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Uedemer SC II - SV Dinslaken III 4,0 : 4,0

Verbandsklasse am 15. November 2015

Rein DWZ-mäßig war die Ausgangslage für uns denkbar ungünstig. An allen Brettern standen die Karten klar gegen uns. Die günstigsten Erfolgsaussichten hatte unser Topscorer Stefan Gilles, - gerade mal 30%. Der Rest dagegen war jenseits von Hopfen und Malz. Insgesamt wäre eine 2:6-Niederlage für uns durchaus Standesgemäß. Und auch das etwas günstiger gewogene Stoppirakel sagte eine 3:5 Niederlage voraus. Aber wenn wir uns von den Zahlen herumkommandieren lassen, können wir nur untergehen. Und wir hatten schon zweimal erfolgreich dagegen verstoßen. Mal schauen, ob wir auch diesmal etwas zuwege bekommen könnten.

Und so machten wir uns heute früh bei bestem Schachwetter (grauer Himmel und Nieselregen) auf in die Moorlandschaften der anderen Rheinseite. Aber selbst das Tentakelmonster, das im alten Rheinarm bei Xanten haust, schaffte es nicht, unsere sichere Anreise zu verhindern. Die Gastgeber aus Uedem taten uns nicht den Gefallen, ersatzgeschwächt oder gar unvollständig anzutreten, aber sie hießen uns im Schützenheim St. Hubertus aufs Herzlichste willkommen, und schon konnte ein fairer, aber spannend ausgefochtener Mannschaftskampf seinen Lauf nehmen.

dieterollesch_2008.jpg?cs=ab31107d09b8d230dd55dea86c1ec92c314ce1ee6d40990d4606a7dfb9eb6aa3237bd5dd97992cecfb6568175df44bafad5ad3d5c9e08051dd6b0e5a42807ef8&derivate=usage%3DposterMannschaftschef Dieter war der erste, der seine Partie in den sicheren Remishafen überführen konnte. Er setzte für sein Remisangebot seinen treuesten Dackelblick auf, und setzte hinzu: "Schließlich möchte ich gerne heute früh weg, weil unsere 1. Mannschaft spielt heute ihr erstes (Zweit-)Bundesligaspiel" - siehe Bericht der 1. Mannschaft -. Sein Gegner am 2. Brett, Willem Zwikker, hatte ein Einsehen, und erklärte sich damit einverstanden. Wie die Analyse zeigte, war das Remis aber gerechtfertigt. ½:½

markuslengtat_september2013.jpg?cs=c45545e518202545c2953be7dd972169f6c86cbccc69d1ab4341e02a599e7c5da911f15c5252e9a5bf04f9ae13d9adb6c0386bbb166e0efb9384504d24144c8e&derivate=usage%3DposterIhm folgten sowohl Markus Lengtat an Brett 3 gegen Markus Hidding, ...



markusmuehlbacher_vbd_fs.jpg... als auch Markus Mühlbacher an Brett 7 gegen Alois Tack, mit jeweils demselben Ergebnis. Im Gegensatz zu Dieter verabschiedeten sich beide auch schnell in Richtung Hünxe, dem Austragungsort der eben erwähnten Zweitliga-Begegnung 1½:1½


dirkstoppacher_2010.jpg?cs=0273d0d79943e6220544548b5dc6b9d61acd844396195e95feaaa42188a6f2f03e60a571916cda39660d68352ed577c1efb5a66908cdc6e14bcd3946627523c4&derivate=usage%3DposterNun aber kam es an Brett 1 zur ersten Entscheidung. Dirk Stoppacher kam gut aus der Eröffnung, und konnte einen Bauern bei guter Stellung gewinnen. Der Gegner Hans-Joachim Brandenburg versuchte es mit einer Gegenkombination, und hatte sich bereits kompromittiert, als er feststellte, dass sein Plan an einer Verteidigungsresource scheiterte. Er stellte seinen Plan also um, und begann unter Einsatz von viel Bedenkzeit einen Husarenritt gegen Dirks König, der eine saubere Verteidigungsleistung abverlangte, die unser Spieler aber erbringen konnte. Schließlich war der Angriff abgewehrt, der Stellungsvorteil gesichert und der Gegner hatte in schwieriger Stellung nur noch eine Minute auf der Uhr, und gab deshalb folgerichtig auf. 2½:1½

