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Kreisliga

Runde 9, 03.06.2012: SV Dinslaken IV - SF Moers V 6,0 : 2,0

Trotz der Schwächung der Mannschaft durch zwei fehlende Stammspieler trafen sich unsere Mannen einschließlich der bestellten Ersatzspieler gut gelaunt und mit einem bißchen Lampenfieber, das nun einmal dazugehört, kurz vor Spielbeginn. Das etwas trübe Wetter, unpassend für die Jahreszeit, ist für Schachspieler optimal. Auch die Gegner waren pünktlich, allerdings unvollständig. Sie brachten uns zwei kampflose Punkte an den Brettern 6 und 8 mit.
Damit stand es zu Spielbeginn schon 2:0

An Brett 7 traf Michael Jakubowski auf Jan Ringeler (keine DWZ). Mit seinem 12. Zug verzichtete dieser auf eine Figur, und erlaubte einen Generalabtausch. Bei reduziertem Material ließ Michael nichts mehr anbrennen, sondern schob die Partie sicher nach Hause. Er bemühte sich, die Partie zu beenden, bevor die einstündige Wartezeit der kampflosen Partien abgelaufen war, und verpaßte dieses Ziel nur um wenige Minuten. Damit holte Michael das makellose Ergebnis von 9 Punkten aus 9 Partien und ist damit der Topscorer der Liga. 3:0

Nicht viel länger benötigte Lennart Brockhaus an Brett 5 gegen Sven Kranen, DWZ 1224. Er bekam von Anfang an die klar bessere Position, baute sein Druckspiel kontinuierlich aus, und schließlich brach die Stellung des Gegners auseinander. 4:0

Mannschaftsführer Lothar Koch traf an Brett 2 auf Emir Rustamov, DWZ 1344. Emir hat im Laufe der Saison sehr solide gepunktet, und war zusammen mit seinem Bruder Ernest der Grund, warum wir im Vorfeld des Spiels immer darauf gepocht haben: "Nehmt die Gegner nicht auf die leichte Schulter!" Lothar konnte im Verlauf der Partie nie Gewinnvorteil erlangen, aber ein Remis war eigentlich immer drin. Er kam besser aus der Eröffnung, und auch im Mittelspiel hätte ich lieber mit seinen Steinen als denen des Gegners gespielt. Als es aber Richtung Endspiel ging, stellte er einen Bauern ein. Die Partie war immer noch nicht verloren. Der Gegner hatte einen Doppelbauern und einen isolierten Randbauern. Aber Lothar behandelte die Stellung nicht richtig, und so ging das Endspiel an den Gegner. 4:1

In seiner Partie gegen Thomas Weinberger, DWZ 1197, konnte Alexander Itermann an Brett 3 im 15. Zug ein, man höre und staune, aussichtsreiches Figurenopfer anbringen.


alexandersfigurenopfer.jpg

An dieser Stelle spielte Alexander 15. ... Sf3+!!

Der Computer bewertet das Opfer übrigens als völlig korrekt, mit massivem Vorteil für den Angreifer. Leider führte Alexander den Angriff nicht völlig korrekt weiter, und wir konnten ihm nach der Partie nachweisen, dass der Gegner hätte entkommen und den Materialvorteil behalten können. Aber auch der Gegner verteidigte sich nicht akkurat, und so ging der Punkt trotzdem an uns. Wollen wir Alexander trotzdem zum "Helden des Tages" machen? 5:1

Peter aus der Mark hatte an Brett 1 eine schwere Saison. Trotzdem konnte er dort einige wichtige Punkte für uns holen. In der Schlussrunde traf er auf Ernest Rustamov, DWZ 1517, dem er in der letzten Begegnung der beiden noch ein Remis abtrotzen konnte. In einer schwierigen und fummeligen Stellung konnte er etwas Vorteil erzielen. Ob es zum Gewinn gereicht hätte, ist fraglich, aber mit einem Remis wäre jeder völlig zufrieden gewesen. Peter hätte damit das Mannschaftssoll von 5½ Punkten erzielen können. Er steuerte ein Endspiel mit Läufer gegen Springer bei 6 Bauern auf jeder Seite an. Wie sich herausstellte, war hier aber der starke Springer dem schwachen Läufer überlegen, so dass der Punkt an den Gegner ging. 5:2

