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Bezirksliga

6. April 2014, Runde 7: SV Dinslaken III - SV Wesel III  5,5 : 2,5

Leider war unser eigenes Vereinsheim aufgrund des gleichzeitigen Oberligaspiels belegt, so dass wir nach einer Ausweichmöglichkeit suchen mußten. Glücklicherweise erklärten sich die Gegner aus Wesel bereit, den Kampf in die Zitadelle zu verlagern. Dafür an dieser Stelle einen herzlichen Dank.

markusmuehlbacher_september2013.jpg hanspetermueller_september2013.jpgUnd sie waren sogar noch freundlicher: Kaum angereist zum "Heimspiel" in Wesel, lagen wir auch schon zwei Punkte vorne. Die Gegner von Markus Mühlbacher und Hans-Peter Müller hatte wohl eine leichte Frühlingsgrippe erwischt. 2:0


thomasrauer_juni2013.jpgAn Brett 7 hatte es Thomas Rauer mit Gerd Erwin zu tun. Thomas stand eigentlich immer besser und hat dann auch verdient gewonnen. Kommentar Dirk Ratzkowski: "Erwin an 7 hatte Null Chancen gg Meister Rauer." 3:0


dirkratzkowski_januar2014_2.jpgDirk Ratzkowski schreibt zu seiner Partie gegen Florian Ebbers an Brett 5: "Nach dem 3:0 habe ich das Remis gg Ebers in leicht besserer Stellung angenommen. Irgendwie fehlte mir der Ehrgeiz um den Gegner stundenlang zu kneten, um den Vorteil auszubauen. 3:0 bei 'nem Kampf um nix...da kann ein halber Punkt "verschenkt" werden. ;-)" 3½:½


franzbredendick_2008_2.jpgFranz Bredendick hatte seinen Gegner Helmut Brehme an Brett 6 massiv unter Druck, ihm die Rochade vermasselt und Angriff auf den auf f6 stehenden König. Irgendwie hat dieser sich dann aber doch noch Luft verschafft, dennoch war das Remis für ihn äußerst glücklich. Aber immerhin hatten wir unseren 1. Mannschaftspunkt. 4:1


markuslengtat_september2013.jpgMarkus Lengtat hatte sofort zum Sturmangriff geblasen und seinen Gegner unter massiven Druck gesetzt. An seinem Sieg bestand für mich nie der geringste Zweifel. 5:1


nopic.jpgStefan Gilles hatte es an Brett 3 mit Ivan Braikovic zu tun, der sich gut verteidigt hat und ein Remis abklemmen konnte. 5½:1½



dieterollesch_2008.jpgIch selbst konnte gegen Krzysztof Szczepanski einen Konter starten, dann meine Springer auf den Königsflügel umgruppieren, die f-Linie für beide Türme öffnen und einen massiven Königsangriff vom Stapel lassen. Leider habe ich dann eine Gewinnchance nach der anderen ausgelassen. Insbesondere nach dem 45. Zug hätte ich ein Matt erzwingen können, war jedoch nicht mehr in der Lage, die Stellung durchzurechnen. Den vermeintlich sicheren Gewinnweg hat mein Gegner durch ein von mir nicht gesehenes Turmopfer zu Nichte gemacht und plötzlich stand ich platt. Offensichtlich geht mir zur Zeit noch nach 3 bis 4 Stunden die Puste aus, wie schon die letzten Partien gezeigt haben. Aber ich arbeite daran. 5½:2½

[Bericht: Dieter Ollesch, Bilder: Archiv, Philipendula]



9. März 2014, Runde 6: SV Wesel II - SV Dinslaken III  6,5 : 1,5

Das heutige Duell gegen die Weseler Zweitvertretung war das absolute Endspiel um den Gruppensieg und den damit verbundenen Aufstieg. Schon früh in der Saison zeichnete sich ab, daß nur diese beiden Mannschaften für den Aufstieg in Frage kommen. Beide hatten bis dato einen Mannschaftspunkt abgegeben, die etwas mehr erzielten Brettpunkte der Weseler machten allerdings voraussichtlich einen Sieg für unsere Mannschaft notwendig, um am Ende den Platz an der Sonne einzunehmen. Die Gastgeber traten ohne Matthias Trost an, dafür bestmöglich mit Knipping und Kohl an den unteren Brettern, wir mußten auf Holger May verzichten, der gleichzeitig Schiedsrichter in der NRW-Klasse war, traten dafür mit Nikola Lajic und Dirk Stoppacher an. Nominell ein kleiner Vorteil für die Gegner, aber entschieden wird schließlich auf dem Brett.

Nach pünktlichem Beginn ließ mich der erste Rundgang durch den Spielsaal mit gemischten Gefühlen zurück: Hans-Dieter Ollesch stand in einer verschachtelten Stonewall-Struktur ganz ordentlich, aber noch war nichts passiert. Michael Wilke hatte eine sehr angenehme Stellung, Markus Lengtat stand eher schlechter, bei Stefan Gilles befand sich alles im Gleichgewicht, Markus Mühlbacher hatte Schwierigkeiten, mit Schwarz auszugleichen, Nikola Lajic stand sehr angenehm, und Dirk Stoppacher hatte große Probleme. Meine eigene Stellung befand sich noch im Gleichgewicht.

