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Viererpokal

29. und 30. März 2014, NRW-Vorrundenwochenende
Runde 1: SV Dinslaken - SK Bocholt  3,5 : 0,5

Das Los bestimmte, dass am 1. Tag die Mannschaften von Dinslaken und Oberhausen jeweils als klare Favoriten in ihre Begegnungen gingen. Dinslaken trat gegen den Regionalligisten SK Bocholt an, die den Kampf mit einer klaren Strategie angingen. Brett 1 sollte gewinnen und an den anderen Brettern sollten noch 2 Hälftchen eingesammelt werden.

christofsielecki_april2013_2.jpgChristof Sieleckis Gegner an Brett 1, Martin Fuest, hatte in der letzten Saison bewiesen, dass er auch gegen gute Gegner mithalten kann: Remisen gegen IM Trella und gegen IM Wehmeier. Christof wusste aber nicht, dass er als Punktelieferant auserkoren war und agierte diesbezüglich wenig kooperativ. Als sein Gegner einen Damentausch samt struktureller Verschlechterung (Doppelbauer) zuließ, bewegte sich diese Partie nur noch im Bereich zweier Ergebnisse: reicht das weiße Läuferpaar im Endspiel zum Remis oder nicht. Diese Angelegenheit wurde fast sechs Stunden diskutiert.

Inzwischen verlief der Kampf an den restlichen Brettern für Dinslaken erfreulich. Johannes Mundorf bekam gegen seinen letztjährigen Gegner Goran Gajic eine sehr gute Stellung auf das Brett, die alsbald einen Mehrbauer einbrachte.

Andreas Walters Gegner griff in der Eröffnung zum Rentnersystem und Schwarz übernahm schnell die Initiative.

rainerossig_april2013_2.jpgRainer Ossigs Gegner Stephan Robeling wählte an Brett 3 in einem Reti-Aufbau nicht die optimalen Felder für seine Figuren, was Weiß schönes Spiel und Druck bescherte und letztlich diese Partie als Erste enden ließ. Mit einer kleinen Kombination sammelte Rainer zunächst den schwarzen d-Bauern ein, der b-Bauer folgte, um Damentausch zu vermeiden und als sowohl die Damen als auch ein dritter schwarzer Minus-Bauer Richtung Schachtel wanderten, endete die Partie mit der Aufgabe des Bocholter Spielers. 1:0

johannesmundorf_april2013.jpgAuch Johannes hatte inzwischen alle schwarzen Schwindelchancen neutralisiert und zum finalen Angriff auf die schwarze Stellung geblasen. Der Gegner vom 2. Brett fügte sich nun in die unvermeidbare Niederlage: 2:0 für Dinslaken.


Die anderen Partien zogen sich noch Stunden hin. Während Christof an Brett 1 langsam und bedächtig die Weichen auf Sieg stellte, blieb die Sache an Brett 4 unübersichtlich.

andreaswalter_januar2014.jpgAndreas Walters Gegner Felix Naumann war zwar nominell klar unterlegen, hatte aber schon gegen Martin Jäger bewiesen, dass er ein zäher Verteidiger ist.


Die Entscheidung fiel dann an Brett 1. Christof hatte die technische Phase seiner Gewinnrealsierung humorlos durchgezogen: 3:0, wir waren weiter.

An Brett 4 neutralisierten sich nun zwei weiße Freibauern auf der h und a - Linie und ein schwarzes Freibauernpärchen in der Mitte. Nichts mehr zu machen, Remis zum 3½:½-Endstand.

Alles im allem war es ein souveräner Sieg in Runde 1.

In der anderen Begegnung des Tages gewinnt der Oberhausener SV mit 2½:1½. Dabei remisieren Marcel Becker, Aleksej Litwak und Dragos Ciornei,  während Andreas Söhnchen das Match an Brett 4 entscheidet.