An Brett 4 spielte Julian Sper gegen Jens Skaradek, DWZ 1129. Im 21. Zug, Julian verfügte bereits über einen gesunden Mehrbauern, stellte sein Gegner ihm seinen Turm zur Verfügung. Das ließ Julian sich nicht zweimal sagen, holte sich den ab und brachte in der Folge die Partie sicher nach Hause. 6:2

Vor dem Mannschaftskampf hatten wir die Mannschaft darauf eingeschworen, mindestens 5½ Punkte zu holen. Konkurrent Neukirchen hätte damit mindestens einen 7:1 Sieg gegen Mehrhoog benötigt, um noch an uns vorbeizuziehen. Daran wollte niemand von uns glauben, zumal Mehrhoog ja ebenfalls eine spielstarke Mannschaft ist. Die 6 von uns erzielten Punkte übererfüllten diese Vorgabe. Unnötigerweise, wie sich herausstellte. Neukirchen gab die Mannschaftspunkte am gleichen Tag an Mehrhoog ab. Der zweite Aufstiegsplatz ist also gesichert. Bezirksklasse, wir kommen!!!

[Dirk Stoppacher]


Runde 8, 22.04.2012: SV Neukirchen-Vluyn II - SV Dinslaken IV 3,5 : 4,5

Nach etwas Streß bei der Mannschaftszusammenstellung fand sich am Sonntag früh tatsächlich ein komplettes Team ein, das dann auch umgehend nach Neukirchen aufbrach, um den vermutlich wichtigsten Kampf der Saison zu bestreiten. Von der Tabellensituation her geht es darum, vom vierten Tabellenplatz auf den zweiten Platz vorzustoßen. Hierzu bestand der erste Schritt darin, den Tabellenzweiten zu schlagen, und in der Folge darauf zu hoffen, dass auch der Tabellendritte, Mehrhoog II, noch ins Straucheln gerät. Eine schwierige Aufgabe, es war also unbedingt nötig, in bestmöglicher Besetzung anzutreten. Da paßte es uns gar nicht ins Konzept, dass Hans-Peter Müller aus familiären Gründen absagen mußte. Aber mit Julian Sper konnte ein adäquater Ersatzmann gefunden werden, so dass die Spielstärke der Mannschaft nicht darunter leiden würde. Besondere Sorge bereitete uns aber das voraussichtliche Spitzenbrett der Neukirchener, Dieter Thier, ein Spieler mit langjähriger Erfahrung in hohen Spielklassen, der eigentlich auch eher in höheren Sphären erwartet werden müßte. Diese Sorge verflüchtigte sich aber gleich zu Beginn. Schachfreund Thier war gar nicht anwesend, und die gegnerische Mannschaft mußte aufrücken.

An Brett 8 gelang es Michael Jakubowski gegen Niklas Kügler, den Führungstreffer zu erzielen. Mit Hilfe eines Figurenopfers gelang es ihm, ein Grundlinienmatt zu erzwingen. 1:0

Als nächstes ging die Partie von Lennart Brockhaus zu Ende. Lennart, von einer Erkältung behindert, traf an Brett 7 auf Jan-Nils Dreger. In einer taktisch unübersichtlichen Stellung ließ dieser seine Dame stehen. In der Folge konnte Lennart noch einen Turm abholen, und als auch der zweite fallen mußte, gab der Gegner auf. 2:0

Am Spitzenbrett konnte Peter aus der Mark gegen Günter Heckes bei verrammelter Bauernstruktur ein frühes Remis erzielen. 2½:½

Julian Sper hatte an Brett 6 das Pech, sich in einer Mattkombination seines routinierten Gegners Manfred Altmann zu verfangen. 2½:1½

Bernd Schwagrowski hatte sich leider an Brett 3 von Frank Malewicz einen Läufer abnehmen lassen. Dieser rettete seinen Vorteil ins Endspiel, in dem für Bernd nichts mehr zu wollen war. 2½:2½

Alexander Itermann machte es glücklicherweise genau umgekehrt. Er nahm an Brett 5 seinem Gegner Sven Zapp die Figur ab und holte sich den vollen Punkt. 3½:2½

