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SV Dinslaken IV - Viktoria Alpen I 2,0 : 6,0

Bezirksklasse, Runde 2 am 9. November 2014

Diesmal war die Mannschaftsaufstellung ein Fall für die Drahtseilnerven. Von allen Seiten hagelte es Absagen. Schließlich wäre ich zufrieden gewesen, wenn wir sogar nur zu sechst angetreten wären. Erschwerend kam noch hinzu, dass zeitgleich die 2. Mannschaft ebenfalls ein Heimspiel hatte, eine Situation, die wir gerne vermieden hätten. Bei den Gegnern fragten wir nach einem Ausweichtermin an, aber diese konnten nur in der Folgewoche, in der wir aber sowohl dieselbe Aufstellungsproblematik als auch dieselbe Heimkampfsituation gehabt hätten. Zwar boten die Gegner uns auch ihr eigenes Vereinsheim als alternativen Spielort an, aber da die Mannschaft viele Jugendspieler hat, und mir auch mein eigenes Auto nicht mehr zur Verfügung steht, wäre die Transportsituation nicht ganz einfach gewesen. Wir verzichteten also auf die Verlegung. Aber plötzlich war Peter aus dem Krankenhaus wieder da, und spielbereit. Außerdem stand Matthias nach einiger Überredung zur Verfügung, der sich an dem Wochenende lieber zurückgehalten hätte. Also wider Erwarten vollständige Mannschaft.


lotharkoch_september2013.jpgLothar Koch hat an Brett 4 ausgangs der Eröffnung eine solide, vielleicht gar aussichtsreiche Stellung erreicht. Vielleicht mit etwas Respekt vor dem in der Blüte seiner Kraft stehenden Gegner Matthias Buhren einigte er sich mit diesem auf ein frühes Remis. Da zu diesem Zeitpunkt noch nichts feststand, ging das Remis in Ordnung. ½:½

peterausdermark_september2013.jpgPeter aus der Mark hatte an Brett 7 wohl einfach einen gebrauchten Tag erwischt. Jedenfalls lief gegen seinen Gegner Ivo Sarcevic überhaupt nichts rund, und er gab logischerweise den Punkt ab. ½:1½



annkathrinkempa_juni2014.jpgAnnkathrin Kempa blieb an Brett 8 gegen den Wiedereinsteiger Siegfried Kees völlig chancenlos. Zwar eröffnete dieser mit einer obskuren Variante, aber man braucht schon eine gewisse Turnierhärte, um diese zu widerlegen. Annkathrin schlug sich zwar tapfer, aber es fehlte spürbar die Spielerfahrung. ½:2½

dirkstoppacher_2010.jpgIn meiner eigenen Partie an Brett 1 gegen Peter Winkel fehlte mir der Durchblick. An welcher Stelle war ich vom geraden Weg abgewichen? Erst eine gemeinsame Analyse mit unserem Spitzenspieler IM Christof Sielecki brachte es zu Tage: Der gegnerische Springer stand auf c4 einfach zu mächtig. Statt mit meinem eigenen Rappen über g4 einen Gegenangriff zu starten, hätte ich lieber über d7 und b6 damit opponieren sollen. In der Folge hätte ich mindestens ausgeglichen gestanden, und der Gegner hätte nach Fußangeln Ausschau halten müssen. Fazit: Hier wäre mehr drin gewesen. ½:3½

hanspetermueller_september2013.jpgHans-Peter Müller kam an Brett 3 gegen Alexander Buhren bereits gut aus der Eröffnung, hinterher patzte der Gegner in schwieriger Lage, und dann war es schnell vorbei. Souveräner Sieg. 1½:3½



matthiashorstkampf_oktober2013.jpgMatthias Horstkamp hatte an Brett 5 gegen Sascha Voetee im 34. Zug folgende, in fußballerische Fachausdrücke gekleidete Situation: Zunächst legt er den Ball einfach auf die Torlinie des Gegners, - bislang die beste Leistung von Matthias in einer Turnierpartie -. Ein kleiner Stups reicht für das Entscheidungstor. Statt dem Ball aber den Stups zu geben, zieht er sich erstmal zum Elfmeterpunkt zurück, um von dort aus die Lage zu begutachten. Der Gegner holt natürlich den Ball aus der brenzligen Lage, und startet seinen Konter, der natürlich erfolgreich ist. Ach Gott, ich hasse Fußball!! Kann es mir Einer verdenken? 1½:4½

lennartbrockhaus_juni2014.jpgBei Lennart Brockhaus an Brett 2 war ebenfalls mehr drin, aber gegen Christoph Monien ließ Lennart bei guter Stellung und entscheidungsfähigem Materialvorteil Gegenspiel zu. Der Gegner entkam unnötigerweise ins Dauerschach. 2:5



svenschwarz_urlaub2013.jpgSven Schwarz kannte die "verbotene Variante" immer noch nicht, die sein Gegner Thomas Ridder aufs 6. Brett brachte. Folgerichtigerweise erhielt Sven hier nicht die Stellung mit bequemem Vorteil, die er hätte erzwingen können, sondern geriet ins Unterholz. Er verlor in unübersichtlicher Stellung zunächst die Leichtfigur, hinterher noch die Qualität, und damit war dann kein Staat mehr zu machen. Er verlor schließlich in völlig aussichtsloser Stellung auf Zeit. 2:6

Fazit: Insbesondere an den Brettern 1, 2 und 5 wären die benötigten Punkte drin gewesen. Wie bereits im Kampf gegen Spellen deutlich wurde: Spielerisch brauchen wir uns in der Liga nicht zu verstecken, aber wir müssen an unserer Chancenverwertung arbeiten.

[Bericht: Dirk Stoppacher, Fotos: Archiv]