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Dinslaken I nach nach dramatischem Finale in Plettenberg wieder im Aufstiegsrennen

Oberliga, Runde 7 am 1. März 2015: SVG Plettenberg I - SV Dinslaken I  3,5 : 4,5


"An manchen Tagen hat man kein Glück... und dann kommt auch noch Pech dazu". Eine bekannte Fussballweisheit. Wenn wir diesen Spruch auf unser Match in Plettenberg übertragen wollten, käme so etwas raus wie "An manchen Tagen hat man Glück... und manchmal sogar unverschämtes Glück!".

Doch der Reihe nach: Vor dem Spiel stand Plettenberg bei 8-4 und wir bei 7-5 Punkten. Also ganz klar ein richtungsweisendes Match. Der Sieger kann sich noch Hoffnungen nach oben machen, der Verlierer muss eher noch um den Klassenerhalt bangen. Beide Mannschaften hatten einen Ersatzspieler aus der jeweiligen zweiten Mannschaft an Bord.Bei uns sprang Danny Franke für Rainer Ossig ein und gab damit sein Oberligadebüt.

Die erste Bestandsaufnahme nach rund 2 Stunden war recht ausgeglichen - ein enges Match deutete sich bereits an. Wir hatten gute Stellungen in den Partien an Brettern 5-7, aber grosse Probleme an Brett 8. Vorne sah es in den Schwarzpartien etwas passiv aus
(Bretter 2 und 4), während unsere beiden Weißspieler an 1 und 3 nichts besonderes hatten. Diese Partien gingen dann auch als erste mit Remis zuende zum Zwischenstand von 1:1. In beiden Partien zwischen

guidokern_april2013_2.jpg?cs=137427a31b5d059de337e19fdac0ec43f5a8432ad00e16ff6a05bb8a9e9e15d16be0c051700f833117363a9d05a74d0ae77250bfbed1138bb5107adeab982c4c&derivate=usage%3DposterIM Guido Kern und IM Hans Klip bzw.


christofsielecki_april2013_2.jpg?cs=f72c34fb5f08185c0c4f9dfd0e66aa54a9647020633986f22f5b439fa76d5cd98aaeeed0e312019cefa4a6133d88c4e43fc009ae3dff8c65f308c95e406c762e&derivate=usage%3DposterIM Christof Sielecki und IM Thorsten Haub wurde übrigens die zunehmened populärere Holländische Verteidigung gespielt - und beide Male hatte Schwarz wenig Schwierigkeiten.


dannyfranke_august2012.jpg?cs=ae8b797693cde3616c8eb0378dc90d9a3d131cba62e2ca61deaae92b93ec309de6a18a6e3493b9f9b49ef6d04ec8719e1acf4693ebf8369cba19c5298663c1ae&derivate=usage%3DposterWenig später dann eine gute Nachricht für uns. An Brett 8 erhielt Danny Franke ein Remisangebot seines Gegners Manfred Nölke. Danny hatte mittlerweile nur noch eine etwas schlechtere Stellung, aber das Angebot kam überraschend und wurde gerne angenommen. Somit 1,5-1,5.


Mittlerweile hatte sich Johannes Mundorf gegen Max Bouaraba aus den anfänglichen Problemen gekämpft und hatte sogar die bessere Stellung, während sich Bernhard Stillgers Eröffnungsvorteil verflüchtigt hatte. Andreas Walter baute seine gute Position weiter aus und stand sehr angenehm gegen Heinrich Gutheil, ebenso wie Konstantin Cebulla gegen Thomas Kuhnen. An den unteren Brettern konnte man also optimistisch sein. Unterdessen kam IM Thomas Trella unter immer grösseren Druck durch seinen Gegner IM Jeroen Bosch, der einigen sicher als Verfasser der SOS-Eröffnungsbücher bekannt sein dürfte.

andreaswalter_januar2014.jpgNach der Zeitkontrolle konnten wir dann in Führung gehen! Andreas Walter konnte einen wichtigen Sieg verbuchen, der insgesamt überzeugend erspielt war.


johannesmundorf_april2013.jpg?cs=e24988ac7c6a47820bf68ea3f326038a7259e27ed9677992cf54b6510f4c05d0053e4a01fe17856a63919d670d64904a30f2057af7aa2e4602ab383678c4365b&derivate=usage%3DposterEtwas später ging dann Johannes Mundorfs Partie Remis aus. Hier war vielleicht mehr drin, aber wir blieben zumindest in Führung mit 3-2.


bernhardstillger_september2013.jpgEs liefen also noch 3 Partien. FM Bernhard Stillger musste sich mittlerweile gegen Marc Schulze eher verteidigen, aber insgesamt war hier Remis das klar wahrscheinlichste Ergebnis.


Dafür wandelten leider Konstantin Cebulla und Thomas Trella am Abgrund. Thomas konnte immer noch auf ein Dauerschach hoffen, ...

konstantincebulla_april2013.jpg?cs=dfe6ba5f04f94b21eeadc2c1d25e66c1f8f730bc6495e0da3db0152718cfd669f1020f65d826fb9f94b005d03ffc4563346950152b858f32aa48b405b6fffeae&derivate=usage%3Dposter... aber Konstantin war nach Problemen unter Zeitdruck in einem schlechteren, dann verlorenen Endspiel gelandet. Diese Partie ging dann auch am Ende mit dem bekannten Brückenbau im Turmendpiel zu Ende, der Ausgleich für Plettenberg! Etwa zeitgleich dann Remis an Brett Fünf zum 3,5-3,5.

thomastrella_april2013_2.jpg?cs=e6ce759e252e406623e56185f6ac7db0a9a3fe7bc24ac87b4ea91ec325a4dfdbf0b3a9a2454e8202d7ea14e4b0e9fc24df0cb7c2d52b45a98c90fd29a6a3fb81&derivate=usage%3DposterNun gab es den Showdown an Brett Zwei zwischen Thomas Trella und Jeroen Bosch. Thomas hatte sich über fast die ganze Partie heldenhaft verteidigt und versuchte nun mit der Dame gegen 2 Türme in ein Dauerschach zu flüchten. Beide Spieler hatten keine Zeit mehr und lebten vom 30-Sekunden Bonus, der pro Zug aufaddiert wird. Schließlich hatte Thomas dann zur Erleichterung der Dinslakener ein Dauerschach vor Augen, als dann plötzlich sein Gegner diesem auswich. Tragischerweise lief er dabei in ein einzüges Matt, dass uns den bereits unmöglich scheinenden 4,5-3,5-Sieg bescherte! Ein für die Heimmannschaft tragisches Ende eines Matches, das eigentlich keinen Sieger verdient hatte.

Die Tabellensituation nach unserem Sieg ist sehr spannend. Es führt Mülheim-Nord II mit 11:3 Punkten, gefolgt von vier(!) Mannschaften -darunter auch wir- mit 9:5 Punkten. Man kann jetzt ein paar Szenarien durchspielen, aber eigentlich ist es ganz einfach: wir spielen in der nächsten, der vorletzten Runde der Oberliga gegen das Tabellenschlusslicht aus Lieme. Hier muss ein Sieg her. Danach kann man sich in Ruhe die Tabelle ansehen und voll gegen Porz II in der Schlussrunde auf Sieg gehen.

Mein Tip: mit zwei Siegen sind wir in der zweiten Bundesliga!

[Bericht: Christof Sielecki, Bilder: Archiv]