Der ebenfalls gesundheitlich angeschlagene Philip Brockhaus kam an Brett 2 gegen Wolfgang Wilhelm mit einem guten Stellungsvorteil aus der Eröffnung. Auf dem Weg ins Endspiel verspielte er ihn aber nach und nach. Schließlich landete er in einem etwas schlechteren Endspiel mit Doppeltürmen und Doppelspringern. Hier brachte er ein positionelles Qualitätsopfer an, mit dem er den Gegner aus dem Konzept brachte, und die Stellung blockieren konnte. Der Gegner entschied sich schließlich dazu, die Qualität zurückzugeben, um überhaupt noch Fortschritte erzielen zu können, aber das entstandene Turmendspiel war innerhalb der Remisbreite. 4:3

Das Schicksal der Mannschaft, die in der Tabelle unbedingt einen Sieg benötigte, lag also in der Hand von Mannschaftsführer Lothar Koch, der an Brett 4 auf Matthias Kühn traf. Lothar leistete sich direkt zu Beginn einen schweren Eröffnungsfehler, wonach die Partie nach eigener Aussage "mausetot" war. Trotzdem gelang es ihm, zu kämpfen und sich nach und nach hochzurappeln. Schließlich gelang es ihm, die Partie in den Remishafen zu retten. 4½:3½

Damit haben wir uns, wie schon in der letzten Runde, die Außenseiteraufstiegschancen bewahrt. Aber es kommt noch besser: Der verbliebene Aufstiegskonkurrent Mehrhoog II ist gegen Wesel VII gestolpert und hat die Begegnung verloren. Ein aus unserer Sicht etwas glücklicher Verlauf der Runde, aber in meinen Augen angesichts des Saisonverlaufs nur ausgleichende Gerechtigkeit. Sei es, wie es sei: Damit haben wir in der letzten Runde die Chance, aus einer günstigen Position heraus, - bessere Brettpunkte, leichterer Endrundengegner -, den Aufstieg aus eigener Kraft zu schaffen. Nehmt die Sache aber nicht zu leicht. Moers steht zwar ganz hinten, hat aber nie wirklich hoch verloren.

[Dirk Stoppacher, nach Angaben von Philip Brockhaus und Lothar Koch]


Runde 7, 25.03.2012: SV Dinslaken IV - Schachverein Wesel VII 8 : 0


Eine eindeutige Angelegenheit wurde heute die Begegnung zwischen Dinslaken IV und Wesel VII. In der laufenden Saison ist es den Weselern bislang nicht gelungen, mit einer vollständigen Mannschaft anzutreten. So auch heute nicht. An den Brettern 2, 5 und 6 gingen die Punkte kampflos an Philip Brockhaus, Alexander Itermann und Lennart Brockhaus. 3:0

Über seine Begegnung am Spitzenbrett schreibt Peter aus der Mark: "Ich kann nur über mein Spiel berichten. Björn Heiermann (DWZ 1461) kam mit der Empfehlung eines Sieges über Michael Schleich (DWZ 1590) aus einer vorherigen Begegnung. Björn als Weißer wählte eine Variante der englischen Eröffnung. Das Spiel verlief bis zum 27.Zug ausgeglichen ohne nennenswerte Fehler auf beiden Seiten. Danach gewann ich durch eine Springergabel die Qualität bei Verlust eines Bauern. Das Match zog sich trotz zügigen Spiels bis zu über 60 Zügen hin.Zum Schluß blieb Weiß nur noch ein Springer, währen ich neben dem Turm noch 2 entfernt stehende Bauern besaß. Ein guter Spieler weiß, wann er aufgeben muß. Das tat Björn dann auch." 4:0

An Brett 3 traf Bernd Schwagrowski auf Marcus Hoffmann. In einer sehr verrammelten Partie gelang es ihm, seinen Turm in der gegnerischen Stellung zu installieren, und damit den Gegner fast völlig zu lähmen. Diesen Vorteil konnte Bernd in ein paar Mehrbauern umwandeln. Nach dem Damentausch im Zentrum verfügte er außerdem über einen starken Freibauern im Zentrum und einen zusätzlichen Freibauern auf der a-Line, die letztlich die Partie entschieden. 5:0

