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SV Dinslaken III - SV Wesel II 4,5 : 3,5

Verbandsklasse am 18. Oktober 2015

Einer der unglaublichsten Mannschaftskämpfe, die ich je gesehen habe. Als ich kam, habe ich felsenfest mit einer 2:6-Niederlage gerechnet.


- Dirk S. hatte schon verloren, ...

dirkstoppacher_2010.jpg?cs=0273d0d79943e6220544548b5dc6b9d61acd844396195e95feaaa42188a6f2f03e60a571916cda39660d68352ed577c1efb5a66908cdc6e14bcd3946627523c4&derivate=usage%3DposterDirk Stoppacher schreibt zu seiner Partie an Brett 1 gegen Manuel Heirich: Heute hat bei mir gar nichts klappen wollen. Ich stehe schon mit dröhnenden Kopfschmerzen auf, habe dann auch noch Schwarz, der Gegner spielt meinen [IRONIEMODUS] Lieblingszug [/IRONIEMODUS], gerate in eine völlig blöde Stellung, mache einen Positionsfehler nach dem Anderen, und kann, nachdem meine Stellung einfach auseinandergebrochen ist, nicht mal meine eben erwähnten Kopfschmerzen  als Ausrede vorschieben: Dem Gegner ging es gesundheitlich mit einer waschechten Erkältung noch schlechter.

0:1

Weiter im Text:
..., - Markus L. nach ausgelassenem Figurengewinn einen Turm gegen 2 gegnerische Läufer,
- Holger ein Doppelturm-Endspiel mit Bauer weniger und einem gegnerischen Freibauern,
- Stefan Raumvorteil bei verschachtelter Stellung,
- Thomas Qualle und zwei Bauern weniger,
- Markus M. ein unklares Doppelturm-Endspiel, aber fast zwei Stunden weniger auf der Uhr,
- Dirk H. zwei Mehrbauern im Leichtfiguren-Endspiel,
- Detlef hatte einen glatten Turm weniger. Er hatte eine klar bessere Stellung taktisch weggeschenkt,

dirkhoelscher_juni2013.jpgDirk Hölscher hat dann schnell gegen Karl Trueson gewonnen, 1:1



Holger musste aufgeben, ...

holgermay_januar2014_2.jpg?cs=bcfb025d55e261a06c8a14896872f13c9b3aee8433b7c8d5f7d30f79fc3a5ab212700de8f6be4a798aec760e8e609d806865b4164c4d955b681fb06420727cfa&derivate=usage%3DposterHolger May schreibt zu seiner Partie an Brett 3 gegen Erwin Rudi: Ich muss es akzeptieren, nach einer Spielzeit von 3 Stunden ist bei (57 Jahre) mir die Luft raus. Bis zum 23 Zug eine ordentliche Partie. Der Erwin hat aber auch gut gespielt. Ich muss tiefer spielen, wo ich mit meinen 3 Stunden eine Stellung erspielen kann, die gewonnen ist


1:2

..., aber Wundersames passierte bei Thomas: irgendwie bekam er noch Schummelchancen aufs Brett, die bei knapper gegnerischen Bedenkzeit zu einem Turmgewinn führten.

Markus L. erhielt ein etwas erstaunliches Remisangebot, was er nicht ablehnen konnte. Sicherlich wäre es nicht einfach für den Gegner gewesen, seinen Vorteil in einen Sieg umzumünzen, doch versuchen kann man es ja eigentlich.

markuslengtat_september2013.jpg?cs=c45545e518202545c2953be7dd972169f6c86cbccc69d1ab4341e02a599e7c5da911f15c5252e9a5bf04f9ae13d9adb6c0386bbb166e0efb9384504d24144c8e&derivate=usage%3DposterMarkus Lengtat schreibt: In meiner Partie war viel mehr drin. Wollte schon 11. g4! ziehen. Wäre auch gut gewesen, aber hab mich nicht getraut. Danach trotzdem immer leichten Vorteil. 25. Sxa6! statt Sxe6? hätte mir sogar klaren Vorteil gebracht! So ist mein Gaul also in die falsche Richtung gehoppelt und aus +1 wurde dann mal eben -1 (._.) natürlich mit Gewinnstellung für den Gegner.