Mit voranschreitender Bedenkzeit (besonders der eigenen) verschlechterte sich die Stellung an Brett 6 zwischen Markus Mühlbacher und Krzysztof Kupinski; ohne dass Markus einen größeren Fehler gemacht hätte, verbesserte der Weseler mit einem ganz starken Vortrag seine Stellung Zug um Zug. Auch Markus Lengtat kämpfte an Brett 4 gegen Ingo Schilberg verbissen in einem schwierigen Endspiel mit Dame und Springer gegen Dame und Läufer, sowie beidseitig fünf Bauern.

Bei Michael Wilke an Brett 3 hatte sich der Gegner Berthold Plischke aus seiner gedrückter Stellung mit einem Aufmarsch der Königsflügelbauern zu befreien versucht, was zu einer sehr scharfen Position führte, die aber durchaus Optimismus bei mir auslöste. Alle anderen Partien schienen in Ordnung für uns zu sein bzw. sogar besser (Frank Hamann, Dieter Ollesch, Nikola Lajic).

dirkstoppacher_2010.jpgDann trat Dirk Stoppacher an mich heran, und fragte mich, ob ein Remisangebot seinerseits in Ordnung wäre. Dirks akute Stellungsprobleme waren zwar nicht mehr so ausgeprägt wie zu Beginn, doch war diese Partie geistig schon früh von mir abgehakt worden, und Dirks sehr großer Bedenkzeitvorteil entging mir in diesem Augenblick. Wie auch immer, Sebastian Kohl nahm das Remisangebot von Dirk an - ½:½.

michaelwilke_september2013.jpgDiese Entscheidung meinerseits, Dirk das Remis zu erlauben, erwies sich wenige Minuten später als Fehler (aber letztendlich nicht mehr entscheidend). Denn Michael Wilke setzte zu einer Kombination an, hatte noch als "Restbild" einen dabei verschwindenden Bauern im Kopf, und am Ende stand er mit einem Turm weniger da...½:1½.

markusmuehlbacher_september2013.jpgKaum geschehen, trudelten die nächsten Hiobsbotschaften ein: Markus Mühlbacher mußte seine Partie endgültig aufgeben, Gratulation seinem Gegner Kristof Kupinski für eine sehr gelungene Partie! ½:2½.


markuslengtat_september2013.jpgAuch Markus Lengtat erlaubte der gegnerischen Dame das Eindringen in seine Stellung, nach Bauernverlust und Abtausch der verbleibenden Figuren entstand ein einfach verlorenes Bauernendspiel, welches Ingo Schilberg keine Schwierigkeiten bereitete. Damit war die Vorentscheidung gefallen: ½:3½.

Die verleibenden Stellungen mußten somit praktisch alle gewonnen werden. Frank Hamann am Spitzenbrett hatte gegen Uli Dimmek die optisch klar bessere Stellung, Hans-Dieter Ollesch setzte Manuel Heirich an Brett 2 unter Druck, Nikola Lajic hatte weiter klaren Vorteil gegen Kai Knipping, ...

... nur die nopic.jpgPartie zwischen Stefan Gilles und Stefan Christen an Brett 5 kippte jetzt zugunsten der Weseler: Christen konnte einen wichtigen Bauern gewinnen, was zunächst etwas riskant aussah, konnte aber alle Probleme lösen und seinerseits den entstehenden Freibauern Richtung gegnerische Grundreihe bringen, Stefan Gilles mußte infolge dessen seinen Springer opfern, der Rest war Technik. ½-4½.

nikolalajic_januar2014_2.jpgDer Kampf war damit entschieden, so endete auch die Partien von Nikola Lajic an Brett 7 gegen Kai Knipping mit remis (Nikola hatte noch eine große Chance auf entscheidenden Vorteil ausgelassen, die Schlußstellung war völlig ausgeglichen).


frankhamann_2008.jpgAuch Frank Hamann einigte sich jetzt mit Uli Dimmek auf remis, nachdem Frank seine lange klar bessere Stellung nicht zu handfestem Vorteil verdichten konnte und Uli Dimmek sich sehr stark verteidigte. Vielleicht war die Schlußstellung noch etwas besser, die Punkteteilung geht aber in Ordnung.

Zwischenstand also 1½:5½.

dieterollesch_2008.jpgHans- Dieter Ollesch hatte in beidseits hochgradiger Zeitnot gegen Manuel Heirich sowohl eine große Chance zu entscheidendem Vorteil ausgelassen, als auch ein gegnerisches Remisangebot abgelehnt. Leider unterlief ihm jetzt seinerseits ein grober Fehler, der auch noch den Verlust nach sich zog.

Also insgesamt eine derbe 1½:6½-Schlappe. Wie auch immer, die Höhe der Niederlage ist nicht mehr entscheidend.

Wir gratulieren der Weseler Zweitvertretung zum verdienten Aufstieg, und wünschen einen erfolgreichen Verbandsklassenerhalt in der nächsten Saison. Für uns gilt es jetzt, im der nächsten Saison einen neuen Anlauf zu nehmen.