[Rainer Ossig, Bilder: Archiv]

Runde 2: Oberhausener SV - SV Dinslaken 3,0 : 1,0

Gegenüber dem Vortag kam es zu folgenden Umbesetzungen: Oberhausen verstärkt sich mit FM Jürgen Kaufeld anstelle von Andreas Söhnchen, Dinslaken muß auf Rainer Ossig verzichten und bringt stattdessen Thomas Neuer ins Rennen.

andreaswalter_januar2014.jpgAndreas Walter wurde an Brett 4 von seinem Gegner Dragos Ciornei in der Eröffnung überrascht durch den vermutlich erstmaligen Rückgriff auf die sizilianische Verteidigung. Andreas hatte Schwierigkeiten, sich in die Stellung einzufinden, verbrauchte viel Zeit, erreichte wenig und übersah dann eine Kombi. Hier kamen wir in Rückstand. 0:1

thomasneuer_april2013.jpgThomas Neuer stand an Brett 3 ganz ordentlich gegen Aleksej Litwak. Er hatte zwar den Isolani, aber auch Kompensation auch nach den Begriffen von Mannschaftsführer Christof. Als Beobachter Frank Hamann den nächsten Blick auf die Stellung warf, war aber schon ein verlorenes Damenendspiel auf dem Brett und die Partie ging folgerichtig verloren. 0:2

christofsielecki_april2013_2.jpgBei Christof Sielecki an Brett 1 war gegen Marcel Becker eine seltsame Bauernstruktur beiderseits vorhanden. Christof selbst meinte, er stehe klar besser. Nachher entwickelte sich ein Turmendspiel, welches ein Normalsterblicher mit beiden Farben verloren hätte...es ging dann friedlich aus. Christof haderte in der Folge mit sich selbst um die verpaßte Gelegenheit. Er stand sehr gut, aber hatte es nicht umbekommen. Gegner Marcel meinte auch, dass er sich sehr schlecht gefühlt habe in der Stellung, aber nichts Konkretes gesehen habe. Am Ende wohl ein gerechtes Remis, da Becker auch gewohnt zäh verteidigt hat. Ein Schwächerer wäre nach Zug 20 einfach zusammengefallen. ½:2½

johannesmundorf_april2013.jpgJohannes Mundorf hatte an Brett 2 gegen FM Jürgen Kaufeld eine Qualität eingestellt, - Christof spricht von einem "Notopfer" -, dafür einen Bauern gewonnen. Vielleicht hatte er eine Remisschaukel, die Stellung war aber nicht klar. Gegner Kaufeld konnte unter Umständen die Qualität mit überlegener Stellung zurückgeben. Johannes hat die Stellung aber irgendwie nach fast 7 Stunden zusammen gehalten. Auch wenn man Jürgen Kaufelds "Mithilfe" zugrundelegt, war das trotzdem eine prima Verteidigungsleistung von Johannes. 1:3

Kommentar Holger May: Hut ab vor unseren Dinslakener Spielern, die haben alle gekämpft.

Kommentar Rainer Ossig: Mann, Mann, Dinslaken war wohl der einzige Spielort, wo 2 gute Mannschaften angetreten sind. Mülheim spielte nur mit Hausrath, danach nichts. Lediglich Solingen und Katernberg in guter Besetzung, bei fast allen anderen Paarungen wären wir Favorit gewesen.

[Dirk Stoppacher, Frank Hamann, Christof Sielecki, Bilder: Archiv]



19. Januar 2014, Bezirksfinale: Turm Kamp-Lintfort - SV Dinslaken 0,5 : 3,5

An einem schönen sonnigen Früh-April-Tag im Januar machten unsere Gladiatoren sich auf den Weg nach Kamp-Lintfort. Bereits im Vorfeld hatte Christof sich für die bestmögliche Aufstellung stark gemacht, galt es doch, gegen Turm Kamp-Lintfort die eine oder andere oder dritte Scharte auszuwetzen, die diese uns in den letzten Jahren im Viererpokal zugefügt hatten. Ganz klappte es nicht, - IM Thomas Trella stand nicht zur Verfügung -, aber mit Guido, Johannes und Rainer an seiner Seite konnte Christof trotzdem optimistisch der kommenden Dinge harren.

Als erster gelangte Rainer Ossig an Brett 4 gegen Karl-Heinz Hartmann zum vollen Punkt. Mit einem forschen Bauernvorstoß konnte er der gegnerischen Bauernstruktur den ersten Kratzer zufügen, einen rückständigen c-Bauern. Diesen befeuerte er mit seinen Figuren. Der Gegner verteidigte nicht optimal, stellte erst den e-Bauern, dann den c-Bauern ein, und gab bereits im 20. Zug entnervt auf. 1:0