An Brett 4 kam es zu Begegnung zwischen Lothar Koch und Markus Müller. Der Gegner opferte zwei Figuren für gefährlich aussehendes, letztlich aber unzureichendes Angriffsspiel. Nachdem Lothar dieses abgewehrt hatte, erkannte der Gegner die Aussichtslosigkeit des Unterfangens und gab frühzeitig auf. 6:0

Die Partie an Brett 7 wurde zwischen Michael Jakubowski und Jerzy Kozakowsky ausgefochten. Sie endete nach 21 Zügen, sowie 2:21 Stunden durch Zeitüberschreitung. 7:0

Hans-Peter Müller traf am hintersten Brett auf Niels Just. Letzterer ist anscheinend ein Neuzugang älteren Semesters, - ähnlich wie Hans-Peter selbst zu Beginn der Saison -, der heute seinen ersten Einsatz hatte. In klar besserer Stellung übersah er ein Schachgebot, zog stattdessen die Dame. Aufgrund der Berührt-Geführt-Regel mußte er diese in die Schachdiagonale stellen, und gab stattdessen lieber auf.  8:0

[Peter aus der Mark, Dirk Stoppacher]


Runde 6, 12.02.2012: SV Turm Kamp-Lintfort IV - SV Dinslaken IV  1,5 : 6,5

Als ich wenige Minuten nach 9.00 Uhr am Zentralbahnhof Dinslaken eintraf, waren Lothar, Lennart und Philip bereits anwesend. Kurz danach traf auch Bernd ein, so dass nur noch Hans-Peter und Alexander fehlten. Der Rest wollte direkt nach Kamp-Lintfort. Also habe ich schon mal empfohlen, die erste Wagenladung loszuschicken. Ich würde auf die Nachzügler warten. Während wir Bernds Auto dann mit Schachspielern vollpackten, traf auch Hans-Peter ein. Aufgrund der Erfahrung mit dem Spiel in Xanten entschlossen Hans-Peter und ich uns, Alexander direkt an der Wohnung abzuholen, während die anderen schon mal losfuhren. Bei Itermanns war aber niemand da. Glücklicherweise kam gerade eine Nachbarin samt Hund raus, und wußte, dass der Junge von Itermanns gerade das Haus verlassen hatte. Also zurück zum Bahnhof, dort stand er dann auch. Alexander eingeladen, und auf die Autobahn geschwungen.

Am Kolpinghaus angekommen, das jetzt einen neuen Pächter hat, konnten wir das neue Interieur begutachten. Obwohl jetzt Asiatisches und Mongolisches angeboten wird, hat sich vom Äußeren her nur wenig geändert. Schwerwiegender war dann die Tatsache, dass wir von Florian Hagen begrüßt wurden. Zunächst dachte ich: "Spielt der nicht eine Mannschaft höher?", und dann kam es auch schon heraus: Der Mannschaftsführer Reiner Olligs und sein Sohn Luka fallen krankheitsbedingt aus. Florian, der sogar zwei Mannschaften höher (Verbandsklasse) spielt, hatte davon auch erst eine halbe Stunde vorher erfahren, und war nur notdiensthalber da, konnte wegen eines Termins auch nur kurz bleiben. Es war ihm in der kurzen Zeit leider nicht gelungen, Ersatz aufzutreiben, und so gingen die beiden ersten Bretter kampflos an Peter aus der Mark und Philip Brockhaus. 2:0

Die erste echte Entscheidung fiel an Brett 6 zwischen Lennart Brockhaus und Joshua Schwedler. Lennart kam schon gut aus der Eröffnung, konnte dann eine Leichtfigur gewinnen, und anschließend sogar mit einer zweizügigen Mattkombination die Partie elegant im 16. Zug beenden. Leider sah er von dieser Kombination nur den 1. Zug. Aber auch der zweitbeste Zug bescherte ihm eine überlegene Stellung, so dass der Gegner in hoffnungsloser Stellung in Zug 20 aufgab. Hätte Lennart das Matt gesehen, wäre er heute Held des Tages geworden. 3:0

Nicht viel länger benötigte Michael Jakubowski gegen Marvin Maslowski an Brett 7, und das, obwohl Michael, der letzte Woche noch krank darniederlag, einige fragwürdige Züge produzierte. Marvin verzichtete aber darauf, das auszunutzen, und Michael holte den vollen Punkt. 4:0