[Bericht: Frank Hamann, Bilder: Archiv, Philipendula]



9. Februar 2014, Runde 5: SCF Hünxe I - SV Dinslaken III  2,5 : 5,5

Unser Ziel vor dem Kampf war es, mit einem Sieg gegen Hünxe ein Aufstiegsendspiel gegen die Weseler Zweitvertretung zu erreichen. Es ist mir vergönnt, diesbezüglich eine Erfolgsmeldung zu verkünden!
Beide Mannschaften sind in annähernder Bestbesetzung aufgelaufen, unsere Prämisse war es, gegen die starken Hünxer Spitzenbretter dagegenzuhalten und unten die Punkte zu holen. Dieses Ziel konnte nur teilweise erreicht werden...

Doch der Reihe nach: Nach einer Stunde bot sich dem Berichterstatter das folgende Bild:

An Brett 1, Frank Hamann - Martin ten Huf, interessante Stellung, die sich in der Remisbreite zu befinden schien.
An Brett 2 stand Hans-Dieter Ollesch gegen Robert Link aus der Eröffnung heraus unter Druck.
Brett 3, Holger May gegen Günter Amerkamp, lange Theorievariante, schnell verflachend.
Brett 4, Michael Wilke gegen Ulrich Mitschke, hier stand Michael auch unter Druck, deutlicher Stellungsvorteil für den Hünxer.
Brett 5, Markus Lengtat gegen Ulrich Lordick, ausgeglichene Stellung.
Brett 6, Stefan Gilles gegen Thomas Mitschke, ausgeglichen.
Brett 7, Nikola Lajic gegen Erich Klaeden, hier hatte Nikola schon in der Eröffnung einen glatten Bauern gewonnen, und die gegnerische Struktur sah auch nicht gut aus.
Brett 8, Franz Bredendick gegen Stefan Möllenbeck, hier schien die Partie langsam zugunsten von Franz zu verlaufen.

holgermay_januar2014_2.jpgAn Brett 3 gab es dann auch wenig später die erwartete Punkteteilung, diese passte voll in den Plan. Sowohl Holger als auch Günter waren in den letzten beiden Runden auf Volker Drewski - TV Mehrhoog - getroffen, beide hatten ihre Begegnung verloren, und waren dadurch, wenn schon nicht traumatisiert, so doch zumindest stark verunsichert. Entsprechend vorsichtig gingen die beiden zu Werke, ließen nichts anbrennen und spielten Sicherheitsschach. Zwischendurch konnte Holger Vorteil erlangen mittels Vorstoß des Königsbauern, vertraute aber der Stellung nicht genügend, unter anderem, weil er selbst mit der anderen Farbe gerne ähnliche Stellungen spielte und der Meinung war, den Punkt d4 nicht halten zu können. Er hatte aber eine starke Springerwanderung zur Verfügung, die das unterbunden hätte. Holger fand dies nicht am Brett, und verzichtete so auf gute Ausssichten. Beide Seiten sahen in der Folge von schlechten Zügen ab, und so einigte man sich angesichts eines unvermeidlich scheinenden Endspiels mit ungleichen Läufern auf remis. Eine Einschätzung, die der Computer bestätigte. ½:½



michaelwilke_september2013.jpgMichaels Gegner opferte wenig später übermotiviert eine Figur, dafür erhielt er zwei Bauern, mehr aber auch nicht. Michael konnte einfach die gegnerischen Drohungen parieren, und bekam selber Spiel gegen die schwache Grundreihe des Kontrahenten.


nikolalajic_januar2014_2.jpgNikola hatte unterdessen alle Schwerfiguren abgetauscht, er hatte zwar immer noch einen Mehrbauern, dessen Verwertung aber schwierig erschien.



franzbredendick_2008_2.jpgFranz lehnte wenig später ein Remisangebot ab, mittlerweile war er der bestimmende Spieler auf dem Brett, ohne dass schon etwas Konkretes funktionierte.


Auch Stefan lehnte in mittlerweile besserer Stellung ein Remisangebot ab. Nach dem Damentausch konnte er mit seinem Springer in die gegnerische Stellung eindringen, die Stellung war unverlierbar, aber eventuell noch zu gewinnen.

Wie so oft überschlugen sich dann bei knapper werdender Bedenkzeit die Ereignisse, unglücklicherweise war auch der Berichterstatter betroffen, so dass ich mich zum Teil auf Augenzeugenberichte verlassen muss, wie die Partien endeten.

Nacheinander gewannen jetzt nämlich Nikola, Franz und Michael ihre Partien. Was dort genau passierte, kann ich nicht sagen. Laut Hünxer Spieler hätte Nikola kurz vor Toresschluss sogar verlieren können (zwei durchbrechende Bauern auf verschiedenen Flügeln). Aber dieses ist ja nichts so Neues bei Nikola (siehe Partie gegen Mehrhoog). Irgendwie hat er derzeit das Siegergen (jetzt 4 aus 4). 3½:½

Dafür kippten die Partien an den Spitzenbrettern: Hans-Dieter Ollesch hatte einen glatten Turm weniger, spielte nur noch auf die knappe gegnerische Bedenkzeit, und Frank Hamann musste nach starkem Spiel seines Gegners zwei Bauern geben.

Stefan Gilles hatte weiterhin Vorteil, auch Markus Lengtat stand auf Gewinn, hatte aber nichts mehr auf der Uhr.