Am Spitzenbrett mußte Teamchef Christof Sielecki den hartnäckigen Widerstand von Gunter Hagen brechen. Dieser hielt lange Zeit gut mit, verzichtete aber im 24. Zug auf den nötigen Turmtausch, wodurch alles im Lot geblieben wäre. So aber bekam Christof jetzt Oberwasser, erhöhte beständig den Druck im Kessel, und konnte schließlich durch einen taktischen Kniff die gegnerische Stellung zusammenbrechen lassen. 2:0

An Brett 3 gab es in der Eröffnung eine kurze Schrecksekunde. Johannes Mundorf hatte gegen Heinz-Dieter Bosser eine falsche Zugreihenfolge aufs Brett gebracht, und es bestand die Gefahr von Materialverlust. Es war aber nicht ganz leicht zu sehen, und der Gegner fand die Wendung nicht. Puh, durchatmen!! In der Folge sah es lange nach einem Unentschieden aus. Aber Johannes ist nicht umsonst der derzeitige Topscorer unserer 1. Mannschaft. Im Turmendspiel gelang es ihm, doch noch entscheidenden Vorteil herauszuarbeiten und sicher zum Ziel zu führen. 3:0

Am 2. Brett war der DWZ-Vorsprung der Dinslakener am geringsten. IM Guido Kern hatte es mit Johannes Westermann zu tun, der am Vortag die Bezirkseinzelmeisterschaft für sich entscheiden konnte. Offensichtlich von diesem Erfolg beflügelt, ließ er nichts anbrennen. Guido hingegen mußte als Schwarzer zunächst den gegnerischen Anzugsvorteil ausgleichen, und wählte eine Variante, in der dieses möglich war, die aber auch eine Verflachung der Partie zuließ. In der Folge wurden beiderseits die Bauern am Damenflügel abgeräumt. Das Material war gleich, Guido suchte Spiel am bauernlosen Damenflügel, hielt diesen Aktivismus allerdings später in der Analyse für "absoluten Humbug", er habe gar nichts. Es führte nach dem Figurenabtausch sogar zu etwas Nachteil. Er stand keinesfalls auf Verlust, aber dadurch war nicht einmal der Hauch einer Gewinnidee zu sehen. Schließlich gab Guido das zwecklose Ansinnen auf einen vollen Punkt auf, und die Gegner reichten sich die Hände. 3½:½

[Dirk Stoppacher]



15. Dezember 2013, Bezirksviererpokal Runde 3: SV Dinslaken - SV Turm Spellen 3,0 : 1,0

Am heutigen Tag ging es gegen den SV Turm Spellen um den Einzug in das Finale des 4er Pokals auf Bezirksebene. Augenscheinlich nominell unterlegen traten die Akteure aus Spellen fast in Bestbesetzung an. Durch vorangegangene Siege im Pokal gegen Rheinberg und Hünxe war Spellen aber keinesfalls zu unterschätzen.

An Brett 4 traf Dirk Ratzkowski auf Dinslakener Seite gegen den stets solide agierenden Eduard Rosenberger. Nach knapp 3-stündiger Spieldauer war die Bewegungsfreiheit der gegnerischen Figuren dermaßen eingeschränkt, dass der a Bauer eine ernsthafte Bedrohung darstellte. Beim Versuch, diesen aufzuhalten, brach Eduards Stellung völlig zusammen...1:0.

An Brett 3 traf Marcus Lengtat - mit "c" nicht mit "k" - auf Dirk Neuhaus aus Spellen. Mit zunehmender Zeitnot von Marcus in augenscheinlich leicht schlechterer Stellung, spielte Dirk zusehends unglücklicher. Nach der Zeitkontrolle war es nur noch Formsache und Marcus sorgte mit einer schönen Mattkombination, welche sich Dirk nicht mehr komplett zeigen ließ, für das 2:0

Holger May traf an Brett 2 auf Martin Witthans. In dieser über lange Zeit ausgeglichenen Partie - in welcher sich Holger auch lange Zeit wohl fühlte - sorgte wie in der Partie an Brett 4 ein Randbauer für die Entscheidung. Nach einer schönen gegnerischen Kombination war der Randbauer nicht mehr aufzuhalten und es stand nur noch 2:1

Am Spitzenbrett traf Andreas Walter - der einzige Spieler der aus der 1. Mannschaft Zeit und Lust hatte, 4er Pokal zu spielen - auf Roland Kollecker. Er schreibt: "Heute ziemlich schlecht gespielt, irgendwie nur Blödsinn gerechnet, - im 47. Zug zwei Alternativen berechnet und auch für gut befunden, was die Analyse hinterher bestätigte, und dann aus irgendeinem Grund trotzdem den schlechten dritten Zug gemacht?! -. War aber auch unverschämt, der Gegner hat zu viele gute Züge gefunden in dem Endspiel :D"
Das noch benötigte Remis war trotzdem augenscheinlich nie in Gefahr und Andreas konnte schließlich sogar seine spielerische Überlegenheit im Endspiel zum sicheren 3:1 Endstand durchbringen.

