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SV Dinslaken III - SCF Hünxe I 4,0 : 4,0

Bezirksliga, Runde 7 am 22. März 2015

Im letzten Spiel kam bei bereits feststehendem 1. Ligaplatz vieles anders als gedacht. Aufgrund des gleichzeitigen Heimspiels unserer 1. Mannschaft gegen Oberligist SF Lieme stellte uns die Gegnermannschaft ihre eigenen Räumlichkeiten als Austragungsort zur Verfügung. Dafür an dieser Stelle herzlichen Dank.

Zunächst zur Partie von Holger May gegen Günter Amerkamp an Brett 2: Holger stand solide und entschloss sich dann, seinen Königsspringer auf dem Damenflügel zu positionieren. Den Königsangriff von schwarz mit Dame und Springer nach abgetauschtem Fianchettoläufer hat er krass unterschätzt und verlor prompt die Qualität. Völlig frustriert gaubte er dann wohl, auf der freien Turmlinie ein Matt zu kassieren und gab die Partie auf, zu meiner totalen Überraschung. 0:1

Markus Lengtat hatte seinen Gegner Ulrich Mitschke an Brett 3 voll im Sack, machte diesen jedoch nicht zu. Der gegnerische König musste quer über's Brett wandern, stand jedoch plötzlich sicher, so dass jetzt eigentlich nur noch Uli den Sack zumachen musste. Dieser fand jedoch stattdessen noch eine Möglichkeit, sich quasi selbst matt zu setzen. 1:1

Stefan Gilles spielte an Brett 4 solide wie immer, erhöhte den Angriffsdruck stetig und gewann seine schöne Partie gegen Ulrich Lordick klar. 2:1

Auch Markus Mühlbacher spielte wie immer; solider Aufbau mit schwarz, gegen soliden, ängstlichen Aufbau mit weiß von Thomas Mitschke. Entsprechend diesem "Nichtangriffspakt" endete die Partie an Brett 5 vorhersehbar remis. 2½:1½

Thomas Rauer spielte an Brett 6 wie immer einen mutigen Angriff mit offener h-Linie, verzichtete auf die Rochade und zerstörte nach einem Abtausch Turm gegen Läufer die Abwehrstellung von Marvin Kohlmann. Ein sehr schöner Sieg unseres Topscorers! 3½:1½

Franz Bredendick stand an Brett 7 eigentlich nach der Eröffnung klar besser und fand dann plötzlich nicht den Mut, seinen Angriff am Damenflügel durchzudrücken. So konnte Erich Klaeden einen Gegenangriff am Königsflügel starten und letztendlich erfolgreich abschließen. Vor ein paar Jahren wäre ihm das sicher nicht passiert. 3½:2½

Lennart Brockhaus hatte es an Brett 8 mit dem uns unbekannten Martin Hildebrand zu tun und spielte überlegt und solide. Es gelang ihm, einen gedeckten Freibauer auf der 6. Linie zu installieren, danach schien für mich der Ausgang eigentlich klar. Leider erkannte Lennart zu spät, dass er dem Gegner die Möglichkeit zu einem Dauerschach mit der Dame eingeräumt hatte. 4:3

In meiner eigenen Partie war eigentlich lange Zeit nichts los, Standardtheorieabfolge nach e4 - e5. Mir reichte ein remis mit schwarz gegen Martin ten Huf mit seinen mehr als 2000 DWZ-Punkten und danach sah es auch lange Zeit aus. Blöderweise spielte ich eine Abwicklung falsch herum und rutschte nach einem für mich sonst positionell günstigen Damenabtausch in einen schlechten Tausch. In der Folge verlor ich den c-Bauer und fand mich in einem Endspiel mit jeweils einem Springer, sowie 2 gegen 2 Bauern auf dem Damenflügel und 2 gegen 2 Bauern bei zusätzlichem Doppelbauern für weiß auf dem Königsflügel. Eigentlich nach wie vor remis. Nun aber hieß es Züge rechnen und das fiel mir nach 5 Stunden zunehmend schwerer. So habe ich dann auch eine klare Möglichkeit zum Sieg nicht gesehen und musste zulassen, dass er einen Bauer einen Zug vor mir zur Dame umwandeln konnte. Dennoch hätten wir sicher noch 20-30 Züge bis zu seinem Sieg weiter spielen müssen und dazu hatte ich nach 5,5 Stunden und 60 Zügen einfach keine Lust mehr.

So endete der Kampf 4:4. Wir sind als Tabellenerster in die Verbandsklasse aufgestiegen und haben damit geschafft, womit sich vor Jahren unsere damals eigentlich recht starke 1.Mannschafft immer wieder schwer getan hat. Danke an alle Mitstreiter, insbesondere auch für die Harmonie in der Mannschaft. Jetzt brauchen wir zum Klassenerhalt in der Verbandsklasse nur ein wenig Glück bei der Auslosung.

[Bericht: Dieter Ollesch]