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21.09.2014, Verbandsliga Runde 1: SV Dinslaken II - SV Hilden I 2,5 : 5,5


Der erste Mannschaftskampf in dieser Saison führte den starken Aufsteiger aus Hilden in unsere Gefilde. Hilden hat jahrelang Verbandsliga und auch schon höher gespielt, mußte aber auch personelle Verluste hinnehmen und ist zuletzt mehrfach knapp am Aufstieg gescheitert. Für uns ging es um einen erfolgreichen Auftakt (was auch sonst?), und eigentlich haben wir auch auf zwei Mannschaftspunkte spekuliert. Wir konnten mit den ersten acht Brettern antreten, Hilden, welches sich vorher nach der Möglichkeit einer Verlegung erkundigt hat, - der wir aufgrund eigener Ausfälle nicht zustimmen konnten -, musste auf Brett 1 und 8 verzichten.

Aus der Eröffmumg heraus brauchten wir uns keine Sorgen zu machen, Timo Volkmann an Brett 3 stand mit Schwarz schnell vorteilhaft, sein Gegner brachte zwar einen Bauern bis nach g7, dieser war mittelfristig jedoch verloren.

nopic.jpgRelativ zügig endete die Partie an Brett 7: Roland Drescher konnte zwei Figuren für einen Turm gewinnen, dabei geriet ein Springer jedoch ins Abseits und drohte verloren zu gehen. Einzige Lösung war die Rückgabe beider Figuren für Turm und Bauer, jedoch entstand forciert ein Turmendspiel mit 4 gegen 3 Bauern an einem Flügel, wobei der Mehrbauer auch noch ein Doppelbauer war. Roland versuchte noch einige Züge lang, etwas zu erreichen, doch musste er bald darauf in die Punkteteilung einwilligen. ½:½

norbertraygrotzki_september2013.jpgNorbert Raygrotzki an Brett 8 konnte früh großen Raumvorteil erlangen, und seine Stellung sukzessiv verbessern, ohne dass sein Gegner Gegenspiel hatte. Ein Bauernopfer im Zentrum, gefolgt vom Vormarsch des f-Bauern entschied dann diese Partie zu unseren Gunsten: der Gegner musste die Dame für den Turm geben, und auch danach hätte er das baldige Matt nicht vermeiden können. 1½:½

Also knappe Führung für unsere Farben, und zu diesem Zeitpunkt konnten wir wirklich optimistisch sein: Timo Volkmann hatte mittlerweile einen Mehrbauern, nur sein König stand etwas ungünstig, aber konkret schien da nichts zu passieren. Jörg Riekenbrauk hatte bequemes Spiel mit Läuferpaar und Raumvorteil, Philip Brockhaus stand sehr angenehm, Kai Waldmann schien die gegnerische Bauernexpansion am Königsflügel mit dem Marsch des Königs ins Zentrum abgewehrt zu haben, Danny Frankes Stellung war sehr dynamisch, nur hatte er massiven Bedenkzeitnachteil. Ralf Gräber stand aus der Eröffnung heraus sehr passiv, aber noch stabil.

dannyfranke_august2012.jpgEine Stunde später hatte sich jedoch die Situation völlig verändert, leider zu unseren Ungunsten: Danny Franke an Brett 2 konnte in hochgradiger Zeitnot seine Stellung nicht mehr halten, verlor einen Bauern und konnte die vorpreschenden gegnerischen Bauern am Königsflügel nicht mehr stoppen, der Ausgleich: 1½:1½.

ralfgraeber_oktober2009.jpgAuch Ralf Gräber an Brett 1 konnte nur wehrlos zusehen, wie sein Gegner den Druck auf die Stellung erhöhte, so dass Ralf notgedrungen die Königsstellung öffnen musste, was ihm zum Verhängnis wurde- 1½:2½.



philipbrockhaus_oktober2013.jpgLeider unterschätzte Philip Brockhaus an Brett 5 die Zentrumsöffnung seines Gegners, verlor zwei Bauern und verblieb in einem hoffnungslosen Endspiel, so dass auch er kurz darauf aufgeben musste. 1½:3½.



Damit war der Kampf eigentlich auch schon gelaufen, da Kai Waldmann an Brett 6 ein Eindringen der gegnerischen Dame erlauben musste, wodurch nach Abtausch der Damen ein Bauer auf der zweiten Reihe entstand. Der schien erstmal ungefährlich und schnell gewinnbar, jedoch hat der Gegner mit einigen ganz starken Zügen Kai dermassen lähmen können, dass Kai einen ganzen Turm gegen den h-Bauern geben musste. Er erhoffte sich noch Schwindelchancen mit dem eigenen Bauern auf a7...

joergriekenbrauk_juli2011.jpgJörg Riekenbrauk an Brett 4 konnte noch einmal verkürzen: nach einem Bauerndurchbruch entstand ein Endspiel, das Jörg dank des entfernten Freibauern gewinnen konnte, welcher nur mit Figurenhergabe des Gegners zu stoppen gewesen wäre. Die technische Umsetzung ließ sich der Gegner zurecht nicht mehr zeigen. 2½:3½.

nopic.jpgTimo Volkmanns Stellung an Brett 3 verschlechterte sich beim Übergang zum Endspiel, er musste den Mehrbauern wieder abgeben bei schlechter Stellung, dazu kam jetzt auch noch eine horrende Zeitnot, so das auch diese lange Zeit bessere Stellung leider zu unseren Ungunsten endete: 2½:4½.

kaiwaldmann_oktober2012.jpgKurz darauf gab auch Kai seine Bemühungen auf, als sein Kontrahent die letzten Probleme beseitigen konnte. 2½:5½.



Tja, also ein klassischer Fehlstart. Auch wenn es dann doch erschreckend deutlich wurde, ein letztendlich nicht unverdienter Sieg für unsere Gäste, die einfach weniger Fehler gemacht haben. Mehr war definitiv für uns möglich, bleibt nur zu wünschen, dass wir uns beim nächsten Spiel besser schlagen...

[Bericht: Frank Hamann, Fotos: Archiv]