In der letzten Runde auf Bezirksebene gehts nun gehen Turm Kamp-Lintfort, welche sich gegen SF Moers durchsetzen konnten.

[Dirk Ratzkowski]



3. November 2013, Bezirksviererpokal Runde 2: TV Bruckhausen - SV Dinslaken 1,0 : 3,0

"Der Viererpokal hat ganz eigene Regeln" - Holger May

Dem kann ich mich nur anschließen. Das hat verschiedene Gründe: Die Mannschaftsgröße ist nur die Hälfte, weshalb ein Überraschungserfolg schneller realisiert ist. Dazu kommt auch die unterschiedliche Wertschätzung des Pokals bei den Spielern und Vereinen. Für manche Vereine ist das nur ein Nebenschauplatz, für andere ist es DIE Gelegenheit schlechthin, mal was zu reißen. Und natürlich diese komische Berliner Wertung. Und zuletzt ist das KO-System die härteste denkbare Turnierform. Alles zusammengenommen kann es schon mal zu unvorhergesehenen Ergebnissen kommen.

Heute war es aber nicht so. In Bruckhausen hatte Andreas mal wieder seinen üblichen "Glückstag": Sein Gegner vom Spitzenbrett kam nicht. Höchstwahrscheinlich kam es zu einer Terminverwechselung, weil der Mannschaftskampf nächste Woche ebenfalls zwischen Dinslaken und Bruckhausen ausgetragen wird. Sei es wie es sei, nach einer Stunde Karenzzeit lautete der Spielstand 1:0

Da damit auch gleich die bestmögliche Ausbeute für die Berliner Wertung vorlag, konnte nur noch ein Wunder die Bruckhausener in die nächste Runde hieven. Das sagte sich auch Dirk Stoppacher, der am 4. Brett auf Reiner Schmidt traf. Dirk war durch ein paar gekünstelte Züge in eine verdächtige Stellung geraten, mußte ein Endspiel mit Springer gegen Läufer bei einem Minusbauern bestreiten. Glücklicherweise hatte der Läufer Probleme, aktiv zu werden, und die Bauernstruktur des Gegners war löchrig. Und da auch ein Remis uns einen guten Schritt voranbringen würde, bot Dirk es doch einmal ganz frech an, und wurde durch eine Annahme beloht. 1½:½

Kurz nachdem Dirk und Reiner Schmidt die nachträgliche Durchsicht der Partie beendet hatten, fiel auch an Brett 3 die Entscheidung. Mit einem verdächtigen, aber erfolgreichen Bauernopfer hatte Dirk Ratzkowski seinen Gegner Peter Schuhmacher auf die Hörner genommen, und die Partie sicher in einen vollen Punkt verwandelt. 2½:½

Nachdem der Mannschaftskampf damit entschieden war, dauerte die Angelegenheit auch an Brett 2 nicht mehr lange. Holger Mays Gegner Steffan Uhlenbrock verknüpfte seine nächste Zugausführung direkt mit einem Remisangebot, das Holger auch direkt annahm. Von der Partie her ein unvermuteter Zeitpunkt. Es braute sich gerade ein Unwetter zusammen, das sich entladen wollte. Sei es wie es sei, wir sind in der nächsten Runde. 3:1

Für die beiden Herren mit dem schönsten Vornamen der Welt war dies allerdings noch nicht genug Schach für heute. Sie fuhren noch in das neue Vereinsheim von Spellen, und erlebten dort, wie die Gastgeber die Freibauern aus dem Turnier katapultierten, und sich damit zu unseren nächsten Gegnern machten. Auch dort lautete das Ergebnis 3:1.

[Dirk Stoppacher]



13. Oktober 2013, Bezirksviererpokal Runde 1

Der SV Dinslaken hat ein Freilos.

Manch einer mag sich wundern, wir sind ja letzte Saison schon mit einem Freilos eingestiegen, aber es gab in beiden Saisons in der 1. Runde mehr Freilose als Begegnungen.