Hier offenbarte sich ein Problem der Dinslakener Spieler: Die nicht mehr gewohnten analogen Uhren, wo wir nicht mehr beurteilen konnten, ob wir noch eine oder noch drei Minuten hatten.

frankhamann_2008.jpgFrank Hamann am Spitzenbrett konnte dann nach geschaffter Zeitkontrolle ruhigen Gewissens aufgeben, das entstandene Endspiel war völlig hoffnungslos. allerdings zeigte die nachträgliche Analyse, dass an einer Stelle bei beidseits knapper Zeit ein einfacher Qualitätsgewinn mittels Springergabel möglich war, der noch alle Chancen gelassen hätte...3½:1½


dieterollesch_2008.jpgAuch Hans-Dieter Ollesch konnte aufgeben, nachdem der Gegner die Zeitkontrolle schaffte. 3½:2½



Spannend wurde es jedoch nicht mehr: Markus Lengtat schaffte die Zeitkontrolle ebenfalls und hatte ein klar besseres Turmendspiel, Stefan Gilles erreichte ein Springerendspiel mit erst einem, dann zwei Mehrbauern. Dieses war technisch bestimmt gewonnen, doch der Gegner verkürzte mit der sofortigen Aufgabe sein Leiden.


nopic.jpgStefan schreibt zu seiner Partie: "Mein Gegner war pflegeleicht. Hat schnell seinen starken schwarzfeldrigen Läufer getauscht und auch später vereinzelt nur den zweitbesten Zug gespielt. Unter Druck geriet ich eigentlich nie. Konnte dann einen Springer auf c3 einpflanzen und gegen seinen rückständigen Bauern c2 Druck machen. Nach Damentausch und gleichzeitigem Remisangebot von ihm(!) stand ich vorteilhaft. Materialvorteil stellte sich wenig später auch ein, - Eroberung des Bauern c2 -. Bis zum möglichen Gewinn des Springerendspiels wäre es aber noch ein weiter Weg gewesen. Gott sei Dank 'spendierte' T. Mitschke noch einen zweiten Bauern auf b3 und gab wenige Züge später auf. Das rechne ich ihm übrigens hoch an, hätte noch 'ne Weile gebraucht bis zum allerdings sicheren Gewinn."  4½:2½

markuslengtat_september2013.jpgAuch Markus Lengtat schaffte es, sein Turmendspiel in ein gewonnenes Bauernendspiel zu verwandeln, und setzte so den Schlusspunkt zum 5½:2½-Sieg!


[Frank Hamann]




19. Januar 2014, Runde 4: SV Dinslaken III - TV Mehrhoog I  6,0 : 2,0

Der heutige Kampf gegen die Gäste aus Mehrhoog schien vom Papier her eine enge Sache werden zu können. Beide Mannschaften traten beinahe in Bestbesetzung an, an Brett 1 und 8 waren die Gäste nominell leicht favorisiert, an den übrigen Brettern wir.

Der Kampf begann ruhig, nach 30 Minuten waren noch keine besonderen Entwicklungen zu verzeichnen. Nicht viel später endete dann aber trotzdem schon die Partie an Brett fünf zwischen Stefan Gilles und Thomas Wenning mit einem Remis. So richtig ausgekämpft wirkte die Stellung zwar noch nicht, ging aber aus Sicht der Gastgeber in Ordnung; ½:½

Dirk Ratzkowski am siebtem Brett ist bekanntermaßen kein Freund von geschlossenen Stellungen, in denen ruhiges Positionsspiel gefragt ist; also öffnete er mit einem vorübergehenden Bauernopfer die d-Linie, eine Springergabel brachte eine Qualität, eine folgende Bauerngabel hätte noch eine ganze Figur zusätzlich eingebracht - da erkannte sein Gegner Detlef Reßing, dass es an der Zeit ist, aufzugeben. 1½:½

Markus Mühlbacher war an Brett 6 gegen Manfred Klein nicht sonderlich gut aus der Eröffnung gekommen und er bot einfach mal Remis an - dieses wurde etwas überraschend angenommen. 2:1

Die verbliebenden Stellungen ließen trotzdem noch Spielraum für einen spannenden Mannschaftskampf zu. Frank Hamann hatte schönes Spiel gegen den gegnerischen Isolani auf d4, Hans-Dieter Olleschs Stellung war noch völlig offen, Holger May hatte einen gegnerischen Zug übersehen und musste einen Zentrumsbauern geben, Kompensation war kaum zu sehen, Markus Lengtat stand in etwa ausgeglichen, Nikola Lajic stand, gelinde gesagt, breit.

Dann bereits gegen 13:00 war Fortuna auf unserer Seite: Markus Lengtats Gegner an Brett 4, Franz-Ludwig Nottenkämper, übersah den ungedeckten c6-Bauern, dessen Verlust auch gleichbedeutend mit dem völligen Untergang war, die Aufgabe kam nicht zu früh: 3:1

Noch unwahrscheinlicher der Ausgang an Brett 8: Nikola Lajics König war in seiner Partie gegen Olaf Büssing auf h1 eingeklemmt, alle anderen Figuren gefesselt oder mit Deckung anderer Figuren beschäftigt. Aber Nikola ist ein Meister der Schwindelstellungen: Reicht man ihm den kleinen Finger, reisst er einem den ganzen Arm nebst Schulter aus...Sorry Nikola augenzwinkern.gif. In der Stellung bedeutete dieses, dass der Gegner einen Bauern nahm und Matt drohte, anstatt seine Position weiter zu verstärken...übersah aber, dass damit die Deckung eines Feldes verlorenging, und Nikola konnte seinerseits dreizügig Matt setzen...4:1.

