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SV Dinslaken II - Düsseldorfer SV I 4,5:3,5

Verbandsliga, Runde 9 am 24. April 2016


Diesmal war es ein schwerer Kampf, die Mannschaft zusammenzubekommen.
Andreas hatte sich mittlerweile in der ersten Mannschaft festgespielt - schön, dass er uns überhaupt so lange zur Verfügung stand. Martin fällt leider langfristig aus. Jörg befand sich aufgrund einer Familienfeier außerhalb von NRW, Konstantin hat immer noch sein Auslandssemester in Dänemark, Matthias, Timo und Andre waren für MF Norbert nicht oder nur schwer erreichbar. Dazu kam, dass Frank seine Schicht nicht los wurde. Glücklicherweise konnte uns die 3. Mannschaft noch Dirk und Stefan zur Verfügung stellen.

Frank Hamann mußte erst um 13.00 Uhr auf der Mittagsschicht sein. Wir entschieden also, ihn bis dahin spielen zu lassen, in dem Versuch, in der Zeit ein schnelles Remis zu erwirken. An Brett 5 hatte er es mit Friedrich-Karl Hebeker zu tun. Dieser vertiefte sich an manchen Zügen tief in seine Stellung, die Partie schritt also langsam voran, was unserem Vorhaben entgegenwirkte. Frank versuchte es dennoch mit einem Remisangebot, und war erleichtert, als dieses angenommen wurde. ½:½

An Brett 6 hatte es Roland Drescher mit Felix Buchkremer zu tun. Dieser hatte vor einigen Jahren in der Regionalliga mit dem Berichterstatter "den Fußboden aufgewischt" und wurde in der Folge Topscorer der Liga. Das ist aber kein Bedrohungsszenario für Roland. Er spielte in aller Ruhe seinen Streifen runter, umfuhr einige kritische Situationen und hielt den Gegner mit gesundem Gegenspiel ausreichend auf Distanz. 1:1

Jetzt kam es zu einer Vorentscheidung. Kai Waldmann traf an Brett 3 auf Frank Hammes. Die Eröffnung war gerade vorbei, da übersah der Gegner einen taktischen Kniff, der ihm nur die Wahl zwischen Dame oder König behalten ließ. Stattdessen gab er lieber auf. 2:1

Dirk Stoppacher war an Brett 7 gegen Martin Zilkens wie üblich schlecht aus der Eröffnung gekommen. Er stand unter Druck, und löste diesen durch Materialabtausch im Zentrum auf. Es entstand ein Endspiel mit je 2 Türmen, gleichfarbigem Läufer, sowie gegnerischen a- und b-Bauern gegen eigene a- und d-Bauern. Der d-Bauer war zwar isoliert, aber auch ein Freibauer, insofern war Dirk nicht ganz ohne Kompensation. Nachdem Dirk einen konkreten Angriff gegen die Bauern überstanden hatte, bot er frech ein Remis an, das angenommen wurde. 2½:1½

Stefan Gilles focht an Brett 8 einen positionellen Kampf mit Erwin Bilgen aus. An einer Stelle, vermutet Stefan in der Analyse, wäre mehr drin gewesen, aber in der praktischen Partie fand er keine zwingende Lösung. Und so kam es zur Stellungsvereinfachung. Zwar wurde sein c-Bauer im Verlaufe des Gefechts isoliert, aber es war nicht zu sehen, wie der Gegner daraus Vorteil schlagen konnte. Insofern ist die Punkteteilung gerechtfertigt. 3:2

Die übrigen Partien zogen sich noch etwas hin, und endeten etwa zur Zeitkontrolle.

Philip Brockhaus galt an Brett 1 gegen Ralph Wilczek mit einem Rückstand von 160 DWZ-Punkten nicht als Partiefavorit. Es sei ihm also verziehen, wenn er nicht auf Sieg spielte. Nach Abtausch der meisten Figuren blieb dem Gegner nur eine Möglichkeit, in Philips Stellung einzudringen: Abtausch des Springers gegen Philips Läufer. Aber der verbleibende Läufer des Gegners hatte die falsche Farbe, um gegen Philips Bauern vorzugehen. Damit war kein sinnvoller Gewinnplan mehr realisierbar. 3½:2½

Danny Franke hatte an Brett 2 gegen Peter Juziak etwas Druckspiel erzeugt. Aber sein Läufer stand problematisch auf der Diagonalen h2-b8. Er hatte immer nur jeweils ein Feld. Dort konnte der Gegner ihn angreifen, dafür aber ein anderes Fluchtfeld freigeben. Der Gegner überlegte noch, ob er diese Situation vorteilhaft auflösen könne. Darüber schwand jedoch sein Zeitvorteil dahin, so dass er schließlich die dreifache Stellungswiederholung herbeiführte. 4:3

Norbert Raygrotzki hatte gegen Arne Dörnbrack einen gesunden Mehrbauern erspielt, und als Sahnehäubchen noch das Läuferpaar gegen Läufer und Springer. Aber eine Unsauberkeit reichte, und der Mehrbauer war verschwunden. Übrig blieb ein Endspiel mit leichtem Vorteil, der aber nicht zum Gewinn ausreichte. Norbert versuchte sich noch ein Weilchen darin, Wasser aus Stein zu schlagen, aber als feststand, dass sein halber Punkt zum Mannschaftssieg ausreichte, dauerte die Partie nur noch Augenblicke.


Fazit: Ein knapper Sieg, der uns den Aufstieg in die Regionalliga sichert. Romantischerweise konnte jeder der Spieler der heutigen Mannschaft einen Beitrag leisten. Wie sich herausstellte, war dies auch absolut notwendig. Aufgrund der Tabellensituation hätten wir nicht auf einen halben Brettpunkt verzichten dürfen, oder Meiderich wäre noch an uns vorbeigezogen. In der neuen Liga deutet sich eine interessante Situation an: Unser Bezirksnachbar Kamp-Lintfort schickt sich an, die Klasse zu halten, und in der Nachbarverbandsliga konnte unser Bezirksnachbar SV Wesel ebenfalls den Aufstieg bewerkstelligen.

[Bericht: Dirk Stoppacher]