Kurz darauf remisierte Bernd Schwagrowski an Brett 3 gegen Lukas Kannenberg. Allerdings muß Lukas sich die Frage gefallen lassen, ob er richtig gehandelt hat, sich auf das Remis einzulassen. Bernd hatte bei reduziertem Material die hängenden Bauern und noch einen isolierten Doppelbauern in der f-Linie, und die Gastgebermannschaft durfte keinen halben Punkt mehr abgeben. Sei es, wie es sei, auf diese Weise machte Bernd den Mannschaftssieg perfekt. 4,5:0,5

Nicht lange danach endete auch die Partie an Brett 8 zwischen Hans-Peter Müller und Johannes Engels. Hans-Peter hatte zwischenzeitlich eine Mehrfigur, diese aber dann auch wieder weggestellt. Was ihm blieb, war ein gewisser Stellungsvorteil, der ihm erlaubte, die b-Linie zu übernehmen. Dadurch drangen seine Figuren in die gegnerische Stellung ein. Die Dame dagegen befeuerte den Königsflügel, und bemächtigte sich zunächst der g- und dann der h-Linie. Das Feuer von zwei Flanken erlaubte ihm dann einen schönen Königsangriff, in dessen Verlauf er einen Turm opferte, auf die gegnerische Dame verzichtete und dann schließlich die seine Eigene Dame den weißen König durch den Rücken erdolchen ließ. Rein optisch die schönste Partie des Tages, also kriegt Hans-Peter den Titel "Held des Tages". 5,5:0,5

An Brett 5 entschied Alexander Itermann die Partie gegen Florian Fillgert mit sehr schönem Stellungsspiel. Dabei schlenzte er schließlich einen Bauern auf die gegnerische Grundreihe, und hatte somit eine Dame mehr für nichts, und ... nahm das gegnerische Remisangebot an. Angesichts der bislang erzielten Resultate im Mannschaftskampf durchaus nachvollziehbare Großzügigkeit, aber er hatte nicht den Überblick über die Situation im Aufstiegskampf. Um unsere durchaus noch vorhandenen Resthoffnungen zu verbessern, sollten wir möglichst viele Brettpunkte ansammeln. 6:1

Blieb also noch die Partie an Brett 4 zwischen Mannschaftsführer Lothar Koch und Simon Stark. Nun ist unser Lothar einem sicheren Remis des öfteren nicht abgeneigt. Und auch für Simon ist fraglich, ob es für ihn sehr ersprießlich war, das etwas bessere Endspiel gewinnen zu wollen, obwohl der Mannschaftskampf bereits verloren war. Und so dürfte niemand überrascht sein, dass beide Kämpen hier die Friedenspfeife rauchten. 6,5:1,5

[Dirk Stoppacher]


Runde 5, 22.01.2012: SV Dinslaken IV - SF Moers IV  2,5 : 5,5

Für Dinslaken punkteten Lothar Koch und Michael Jakubowski (jeweils 1,0) sowie Peter aus der Mark (0,5). 

Auch dieser Mannschaftskampf gegen den Tabellenführer hätte anders ausgehen können. An Brett 8 übersah Hans-Peter Müller gegen Heinz Slansky einen einzügigen Mattgewinn und Lennart Brockhaus hatte an Brett 6 gegen Rebecca ter Beek eine Mehrfigur. Auch das Bauernendspiel zwischen Philip Brockhaus an Brett 2 gegen Lars Birkholz hätte nach Meinung von Lars eventuell gehalten werden können.

Natürlich gönnen wir den Schachfreunden aus Moers den verdienten Sieg, aber auch unsere Mannschaft hat Potential, es fehlt halt nur noch an etwas Erfahrung.

[Markus Mühlbacher, Dirk Stoppacher]


Runde 4, 11.12.2011: SK Xanten II - SV Dinslaken IV  3 : 5

Brett 1, Hirschfeld, Stefan - aus der Mark, Peter 1:0
Kommentar Peter: "Nach ca. 20 Zügen stehe ich nach Turmgewinn klar auf Sieg. nach Damentausch habe ich immer noch meine beiden Türme gegen Turm und Springer. Der Gegner bietet mir remis an, ich lehne ab. Durch leichtfertiges und viel zu schnelles Spiel habe ich dann 2 Bauern verloren. Meinem Gegner gelingt der Durchbruch. Meine Spielzeit: 55 Min., die des Gegners: 2 Stunden und 10 Minuten, das erklärt alles."