Damit war der Mannschaftskampf auch eigentlich schon entschieden, denn Frank Hamann hatte am Spitzenbrett gegen Volker Mattern jetzt den isolierten d-Bauern gewonnen und konnte mit seinen Figuren den gegnerischen Königsflügel aufmischen, bald darauf führte dieses zu weiterem Materialgewinn, damit 5:1.

Holger May mußte an Brett 3 gegen Volker Drewski dann aufgeben: Weiterer Materialverlust war unabwendbar, nur noch 5:2.

Und noch vor 14:00 dann das letzte Einzelergebnis: Hans-Dieter Ollesch mußte an Brett 2 gegen Werner Krick zwar einen Bauern geben, die Stellung blieb aber sehr komplex und die gegnerische Bedenkzeit wurde richtig knapp, so knapp, dass ein einzügiger Figureneinsteller passierte...6:2.

Also mal wieder ein sehr deutlicher Sieg, der wieder einmal, zumindestens in der Höhe, richtig schmeichelhaft war. Damit sollten wir den Klassenerhalt gesichert haben. Nein, im Ernst, wenn auch das nächste Duell gegen Hünxe so positiv verläuft, werden wir in der vorletzten Runde ein Endspiel um den Aufstieg gegen Wesel II haben...

[Frank Hamann]



1. Dezember 2013, Runde 3: SF Moers III - SV Dinslaken III 2,0 : 6,0
(Fast schon zu) deutlicher Sieg für die Dritte.

Im vergangenen Jahr hatte Moers III gegen unsere 4. Mannschaft verloren, und unsere Dritte bezwang Moers II deutlich. Was sagt uns das? Tja, eigentlich gar nichts! Denn diese Moerser Mannschaft war eine erfahrene, spielstarke, homogene Truppe, die uns alles abverlangt und letztendlich viel zu hoch verloren hat.

Aber der Reihe nach: Der Gastgeber trat mit der wohl stärkstmöglichen Besetzung an, bei uns spielten 8 der 10 Stammkräfte, Dieter und Markus M. fielen gesundheitlich aus.

Der Kampf begann, und mein erster Rundgang nach einer halben Stunde offenbarte nichts Ungewöhnliches: Sieben Partien, in denen noch nichts Besonderes passierte, und Dirk "Ich-kann-nicht-solide" Ratzkowski hatte mal wieder sein Brett in Flammen gesetzt. Der eigene König auf f7, einige weit vorgerückte Bauern...einer dieser Bauern sorgte auch für einen baldigen Figurengewinn, aber sicher konnten wir uns des Brettpunktes noch nicht sein...

Michael Wilke übersah am 3. Brett kurz darauf eine gegnerische Kombination, die einen Zentrumsbauern kostete. Etwas Kompensation war durchaus vorhanden, trotzdem überraschte das sofortige Remisangebot seines Gegners Hans Weinberger. Dieses konnte nicht abgelehnt werden. ½:½

Nikola Lajic an Brett 7 schnürte seinen Gegner am Damenflügel regelrecht ein. Mit seinem ganzen Figurensatz musste dieser die Schwäche auf c6 verteidigen. Nikola scheint bei Guidos Training gut aufgepasst zu haben- plötzlich eröffnete Nikola einen Angriff am Königsflügel (die 2.Schwäche!). Der Gegner schaffte es zwar noch, mit dem König ins Zentrum zu flüchten, dieses ermöglichte Nikola aber die Gelegenheit, eine zweite Dame aufs Feld zu stellen- den Rest ersparte sich John Bäsler. 1½:½

Trotzdem musste man misstrauisch bleiben, was das Mannschaftsergebnis angeht: Frank Hamann, Holger May und Stefan Gilles standen alle etwas besser, vom Gewinn jedoch weit entfernt. Franz Bredendick stand unter schwerem Druck, und Markus Lengtat hatte ausgangs der Eröffnung nicht den richtigen Plan gefunden, erst eine Schwächung am Königsflügel zugelassen, und dann noch zwei Bauern eingebüßt...

Wie fast immer klärte sich die Lage aber in der vierten Stunde: Frank Hamann am Spitzenbrett hatte immer die angenehmere Stellung, ein konkreter Gewinnweg war aber lange nicht zu finden. Bei knapper werdender Zeit unterlief seinem Gegner Ralf Weimann aber ein folgenschwerer Fehler, der erst einige Bauernvorstöße zuliess, und dann am Ende noch mindestens eine Qualität ohne jegliches Gegenspiel gekostet hätte, die Aufgabe folgte. 2½:½.

Wundersames geschah danach bei Markus Lengtat an Brett 4: Irgendwie hatte er es noch geschafft, Aktivität zu entwickeln und dann seinem Gegner Herbert Weisser mit seinen beiden Türmen den Sieg zu entreissen-Dauerschach! 3:1

Franz Bredendick mußte an Brett 8 seinem Gegenüber Werner Ziebarth noch zum Sieg gratulieren, da Franz nach langer Verteidigungsschlacht leider seine Dame gegen einen Turm geben mußte, und nachdem der Gegner die Zeitkontrolle geschafft hatte, aufgeben konnte. 3:2

Trotzdem war der Mannschaftskampf jetzt in trockenen Tüchern.

