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Deutliche 2,5:5,5-Niederlage gegen Mülheim Nord II beendet die tolle Serie der ersten Mannschaft

Oberliga, Runde 6 am 8. Februar 2015



Wann hat eigentlich die erste Mannschaft das letzte Mal verloren? Hmm, das ist schon eine Weile her... da hieß der Fussballweltmeister noch Spanien zum Beispiel :-)
Um genau zu sein: am 02. Februar 2014 gab es die letzte Niederlage, damals gegen Wattenscheid. Leider ging diese wirklich tolle Serie heute zuende gegen die zweite Mannschaft von Mülheim Nord.
Vor dem Kampf war die Lage klar: beide Mannschaften standen bei 7-3 Punkten und ein Sieg würde ein enormer Schritt in Richtung Aufstieg in die Zweite Bundesliga bedeuten. Die Aufstellung von Mülheim ist nicht leicht auszurechnen, da innerhalb der holländischen Fraktion immer stark rotiert wird. Wir mussten auf Andreas Walter verzichten, dafür rückte FM Ralf Gräber ins Team.

Leider sah es bereits zu Beginn nicht besonders hoffnungsvoll aus. Wir hatten an keinem Brett wirklich großen Vorteil, wohl aber ein paar Positionen, die zumindest Sorgen machten. Kritisch sah es bereits bei Ralf Gräber aus, der trotz der weißen Steine früh in die Defensive geriet. Sein Gegner Andre Krüger bekam eine gefährliche Initiative, der nur sehr schwer Einhalt zu gebieten war.

Konstantin Cebulla stand okay gegen Tom Bus, aber verbrauchte wie üblich sehr viel Zeit.
Rainer Ossigs Position war kompliziert, aber in Ordnung für ihn.
Als Einziger im Vorteil war FM Bernhard Stillger gegen Benjamin Nachbar. Es war nichts überwältigendes, aber auf jeden Fall nicht einfach für den Mülheimer zu spielen.
Johannes Mundorf hatte es mit dem talentierten Jugendspieler Valentin Buckels zu tun, der Nummer eins der deutschen U14-Rangliste. Die etwas schräge Eröffnungsbehandlung des Mülheimers gab Anlass zu Hoffnung, aber es gab nichts Greifbares offenbar.
IM Guido Kern spielte wie bereits in der letzten Saison gegen Thijmen Smith. Die Position war hier OK, wohl in etwa gleich und interessant zu spielen.
IM Thomas Trella hatte bereits früh ein Endspiel gegen FM Amir Rezasade auf dem Brett. Das machte einen sehr sicheren Eindruck, aber grosse Hoffnung auf Vorteil bestand hier nicht.
Am ersten Brett spielte IM Christof Sielecki gegen Nico Zwirs, einen 20jährigen Niederländer, der in den letzten Jahren deutlich an Spielstärke zugelegt hat und auf dem Weg zum IM-Titel ist. Christof wählte eine seltene Eröffnungsvariante, um den Gegner zu überraschen. Das klappte nicht besonders - er stand eher leicht schlechter.

Im weiteren Verlauf des Matches ging es stetig abwärts. Ralf Gräbers Position war kaum noch zu halten und Konstantin Cebulla kam wieder in horrende Zeitnot. Rainer Ossig war mittlerweile auch in grossen Schwierigkeiten, während bei Bernhard Stillger, Johannes Mundorf und Thomas Trella nur geringe bis gar keine Gewinnchancen vorhanden waren. Guido Kerns Position war unklar, während Christof Sielecki in etwa Ausgleich hatte, aber sicher nicht gewinnen konnte. Kurz vor der Zeitkontrolle endeten dann eine Menge Partien in schneller Folge. Die letzten drei Bretter mussten aufgeben, Thomas Trella und Johannes Mundorf spielten remis. Bernhard Stillger sah auch keine Fortschritte, sodass diese Partie auch mit remis endete. Überraschend verlor dann auch noch Guido Kern seine Partie durch Zeitüberschreitung. Eine kleine
Ergebniskorrektur erfolgte dann noch durch Christof Sielecki, der seine Partie überraschend gewann. Er hatte kurz vor der Zeitkontrolle aufgrund des schlechten Mannschaftsstandes eine Menge riskiert und wurde durch Fehler des Gegners belohnt. Das hätte auch gut ins Auge gehen können, aber manchmal muss auch für das Gesamtergebnis gezockt werden. Leider änderte das natürlich nichts am Resultat: klarer und hochverdienter 5,5-Sieg der Gäste! Man muß hier einfach sagen, dass heute die bessere Mannschaft gewonnen hat. Wir waren heute ohne ernsthafte Chance und haben verdient verloren. Mit jetzt 7-5 Punkten haben wir noch theoretische Aufstiegsmöglichkeiten, aber das Abstiegsgespenst ist auch noch nicht ganz verjagt. In 3 Wochen bereits spielen wir in Plettenberg und können dort noch einen oder zwei Punkte holen, die vorzeitig den sicheren Klassenerhalt bedeuten würden.

[Bericht: Christof Sielecki]