Brett 2, Luck, Willi - Brockhaus, Philip ½:½
Kommentar Philip: "Ich war heute nicht so gut drauf. Mein Gegner wollte einfach keine ernsthaften Fehler machen. (Mal abgesehen davon, dass er die Gewinnvarianten immer übersehen hat.)"

Brett 3, Nissen, Rainer - Schwagrowski, Bernd 0:1
Bernd gelang es, nach ein paar positionellen Abtäuschen über den Damenflügel auf die gegnerische Grundreihe einzudringen. Dort konnte er mit ein paar Fesselungskombinationen entscheidenden Materialvorteil erlangen.

Brett 4, Oenings, Frank - Koch, Lothar 0:1
Ganz gegen seine übliche Gewohnheit spielte Lothar diesmal auf Sieg. Er drang über den Damenflügel in die Gegnerische Stellung ein, und konnte dort fast nach belieben herumfuhrwerken. Schließlich verlor der Gegner die Nerven und stellte seine Dame weg.

Brett 5, Moroder, Mainhard - Itermann, Alexander +:-
Alexander war nicht dabei, weil er einfach am Bahnhof stehen gelassen wurde. Er kam gerade zu Fuß, allerdings diesmal nicht aus Richtung B8, sondern aus Richtung Innenstadt, und konnte nur noch zusehen, wie Lothar, Bernd, Philip, Lennart und Hans-Peter die Autos bestiegen und losfuhren.
Alexander war am Telefon, wie gewöhnlich, sehr zurückhaltend. Und trotzdem glaube ich, aus seiner Stimme einen Hauch von Säuerlichkeit herausgehört zu haben.

Brett 6, Altenschmidt, Heinz-Gerd - Brockhaus, Lennart 0:1
Lennart hatte in einem besseren Endspiel (Mehrfigur, 2 Mehrbauern) einen Bauern durchgebracht und dadurch die Partie für sich entschieden.

Brett 7, Hirschfeld, Friedhelm - Jakubowski, Michael 0:1
Kommentar Michael: "GAAAAAANZ kurios meine Partie. Ich habe letztlich wegen der FIDE-Regeln gewonnen ..."
Friedhelm Hirschfeld wollte einen Turm tauschen, und benutzte dazu einen gefesselten Turm. Weil er dabei den weißen Turm berührt hatte, mußte er wegen der Berührt-Geführt-Regel diesen dann anders nehmen, und dafür kam nur die Dame in Frage, die dann natürlich weg war. Bis dahin hatte Michael nicht mehr als leichten Vorteil.

Brett 8, Peters, Jens - Müller, Hans-Peter ½:½
Kommentar Michael: "... und Hans-Peter hat mit 2 Leichtfiguren weniger remis geholt. ^^"
Hans-Peter hatte für das geopferte Material einen gefährlichen Königsangriff. Zwischendurch hatte er sogar die Gelegenheit zum Matt, an anderer Stelle konnte er Dauerschach erzwingen.

[Dirk Stoppacher unter Verwendung von Spielerkommentaren]


Runde 3, 13.11.2011: SV Dinslaken IV gewinnt daheim gegen Schachverein Wesel VI mit 5,5 - 2,5

Ebenso wie beim zeitgleich stattgefundenen Mannschaftskampf der zweiten Mannschaft kann man auch bei der vierten Mannschaft heute von "Bestbesetzung" sprechen. Die Sprünge in der Ranglistenabfolge gereichen der Mannschaft eher zum Vorteil.

