindest Kompensation für das Material.
Rainer Ossig war gegen IM Cemil Gulbas im Nachteil, in allerdings komplizierter Lage.
Die letzten Bretter waren in etwa ausgeglichen, allerdings in jeweils interessanten Stellungen. Alexander Hönig erhielt gegen Dmitrii Marcziter eine unorthodoxe Eröffnungsposition, in der beide Seiten ungefähr gleiche Chancen hatten.
Ebenfalls kompliziert ware die Lage bei Konstantin Cebulla, der es mit Marcel Jügel zu tun hatte.
Unser Neuzugang Rene Borchert hatte in der Eröffnung Probleme, spielte danach aber stark und erabeitete sich eine ausgeglichene Position, durchaus auch mit Chancen auf einen vollen Punkt.

Mit fortschreitender Spieldauer sah die Lage leider immer düsterer aus. Benjamin Tereick war unter Druck geraten, musste aber schon ein Remisangebot seines Gegners ablehnen, da das Match insgesamt zu kritisch stand.
Christof Sieleckis Position sah mittlerweile eher vorteilhaft aus, aber sein Gegner hatte genug Spiel, um alles zusammen zu halten. Diese Lage entstand nach einigen kritischen Momenten,in denen der Aachener Spieler Gelegenheiten ausließ.

Johannes Mundorf schaffte es nicht, seine schwer zu spielende Position zu koordinieren. Er mußte aufgeben, ... ½:1½

... ebenso wie Rainer Ossig, dessen Gegner einen Königsangriff erfolgreich abschließen konnte. ½:2½

Die Lage war sehr schlecht, da nirgendwo Gewinnchancen auszumachen waren. Benjamin versuchte noch alles, aber die Gewinnversuche waren hier eher kontraproduktiv.
Auch Konstatins Partie sah zunehmend kritisch aus.

Zur Zeitkontrolle waren dann die Partien von Alexander Hönig ... 1:3

... und Christof Sielecki mit Remis beendet. 1½:3½

Ebenfalls Remis spielte Rene Borchert, der mit der Punkteteilung gegen einen starken Fidemeister einen guten Einstand für Dinslaken hatte. 2:4

Somit war Aachen in Führung, vier Remis und zwei Niederlagen für Dinslaken. Die beiden noch laufenden Partien waren allerdings auch komplett hoffnungslos, so dass am Ende noch zwei weitere Verluste quittiert werden mussten. 2:6

Damit ist uns leider der Start in die Oberliga gründlich mißlungen. Vier Netto-Verlustpartien sind mehr als deutlich und es hätte sogar noch
schlimmer ausfallen können. In keiner Partie hatten wir realistische Gewinnmöglichkeiten, ein Mannschaftssieg war selbst für größte Optimisten nie ein Thema. Wir müssten uns in der zweiten Runde gegen den Godesberger SK deutlich steigern,
um Punkte auf die Habenseite zu bekommen. In diesem Match sind wir leichte Favoriten, aber unser letzter Mannschafssieg liegt mehr als 18 Monate zurück! Es ist höchste Zeit, diese Serie zu beenden!

[Bericht: Christof Sielecki]