Denn Dirk Ratzkowski hatte an Brett 6 gegen Oliver Riemann jetzt einen glatten Turm mehr, und nachdem auch er die Zeitkontrolle schaffte, war die Partie beendet. 4:2

Die verbleibenden Partien sahen gut aus: Stefan Gilles an Brett 5 hatte gegen Heinrich Hoffmann lange Zeit Raumvorteil, aber dann kam noch ein ganzer Mehrbauer dazu. Dieser führte kurzfristig dazu, dass sein Gegner etwas Spiel über die freie Linie erhielt, aber nachdem Stefan seinen Opponenten dazu zwingen konnte, die verbleibenden Schwerfiguren abzutauschen, entstand ein einfach gewonnenes Bauernendspiel- 5:2

Verbleibt noch die Partie von Holger May gegen Alexander Asselborn an Brett 2: Nach langem Manövrieren hatte Holger die bessere Stellung, allerdings deutlichen Bedenkzeitnachteil, aber das ist keine ungewohnte Situation für Holger, und nachdem die Zeitkontrolle geschafft war, hatte er ein Endspiel mit Turm, Läufer und vier Bauern gegen Turm, Springer und drei Bauern. Holger verstärkte seine Stellung nach und nach, der Gewinn schien allerdings in weite Ferne zu rücken, als Holger nur noch 10 Minuten auf der Uhr hatte. Dann machte sein Gegner allerdings den grossen Fehler, die Leichtfiguren zu tauschen, das entstandene Turmendspiel war einfach gewonnen, noch schneller ging es nach Abtausch der Türme, das Bauernendspiel war sofort vorbei. 6:2

Also ein deutlicher Sieg, der definitiv schmeichelhaft in der Höhe ist.

[Frank Hamann]


10. November 2013, Runde 2: SV Dinslaken III - TV Bruckhausen 5,5 : 2,5

Heute konnten wir die fest eingeplanten zwei Punkte gegen den Aufsteiger aus Bruckhausen einfahren. Doch ganz so eindeutig, wie das Ergebnis glauben macht, war die Sache dann doch nicht. Beide Mannschaften traten komplett an, Bruckhausen in Bestbesetzung, Dinslaken immerhin mit 8 der 10 Stammkräfte. Nach einer halben Stunde konnte ich bei meinem ersten Rundgang durch den Spielsaal schon eine "virtuelle" 2:0-Führung begutachten: Dirk Ratzkowski hatte kompensationslos Qualität und Bauern mehr, Franz Bredendick hatte seinen Gegner schon in der Eröffnung vor große Probleme gestellt, - dieser hatte eine "falsche Rochadeposition" mit König auf f8 und Turm auf g8. An den anderen Brettern war noch alles offen, Markus Lengtat hatte ein scharfes Gambit gespielt, Nikola Lajic stand ziemlich seltsam.

Dann beendete Dirk Ratzkowski seine Partie an Brett 6: Er gab seinem Gegner Timo Schumacher den Mehrbauern zurück, nutzte die entstandene offene Linie und nach einem weiteren Fehler des Gegners konnte er noch eine Figur gewinnen. 1:0

Markus Mühlbacher steuerte an Brett 5 gegen Rainer Schmidt dann ein Remis zum Ergebnis. In ausgeglichener Lage war dieses mannschaftstaktisch in Ordnung. 1½:½

Franz Bredendick konnte seine Partie an Brett 8 dann auch gewinnen, die eingangs erwähnten Drohungen versuchte sein Gegner Wolfgang Krause mit dem Opfer einer Figur zu parieren. Diese erhielt er dann auch zurück, allerdings auf Kosten einer ganzen Dame. Er war dann auch so tapfer, sich die Verwertung noch zeigen zu lassen... 2½:½.

An Brett 2 traf Holger May auf Daniel Kaiser: Holger hatte immer kleinen Vorteil, zum Ende hin verflüchtigte sich dieser, dazu kamen 40 Minuten weniger auf der Uhr, da kam das gegnerische Remisangebot wie gerufen. 3:1

Zu diesem Zeitpunkt bestand eigentlich kein Zweifel an unserem Sieg: Frank Hamann hatte nach kreativer Eröffnungsbehandlung einfach einen Zentrumsbauern gewonnen und konnte in ein Endspiel abwickeln, das deutlich vorteilhaft aussah. Stefan Gilles hatte eine klar vorteilhafte Position, Nikola Lajic konnte einen wichtigen Bauern gewinnen, nachdem er zwischenzeitlich sehr bedenklich stand. Nur Markus Lengtat stand deutlich schlechter, der Entwicklungsvorsprung hatte sich in Luft aufgelöst, der Minusbauer blieb, dazu kam noch eine schlechte Bauernstruktur.

Leider ging es dann nicht so gut weiter: Stefan konnte zwar einen Bauern gewinnen, musste dafür aber in ein Endspiel, welches kaum gewinnbar erschien. Frank traf auch eine Fehlentscheidung, die den Gewinn in weite Ferne zu rücken schien. Bei Nikola stand unterdessen das Brett in Flammen, hier waren alle Ergebnisse möglich. Markus Lengtats Stellung verschlechterte sich weiter...