An Brett 7 traf Michael Jakubowski auf Daniel Terfurth, DWZ 743. Auch wenn Stefan Gilles in dieser Partie eine schlimme Unterlassungssünde Michaels in der Analyse nachweisen konnte, die gleichzeitig auf einen Vorteil verzichtete, andererseits aber auch Nachteil zuließ, - der Gegner verzichtete seinerseits darauf, das zu nutzen -, war diese Partie doch eine eindeutige Sache. Michael war als erster fertig, und hatte auch den vollen Punkt erzielt. 1:0

An Brett 6 hatte Lennart Brockhaus gegen Arthur Wiens, DWZ 884, größere Probleme. Zwar war es ihm gelungen, dem Gegner eine Leichtfigur abzunehmen, doch er revanchierte sich, indem er einen Turm wegpatzte und damit auf Verlust stand. In der Folge gelang es ihm, sich in ein Dauerschach zu retten. Damit ist diese Partie mit Sicherheit alles andere als ein geschobenes Remis. Patzer passieren, auch in Weltmeisterschaftskämpfen, und eine Verluststellung zu retten ist eine Gewinnerqualität. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis Lennart die Skalps auf Kreisebene reihenweise einsammelt. 1,5:0,5

Ungefähr gleichzeitig endeten die Partien an
- Brett 1: Peter aus der Mark gegen Michael Schleich, DWZ 1588, 0:1
- Brett 2: Philip Brockhaus gegen Jan Werk, DWZ 1166, 1:0
- Brett 4: Lothar Koch gegen Maximilian Putzmann, DWZ 793. 1:0
wonach die Gegner beim Zwischenstand von 3,5:1,5 für Dinslaken an den verbliebenen drei Brettern mit dem Rücken zur Wand kämpften.

Als dann nach einer Weile Hans-Peter Müller an Brett 8 gegen den jungen Harald Wiens, DWZ 880, seinen ersten Erfolg in einem Mannschaftskampf einfuhr, war derselbe gewonnen. An den verbliebenen Brettern (Brett 3: Bernd Schwagrowski gegen Lukas Trost, DWZ 1117 und Brett 5: Alexander Itermann gegen Andre Kiesendahl, DWZ 1128) einigte man sich auf rasche Remisen. Endstand: 5,5:2,5

[Dirk Stoppacher]

Runde 2, 16.10.2011: SV Dinslaken IV gewinnt gegen SF Turm Spellen II mit 5 - 3

An einem der wahrscheinlich letzten schönen Sonnentage des Jahres machten wir uns nach dem Treffen am Bahnhof auf nach Spellen. Spielort war diesmal der Festsaal der Gaststätte Wessel van Holt, Vereinsheim der Schachfreunde Turm Spellen. Der Saal war groß genug, dass man am hinteren Ende die beendeten Partien analysieren konnte, ohne die noch laufenden Partien allzusehr zu stören.

Anscheinend ist der Ruf von Bernd "Der Fleischwolf" Schwagrowski ihm nach Spellen vorausgeeilt. Sein Gegner an Brett 3, Ingmar Blonzen, trat jedenfalls gar nicht erst an. 1:0

An Brett 7 traf Michael Jakubowski auf Philipp Brieß, einen Spellener Nachwuchsspieler. Michael spielt nur deshalb so weit hinten, weil seine Vereinsanmeldung nicht rechtzeitig für die laufende Saison eintraf. Zum zweitenmal allerdings zeigte er, dass er zu Höherem berufen ist. Sein Erfolg stand nie in Frage. Er brach im Zentrum durch und wandelte einen Bauern um. 2:0

Hans-Peter Müller nahm an Brett 8 den Kampf mit Tom Hansen auf, ebenfalls ein Spellener Nachwuchsspieler. Wie jeder Neuspieler muß Hans-Peter noch viele Dinge lernen, die für einen Routinier einfach selbstverständlich sind. Zum Beispiel, wie man den Gegner energisch unter Druck setzt. Da dieses völlig ausblieb, konnte Tom Hansen seinen Materialvorteil ganz nach Belieben nutzen, und spielte Hans-Peter an die Wand. Dabei blieben immer noch Möglichkeiten für Gegenspiel, und in einiger Zeit wird Hans-Peter solche Gelegenheiten automatisch sehen, da bin ich ganz sicher. Heute hingen die Trauben allerdings etwas zu hoch für ihn. 2:1