thomasrauer_juni2013.jpg In den bisherigen Mannschaftskämpfen, die bislang alle für uns als Erfolg gerechnet werden können, haben wir samt und sonders nicht einen Punkt mehr gemacht, als unbedingt nötig. So auch an Brett 6, an dem Thomas Rauer auf Reiner Tillmann traf. Thomas, - der noch in der letzten Runde gegen Wesel eine völlig hoffnungslose Partie in einen vollen Punkt für uns umwandelte, und damit unseren Sieg ermöglichte -, war diesmal völlig chancenlos. Jetzt mußte auch er die Segel streichen. 2½:2½

dirkhoelscher_juni2013.jpgEine Beinaheentscheidung zu unseren Gunsten gab es an Brett 8. Hier traf Dirk Hölscher auf Gerd Aanstot, und erreichte eine durchaus hoffnungsvolle Stellung. In dieser Zeitphase aber kam es an mehreren Brettern zu einem Phänomen, das ich naturwissenschaftlich nicht erklären kann: Die Spieler des SV Dinslaken schwächelten reihenweise. Dirk machte einen unsauberen Zug, und seine Siegchancen waren dahin. Tatsächlich stand er jetzt sogar etwas unter Druck. Glücklicherweise bot der Gegner den Friedensschluss an, der auch dankbar angenommen wurde. 3:3

holgermay_januar2014_2.jpg?cs=bcfb025d55e261a06c8a14896872f13c9b3aee8433b7c8d5f7d30f79fc3a5ab212700de8f6be4a798aec760e8e609d806865b4164c4d955b681fb06420727cfa&derivate=usage%3DposterHolger May hatte in der bisherigen Saison noch keinen Erfolg vorzuweisen. Das lag weniger an seiner Anstrengung als daran, dass er bislang immer sehr starke Gegner abgekommen hat. Und heute schoss er an Brett 4 den Vogel ab. Sein Gegner Heinz Aldenhoven wies eine DWZ von weit über 2000 aus. Und er hatte außerdem reichlich Spielerfahrung aus der Regionalliga aufzuweisen. Keine gute Wahl, um das Ruder herumzureißen. Aber erstaunlicherweise hielt Holger gut mit. Etwa zum 30. Zug konnte er sich durchaus noch Hoffnungen auf die Punkteteilung machen. Leider kam es allerdings auch bei ihm zu dem eben erwähnten Phänomen: Ein blöder Zug, und alles war vorbei. 3:4

nopic.jpg?cs=0844bd9573a5793577505ffb3e53f3f0df1e58252b06b1f6a7497ce3ed21c425329d16acf673b0907359dc59909696f5f28df49145b0482b2e5ac291009d5d78&derivate=usage%3DposterWieder einmal hing es also an Stefan. Dabei sah seine Stellung sehr gut aus, und wir machten uns schon berechtigte Hoffnungen auf den vollen Punkt aus seiner Partie. Aber auch hier schlug das Schwächephasenphänomen zu. Ein unsauberer Zug, und der Gegner hatte auf einmal Gegenspiel. Nicht gut für den Adrenalinspiegel seiner Mannschaftskollegen. Glücklicherweise waren Stefans Gewinnchancen dadurch nicht völlig dahin. Er mußte eine trickreiche, gut versteckte und mutige Verteidigungsresource finden, etwas Material zurückgeben, und konnte dann doch den vollen Punkt einstreichen zum 4:4 Endstand.

Ein Ergebnis, mit dem wir vollauf zufrieden sind. Es hat keinen Sinn, den verlorenen Möglichkeiten an den Brettern 4 und 8 nachzutrauern. Wir haben mit dem Rücken zur Wand gespielt und uns gegen einen starken Gegner behauptet. Das Endergebnis hatte nichts mit Glück zu tun, sondern war völlig gerechtfertigt. Außerdem konnten wir wiederum Zählbares im Kampf gegen den Abstieg erobern. In der nächsten Runde geht es gegen den neuen Tabellenführer Velbert. Die Zahlen stehen vermutlich wieder gegen uns, aber unsere Mannschaft ist in ausreichend guter Form, um die Hoffnung nicht zu verlieren.

[Bericht: Dirk Stoppacher, Bilder: Archiv, Philipendula]