Kurz vor der Zeitkontrolle dann aber wieder Entspannung: Frank Hamanns Gegner Michael Scholten hatte an Brett 1 im 40. Zug, anstatt die Türme zu tauschen, den eigenen Turm mit dem König gedeckt - ein Schach mit dem anderen Turm kostete dann eine ganze Figur und damit die Partie. 4:1

Markus Lengtat musste dann an Brett 3 gegen Steffan Uhlenbrock aufgeben. 4:2

Stefan Gilles konnte sich dann in verriegelter Stellung an Brett 4 weitere zwecklose Gewinnversuche gegen Peter Schumacher ersparen, und wird zum Matchwinner. 4½:2½

Auch Nikola Lajic siegte an Brett 7 dann noch gegen Sascha Mink. Trotz tollen gegnerischen Rettungsversuchen entstand letztlich ein Damenendspiel mit drei Mehrbauern. Dem Dauerschach konnte Nikola entkommen, nach erzwungenem Damentausch war es gelaufen. 5½:2½

Fazit: ein durchaus schwer erkämpfter Sieg gegen den tapferen Aufsteiger aus Bruckhausen, trotz früher Führung!

[Frank Hamann]



29. September 2013, Runde 1: Rheinberg I - Dinslaken III 4,0 : 4,0
Not gegen Elend in der Mannschaftsaufstellung.

Die erste Runde der Bezirksliga bescherte unserer 3. Auswahl einen Aufstiegsmitfavoriten als Gegner. Turm Rheinberg verfügt nominell über eine sehr starke Truppe. Allerdings hat Rheinberg diese Saison nur eine Mannschaft aufgestellt, und schon im Vorfeld hatte es sich zu uns herumgesprochen, dass auch die schwächeren Rheinberger Spieler zum Einsatz kommen sollten. Eine Einschätzung, auf welche Gegner wir treffen würden, war also sehr schwierig. Da traf es sich nicht gut, dass wir einige Probleme mit der Aufstellung hatten. Präsident Dieter fiel aus medizinischen Gründen aus, Michael aus beruflichen Gründen. Etwa eine Woche vor Toresschluss meldete Stefan auch noch familiäre Umstände an. Und Stammersatz Nicola war und blieb unerreichbar, vermutlich befand er sich in Heimaturlaub. Allesamt starke Spieler, auf die eine Mannschaft ungerne verzichtet. Drei Leute mußten somit ersetzt werden, Franz stand als zweiter Stammersatz noch zur Verfügung, außerdem holten wir noch Dirk und Thomas aus der vierten Mannschaft dazu, und schon stimmte die Aufstellung zumindest zahlenmäßig. Mannschaftsführer Frank gab vorab die Devise aus: "Die Punkte müssen von unten kommen".

Die Anreise gestaltete sich stressfrei. Drei Spieler fuhren direkt zum Ziel, fünf Leute trafen sich am Bahnhof, und Philip gesellte sich als Schlachtenbummler dazu. Wir verteilten uns auf zwei Autos, und umfuhren dann weiträumig die Baustelle am Hamborner Kreuz, ein Auto gar über Meiderich. Das Wetter präsentierte sich herrlich. Trockener Ostwind, strahlender Sonnenschein, aber keine Bullenhitze. Genau so könnte es das ganze Schachjahr über sein. Die Gastgeber aus Rheinberg empfingen uns sehr herzlich, und schon ging es los.

An Brett 6 traf Franz Bredendick auf Robert Rameker. Bereits im 7. Zug leitete Franz eine freche Eröffnungsfalle ein, zog seine Dame nach a5. Der Gegner entwickelte nichtsahnend seinen Läufer nach d3, was Franz nur entgegenkam. Er spielte dxc4, attackierte damit den weißfeldrigen Läufern und öffnete damit seiner Dame den Blick auf den schwarzfeldrigen, ungedeckten Läufer auf g5. Damit hatte Franz eine Figur für nichts mehr. In der Folge kam es für ihn nur noch darauf an, nichts mehr anbrennen zu lassen, und das Spiel sicher zu Ende zu bringen. 1:0

Dirk Stoppacher bekam es an Brett 7 mit Dr. Horst Menzel zu tun. Dirk hatte bereits einen Mehrbauern und bequemes Spiel, als er sich dazu entschloss, eine Leichtfigur zu tauschen. Aber der Gegner nahm die Figur nicht zurück. Stattdessen zog er eine andere Figur aus einer nicht vorhandenen Bedrohung. Dirk mußte nur noch seine eigene Leichtfigur wieder sichern, und hatte danach leicht gewonnenes Spiel. 2:0

Die Gegner an Brett 8 hießen Thomas Rauer und Klaus Claasens. Mit schönem Positionsspiel hatte Thomas Raumvorteil erlangt und einen unangenehmen Fesselungsangriff auf den gegnerischen Bauern d3 gestartet. Dieser ging folgerichtig verloren, aber den direkt anschließenden Springergabelangriff konnte der Gegner noch einmal abwehren. Dazu mußte er aber seine Königsstellung öffnen. Thomas konnte seine Figuren durch das fest in seiner Hand befindliche Zentrum in die gegnerische Königsstellung führen, und dort unheilbaren Schaden anrichten. Eine schöne Partie. 3:0

Die Vorgabe des Mannschaftsführers war damit erfüllt, frühzeitig stand der Gegner an der Wand. Jetzt ging es "nur noch" darum, den Mannschaftskampf tot zu machen. Aber jetzt gingen die Partien im Mittelfeld zu Ende.