An Brett 6 fand die Begegnung zwischen Lennart Brockhaus und Yasmin Moseler statt, die gemeinsam mit ihrer Schwester von Bruckhausen nach Spellen gewechselt ist. Obwohl Lennart in letzter Zeit schön Punkte geholt hat, findet er immer noch ein Haar in der Suppe seiner Partieleistungen, zum Beispiel da habe sein Gegner einfach nur blöd gespielt. Dieses Mal wird er aber wenig Glück haben. Das Remis mit Schwarz gegen die um 150 DWZ-Punkte stärkere Gegnerin entsprach voll und ganz dem Partieverlauf. An einer Stelle hatte er sogar die Genugtuung, dass sein Partiezug besser war als der von Kiebitz Stefan Gilles vorgeschlagene Alternativzug. Lennart, als nächstes gehen wir aber daran, volle Punkte herauszuspielen, oder? Das kannst Du nämlich auch schon. 2½:1½

An Brett 4 kämpfte Mannschaftsführer Lothar Koch gegen Thorsten Hoppstock. Thorsten hat bereits 2008/2009 in der Spellener Mannschaft mitgespielt, ist also unter den Jungspielern ein Routinier. Trotzdem erhielt Lothar einen Mehrbauern für nichts. Aufgrund des günstigen Verlaufs des Mannschaftskampfes, sowohl der bereits beendeten als auch der noch laufenden Partien bot er seinem Gegner ein Remis an, das dieser auch annahm. 3:2

Auch in der Spitzenbrettbegegnung zwischen Peter aus der Mark und Werner Schmitt sah es eher vorteilhaft aus. Fraglich war allerdings, ob der Vorteil zum Gewinn ausreichen würde. Nachdem aber sichtbar wurde, dass Philip seine Partie an Brett 2 und damit den Mannschaftskampf unzweifelhaft gewinnen würde, ersparte Peter seinem Gegner und sich ein qualvolles Endspiel und bot Remis. 3½:2½

An Brett 2 entschied sich dann der Mannschaftskampf. Dort spielte Philip Brockhaus mit Schwarz gegen Melanie Iwanecki. Durch einen Fingerfehler seiner Gegnerin gelang es ihm, zwei Figuren mit dem Bauern zu gabeln. Von diesem Moment an hatte Philip Gewinnvorteil. Melanie aber kämpfte wie eine Löwin und überraschte Philip einige Male mit unvorhergesehenen Zügen. Philip fand nicht immer die optimale Antwort, und so reduzierte er einige Male seine Siegchancen und der Kampf zog sich in die Länge. Trotzdem behielt er durchgängig Gewinnvorteil, und so mußte Melanie sich schließlich trotz heldenhafter Gegenwehr geschlagen geben. 4½:2½

Die Situation an Brett 5 war beinahe umgekehrt. Nachdem er gegen Jonas Moritz, ebenfalls Nachwuchs aus Spellen, eine Kombination falsch berechnet und dadurch eine Figur verloren hatte, nahm Alexander "Das Kampfschwein" Itermann die Herausforderung an, und kämpfte die Partie zu einer Totremis-Stellung durch. 5:3

[Dirk Stoppacher]


Runde 1, 02.10.2011: SV Dinslaken IV unterliegt TV Mehrhoog II knapp mit 3,5 - 4,5

Für Dinslaken punkteten Philip Brockhaus, Alexander Itermann und Michael Jakubowski (jeweils 1,0) sowie Lothar Koch (0,5).

Letztlich entschied sich der gesamte Mannschaftskampf in der Partie zwischen dem routinierten Neuzugang Bernd Schwagrowski an Brett 3 gegen Ernst Tebbe. Nach einem harten Kampf über 70 Züge war beim Stande von 3½ : 3½ ein kompliziertes Endspiel mit Dame und zwei Bauern auf beiden Seiten entstanden. Um die Sache noch spannender zu machen, befanden sich beide Spieler in hoher Zeitnot. In dieser Phase stellte der Gegner aus Mehrhoog seine Dame einzügig ein. Jedoch Bernd, mit nur noch 30 Sekunden auf der Uhr, sah dies nicht, und stellte stattdessen seine eigene Dame ein. Mit einer Dame weniger war nichts mehr zu wollen, und die Mannschaftspunkte gehen nach Mehrhoog, die ebenfalls hart darum gekämpft und diese daher verdient haben.

[Markus Mühlbacher, Dirk Stoppacher]