Nach 36. ... Td2 37.Kf2 Txe2 38.Kxe2 hat mein Gegner mir Remis angeboten, was der Computer bestätigt: 0,00
Am Ende wahrscheinlich noch ein glückliches Remis, aber hat ja gereicht (^_^)


1½:2½

nopic.jpg?cs=0844bd9573a5793577505ffb3e53f3f0df1e58252b06b1f6a7497ce3ed21c425329d16acf673b0907359dc59909696f5f28df49145b0482b2e5ac291009d5d78&derivate=usage%3DposterDetlef gab auf, so dass der Zwischenstand 1½:3½ war




Nun aber drehte sich das Blatt:

markusmuehlbacher_vbd_fs.jpgMarkus M. behielt bei knapper Zeit die Übersicht und konnte ein gewonnenes Turmendspiel erreichen, was er mit unter einer Minute Restbedenkzeit zum Matt führte, der Gegner hatte noch um die zwei Stunden auf der Uhr... 2½:3½



thomasrauer_juni2013.jpgAuch Thomas konnte sein Endspiel (Turm, Läufer und zwei Bauern gegen Turm und 4 Bauern) dank eines herrlichen
Manövers gewinnen, was zwischenzeitlich wegen der verbundenen Freibauern des Gegners am Damenflügel schwierig
aussah. Also 3½:3½.



Aber das absolute Drama war Stefans Partie: In weiterhin verschachtelter Stellung, in der für beide Seiten kein Fortkommen ersichtlich war, hatte er remis angeboten, was vom Gegner abgelehnt wurde. Der Bedenkzeit-Nachteil löste sich zum Glück irgendwann auf, und bei beiderseits wenig Restzeit (unter 15 Min.) ließ er ein Eindringen des gegnerischen Turms in
seine Stellung zu, gefolgt vom Abtausch der Läufer und Verlust von zwei Bauern. Dafür konnte Stefans König in die gegnerische Stellung eindringen, und Stefans Türme schufen zahlreiche Drohungen. in einem aberwitzigen Taktikgeplänkel mit diversen (eigentlich) spielentscheidenden Fehlern beiderseits ging Stefan mit einem Mehrturm hervor, und die Umsetzung bereitete keine Probleme mehr.

nopic.jpg?cs=0844bd9573a5793577505ffb3e53f3f0df1e58252b06b1f6a7497ce3ed21c425329d16acf673b0907359dc59909696f5f28df49145b0482b2e5ac291009d5d78&derivate=usage%3DposterStefan Gilles schreibt zu seiner Partie an Brett 4 gegen Stefan Christen: Mein Endspiel (noch mit beiden Türmen und dem Läufer aufm Brett) war eigentlich sehr remisig ... mit leichten Vorteilen beim Gegner. Allerdings war Stefan Christen wohl klar, daß Gewinnversuche ein zweischneidiges Schwert bedeuten. Ich hatte ihm ja Remis angeboten - aber er wollte nicht. Vielleicht hat er auf seinen Zeitvorteil gehofft (40 : 20 Min. Restbedenkzeit). Dann hat ersich plötzlich viiiiiiiiiiel Zeit gelassen und lag irgendwann stattdessen weit hinten mit der Zeit. Da hab ich dann etwas aggressiver gespielt ... nicht mehr einfach verteidigt, sondern einen Gegenangriff gestartet. Das kostete mich zwei Bauern, aber gut investiert. Dadurch drang ich mit meinem König und beiden Türmen in seine Stellung ein, und habe mir dann doch ordentliche Chancen ausgerechnet. Zuletzt hatte der Gegner nur zwei Minuten auf der Uhr und musste blitzen - hab ich dann auch getan (Rest 14 Min) -. Bis kurz vor Schluss war das wohl Okay, aber dann habe ich durch eine Unsauberkeit noch einen zweizügigen Turmgewinn ausgelassen, den ich schon sicher hatte, aber der Gegner gibt mir den Turm trotzdem.
Nunja, das Endspiel mit dem Mehrturm war dann leicht gewonnen.


4½:3½!!!

Vor dem Kampf wurden übrigens verschiedene Prognosen abgegeben:


1. Holger May am 06. Oktober 2015: Das wird der entscheidene Kampf bezüglich des Abstiegskampfes werden

Wir werden mal gegen Saisonende schauen, welchen Stellenwert dieser heutige Kampf haben wird.
Bislang können wir festhalten: Da ist was dran.


2. Dirk Stoppacher am 09. Oktober 2015: Ergebnisprognose: 5:3 oder 4½:3½ für Dinslaken
(verbunden mit einer komplizierten und sinnverwirrenden Berechnungstabelle)

Diese Vorhersage kann ganz klar als erfüllt betrachtet werden.


3. Frank Hamann am 09. Oktober 2015: Problematisch werden wohl die Bretter 5-7, hier gibt es schon deutliche Vorteile für Wesel. Oben müssen wohl die Punkte her!!

Da war wohl nichts dran :-(. Gerade die Bretter 4-7 gingen glatt an uns. Von oben kam gerade mal ein halbes Pünktchen, das Markus Lengtat beisteuerte. Man muß allerdings dazu sagen, dass wir mit Wesel in bester anzunehmender Aufstellung kalkuliert haben.


[Bericht: Frank Hamann, Redaktion: Dirk Stoppacher, Portraits: Archiv]