An Brett 5 kam es zur Begegnung zwischen Dirk Ratzkowski und Hans-Peter Dickmann. Dirks Gegner hatte über 60 DWZ-Punkte mehr, - schwerer traf es nur Mannschaftsführer Frank -. Dirk selber hatte die ganze Partie über Schwierigkeiten, die positionellen Erfordernisse der Stellung zu erkennen, und darauf zu reagieren. Sein Gegner konnte den Druck beständig erhöhen, und schließlich brach Dirks Stellung einfach zusammen. Dirk blieb der einzige Spieler aus Dinslaken, der völlig chancenlos war. 3:1

An Brett 4 traf Markus Mühlbacher auf Christian Westendorp. Bis zum 24. Zug verfügte der Gegner mit Weiß über ein leichtes Druckspiel, ohne dass die Partie allerdings die Remisbreite verließ. Durch eine Unsauberkeit von Markus gelang es dem Gegner aber, einen gedeckten Freibauern im Zentrum zu bilden. Kurz darauf schwächte Markus noch seinen c-Bauern, und der Gegner konnte ein Spiel auf zwei Schwächen durchführen, dem Markus auf Dauer nicht gewachsen war. Im Laufe des Abwehrkampfes drang der Gegner in die Stellung ein, und schließlich war das Matt nicht mehr abwendbar. 3:2

lengtat-marganiec.jpgNamensvetter Markus Lengtat bekam es an Brett 3 mit Wolfgang Marganiec zu tun. Es gelang ihm, in Zug 13 einen Mehrbauern aus der gegnerischen Stellung zu hacken, und er verblieb in einer Stellung mit Bauern, je einem Turm und verschiedenfarbigen Läufern. In der Diagrammstellung, - Weiß am Zug -, sah er aber plötzlich Gespenster: Er traute sich nicht zu 1. Te1, was dem Läufer das Feld e3 verwehrt hätte, wegen 1. ... Lf2 2. Te2 Le3+ 3. Kb1 Td1#, was wegen 3. TxLe3 gar nicht ging, spielte stattdessen 1. Td1, was 1. ... Le3+ nebst 2. ... Lxf4 zuläßt, und bot gleichzeitig remis, das angenommen wurde. Nach der Partie ärgerte er sich über die Maßen über die verpasste Gelegenheit. Vielleicht grundlos - dicke Gewinnchancen waren die ganze Zeit über nicht zu sehen, und auch nach dem Bauernerhalt wäre der Sieg nicht einfach gewesen. 3½:2½




Es verblieben die Partien an den beiden vorderen Brettern. Ein Punkt genügte zum Sieg. Aber draußen vor dem Gebäude entstand ein weiteres Hindernis: Die Fußballabteilung des Gastgebervereins startete ihr Jahresfest, und der Grillstand befand sich direkt vor dem großen Fenster. Außerdem betraten öfters Nicht-Schachspieler den Raum und fragten nach Getränken oder dem Weg zur Toilette. Und natürlich war vor dem Haus eine kleine Musikanlage aufgebaut, die glücklicherweise nicht ganz so bruststark war. Aber der Musikgeschmack ...

Frank Hamann hatte schon vor der Partie einen gehörigen Respekt vor Jochen Esser, seinem Gegner am Spitzenbrett, gezeigt. Hier betrug der DWZ-Nachteil für uns über 100 Punkte. Es gelang Frank aber durch geschickte Abtauschmanöver, den im Mittelspiel vorhandenen Druck abzubauen, und in ein Figurenendspiel mit guten Remischancen überzuleiten.

hamann-esser.jpgBeim Übergang ins Bauernendspiel machte er aber einen Fingerfehler, und der Gegner erhielt den entfernten Freibauern. Die Diagrammstellung, in der Weiß am Zug ist, ist laut Endspieldatenbank immer noch theoretisch Remis, aber sauberes Spiel ist gefragt. Nötig ist entweder 1. Kf3, oder das überraschende 1. h4, wonach z.B. 1. ... Kg4 sich gar verbietet, weil dann sogar Weiß noch gewinnt - 2. Ke4 und der weiße Bauer ist schneller als seine Konkurrenten -. Alle anderen Züge verlieren, auch das hier gespielte 1. h3, und Frank mußte nach wenigen Zügen den Punkt abgeben. 3½:3½





Jetzt lag Wohl und Wehe der Mannschaft in der Hand von unserem Neuzugang Holger May, der an Brett 2 auf Thomas Menzel traf. Er verfügte über einen Mehrbauern bei reduziertem Material, hatte sich also die angenehme Situation erkämpft, auf zwei Ergebnisse spielen zu können, Remis oder Sieg. Eine Niederlage war unrealistisch. Unglücklicherweise war das Remis zum Sieg nicht ausreichend. Und leider fand Holger keinen Weg, den Gegner noch entscheidend unter Druck zu setzen. So blieb es sowohl am Brett als auch im Mannschaftskampf bei der Punkteteilung. 4:4

Die Rheinberger sind uns nochmal von der Schippe gesprungen. Jetzt liegt es wohl an der vierten Mannschaft, nächste Woche für den ersten Sieg der Saison zu sorgen.

[Dirk Stoppacher]