Stats

ImpressumSitemapKontakt

SG Meiderich/Ruhrort I - Dinslaken II 2,0 : 6,0

Verbandsliga, Runde 7 am 6. März 2016



Am Sonntag kam es zum vielleicht vorentscheidenden Kampf in der Verbandsliga. Der Tabellenführer traf auf den direkten Verfolger, schwerer geht es eigentlich nicht. Unser Duisburger Kontrahent, selber erst in die Verbandsliga aufgestiegen, hat bisher eine bemerkenswerte Saison gespielt, ausgerechnet gegen den Tabellenletzten aus Uedem wurde die einzige Niederlage eingefahren, ansonsten wurden nur Siege und ein Unentschieden erzielt. Meiderich/Ruhrort zehrt vermutlich im Wesentlichen von der Kompaktheit der Mannschaft, die auch praktisch immer in Bestbesetzung antritt. Auf unserer Seite gleicht die Saison bisher ein wenig einer Achterbahnfahrt, gute und weniger gute Leistungen wechseln sich ab. Am Sonntag stand uns eine ordentliche, aber sicher nicht bestmögliche Aufstellung zur Verfügung.

Es war dann aber nicht einer unserer Leistungsträger, sondern ausgerechnet Ersatzmann Hans-Dieter Ollesch, der schon nach wenigen Minuten für erste Beruhigung unserer Nerven sorgte: Ausgangs der Eröffnung unterlief seinem Gegner Andreas Sauer ein (allerdings mehrzügiger) "unforced error", der den Verlust einer Figur zur Folge hatte. Da danach auch alle Schwerfiguren abgetauscht wurden, und der Gegner aller Möglichkeiten, das Steuer herumzureißen beraubt wurde, führten wir nach einer guten Stunde mit 1:0.

Danny Frankes Gegner Werner Zielinski geriet an Brett 5 nach wenigen Zügen ebenfalls in eine schwierige Lage. Diese zwang ihn dazu, über eine Stunde Bedenkzeit zu investieren, und auch Norbert kam im frühen Mittelspiel zu einem kompensationslosen Bauerngewinn.
Außerdem standen wir in keiner Partie schlechter, langsam durften wir optimistisch werden.

Jörg Riekenbrauk stand an Brett 4 nach der Eröffnung gegen Wilfried Haverkamp etwas gedrückt, aber fest; das Läuferpaar auf seiner Seite konnte noch einmal wichtig werden. Mit fortschreitender Zeit und nach vielen Abtäuschen entstand ein Leichtfigurenendspiel, das optisch erst etwas schlechter wirkte, aber dieser Eindruck verflüchtigte sich schnell, Remis wurde vereinbart: 1½:½

Dannys Gegner konnte seine Eröffnungsprobleme nur leidlich lösen, Danny hatte zwar zwei Mehrbauern, diese bestanden aber in einem Tripelbauern. Wichtiger war da der freie c-Bauer, sowie die hochgradige Zeitnot des Gegners, die ihn daran hinderten, eine vernünftige Verteidigung zu finden: das Matt kam vor der Zeitüberschreitung, 2½:½

Philip Brockhaus' Partie an Brett 3 verlief lange in ruhigen Bahnen, aber auch sein Gegenüber Hans Leers-Fischer hatte irgendwann kaum noch Reserven auf der Uhr: ein unnötiger Läuferzug ließ eine Kombination zu, die Philip zwei Bauern einbrachte. In horrender Zeitnot stellte der Gegner noch mehr Material ein- 3½:½.

Andreas Walter hatte an Brett 1 in der Eröffnung eine Gelegenheit zu grossem Vorteil ausgelassen, danach seine Partie gegen  Alexander Schmidt konsequent ruhig angelegt, so dass ein Läuferendspiel (gleichfarbig) entstand, in dem keine Seite irgendwelche Fortschritte erzielen konnte, also Remis - 4:1.

Damit war die Zeitkontrolle erreicht, Spannung kam aber keine mehr auf: Mathias Mroczek hatte an Brett 2  eine Qualität und einen Bauern mehr, aber der Gegner Dirk Visser hatte noch ein paar "Fuddelchancen". Frank Hamann hatte gegen Jörg Trapp lange geringen Vorteil, aber durch zu passives Spiel ein schlechteres, vielleicht noch haltbares Endspiel auf dem 7. Brett, und ...

... Norbert Raygrotzki hatte gegen Thomas Meinert an Brett 6 den frühen Mehrbauern bis ins Endspiel konserviert, dann die Qualität gegeben, um mit vom Läufer unterstützten, verbundenen Freibauern in Richtung Grundlinie zu marschieren. Dieser Plan ging auch bald auf, der gegnerische Turm war alleine überfordert, der König zu weit weg- 5:1.

Auch die beiden letzten Partie endeten dann bald, Beide mit einer Punkteteilung: Mathias gab irgendwann die Mehrqualität zurück, erhielt dafür einen zweiten Mehrbauern, doch leider gelang es der gegnerischen Dame, in Mathias Stellung einzudringen: Dauerschach oder Rückgabe der Mehrbauern drohten, das Unentschieden war folgerichtig. 5½:1½

Auch Frank konnte dann einen halben Zähler ergattern, nachdem er ein, zwei bange Augenblicke überstehen musste, dann aber seinen Turm aktivieren konnte mit ausreichendem Gegenspiel- 6:2.

Tja, damit sind wir Tabellenführer, und könnten mit zwei Siegen (eventuell auch einem Sieg und einem Unentschieden) tatsächlich in die Regionalliga aufsteigen (Anmerkung des Verfassers: was habe ich da zu suchen??).

Davor stehen aber noch zwei schwere Spiele gegen Hilden (die uns letztes Jahr ordentlich den Hintern versohlt haben) und den Düsseldorfer SV, beides Mannschaften, die in dieser extrem ausgeglichenen Liga durchaus auch ganz oben stehen könnten. Zumindestens der Klassenerhalt ist damit gesichert, das ist ja schon mal etwas...


[Bericht: Frank Hamann]