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Verbandsklasse

9. Runde, 06.05.2012: Schachfreunde Brett vor'm Kopp Duisburg - SV Dinslaken II 3,5 : 4,5


smiley-laughing.gif Warum sind wir besser als der FC Köln???? Wir steigen nicht ab.....smiley-laughing.gifsmiley-laughing.gif und nächstes Jahr auf jeden Fall auf!

Ich fand den Kampf recht amüsant, die Gastgeber voller Motivation und auf einen Ausrutscher von Wermelskirchen hoffend... Doch daraus wurde nichts. Das Spiellokal war absolut Raucherunfreundlich, man musste von der 3 Etage und ungefähr 150 Stufen rauf und runter laufen um seine Nikotinsucht zu stillen...Nach Rücksprache mit dem MF Herrn Grimm, wird das Spiellokal (AWO-Duisburg) noch in diesem Jahr abgerissen. Also war ich nicht der einzige Raucher der sich beschwert hat. Nun gut. Alles, was ich hier zu verfassen versuche, mache ich, weil ich unter enormen Drogeneinfluß (sprich: Medikamente) stehe.. smiley-cool.gif Die letzte Runde in der Verbandsklasse zwischen dem Gastgeber Brett vorm Kopp aus Duisburg gegen Dinslaken II. Gespielt wurde, wie bereits erwähnt, in der 3. Etage in der AWO Sportstätte in Duisburg. Die örtlichen Rahmenbedingungen waren gut, Preise für Getränke unüblicherweise erschreckend günstig (50 Cent!) und auch anwesende Kibitze in Form von Sven Pröttel vom OSC Rheinhausen (wollte nicht nur unsere 2. Mannschaft sehen, sondern hat die Jugendmannschaft vom OSC betreut..).

Folgende Paarungen kamen aufgrund diverser Verpflichtungen der jeweiligen Mannschaften zu stande :

Grimm, Heiko - Cebulla, Konstantin
Muranyi, Erich - Waldmann, Kai
Junicke, Frank - Walter, Andreas
Germann, Norbert - Volkmann, Timo
Burdick, Markus - Franke, Danny
Drescher, Günter - Wilke, Michael
Weschollek, Uwe - Ratzkowski, Dirk
Holtappel, Karsten - Brockhaus, Lennart

Nach einer Stunde gingen wir kampflos 1:0 in Führung. Dirk Ratzkowski gewann zu seinem Leidwesen kampflos. Er hätte gerne gespielt, und gegen einen starken Gegner noch seine DWZ verbessert.

Michael Wilke stand nach der Eröffnung ausgeglichen, mit zunehmender Spielzeit im Mittelspiel allerdings schlechter und nahm leider einen vergifteten Bauern des Gegners, welcher dann in ein gewonnenes Endspiel abwickelte und gewann. 1:1

Konstantin und Andreas standen schon früh nach der Eröffnung besser und auch an den anderen Bretter sah es gut bzw. solide aus. Konstantin hatte die gleiche Stellung, die er vor einiger Zeit gegen einen anderen Gegner gewann, auf dem Brett und gewann nach einer schönen Kombination und Abwicklung in einem Bauernendspiel mit Mehrbauern soverän seine Partie. 2:1

Unser junger Debütant Lennart spielte eine ordentliche Partie und hat sich gut verkauft, habe aufgrund meiner Partie leider nicht alles mitbekommen, leider nur dass er verloren hat. 2:2

Kai spielte an Brett zwei gegen den Topscorer (7,5 aus 8!) und holte einen halben Punkt ohne meiner wahrscheinlich mehr als oberflächlichen Betrachtungen je schlechter gestanden zu haben. 2½:2½

An allen drei verbliebenen Brettern sah es gut für uns aus. Andreas baute seine Vorteil aus, Timo stand immer noch ausgeglichen und ich fand meine Stellung sehr angenehm. Gegen 14 Uhr in etwa war es dann so weit, mein Gegner fand das einzig Richtige und gab auf.(5-6 Züge früher wären angebrachter gewesen) naja vielleicht liegt es am Fieber, aber so habe ich es nunmal empfunden. 3½:2½

Nach mir siegte Andreas, bei der Analyse sagte mir sein Gegner, er hätte seines Wissens nach eine Figur eingestellt und verliert... Gesagt getan Andreas siegt.Aufstieg für den Gegner misslungen. 4½:2½

Timo verlor leider sehr unglücklich, aber das 3½ zu 4½ war nur Ergebniskosmetik für die Gegner.

Ein sehr guter Abschluß einer doch etwas kuriosen Saion, in der wir mit Sicherheit, wenn, das Wörtchen "Wenn" nicht gewesen wäre... wir definitiv aufgestiegen wären. Mir hat es bis auf mein persönliches Ergebnis, womit ich überhaupt nicht zufrieden bin, sehr viel Spaß gemacht. Und schon vor dem Sommerfest ein großes Kompliment an Dich Frank! Du hast einen guten Job gemacht, alles gut organisiert und geplant!!! Große Klasse. Hat tierisch viel Spaß gemacht, auch dass NÖÖ DU KANNST KEIN REMIS MACHEN smiley-laughing.gif Freue mich auf die nächste Saion. Viele Grüße und alle, die meinen sie könnten es besser als Frank machen, Urteilen, ohne dabei (sprich: Vor Ort) gewesen zu sein, kann ich nur eins sagen, was ich ab jetzt auch machen werden: LASST DIE DROGEN (ALKOHOL) WEG! In diesem Sinne: 2. Liga Köln ist dabei......

[Danny Franke]


8. Runde, 15.04.2012: SV Dinslaken II - SG Elberfeld III 4,5 : 3,5

Im bedeutungslosen Kampf gegen die dritte Mannschaft der Elberfelder SG, - wir im gesicherten Mittelfeld, der Gegner war bereits abgestiegen -, mußten wir ersatzgeschwächt antreten, während Elberfeld etwas überraschend in faktischer Bestbesetzung antrat. Bei uns waren Timo und Jörg verhindert, und Spitzenbrett Konstantin erhielt eine schöpferische Pause nach VEM und NRW-Jugend-Einzel.

Früh aber schien das Spiel günstig für uns zu verlaufen. Andreas Walter an Brett 2 brachte uns mit 1:0 in Führung, er opferte einen Bauern für offene Linien und Tempogewinn, dieses sah sehr spekulativ aus, doch nach einem Damenfehlzug seines Gegners David Bachmann war die Partie sofort vorbei.

Michael Wilke an Brett 5 hatte mit Schwarz gegen Alexandros Chatzikos früh eine bequeme Stellung, konnte seine Vorteile nach und nach ausbauen und die Führung auf 2:0 auszubauen.

Daraufhin machte Frank Hamann an Brett 4 gegen Peter Wiesemann remis, nachdem er wieder etwas konzeptlos gespielt hatte und vielleicht sogar eine etwas schlechtere Stellung besaß. 2½:½

Auch Kai Waldmann beendete seine Partie an Brett 1 gegen Josef Krük dann mit einer Punkteteilung. Dort wurde die Remisbreite wohl nie überschritten, und ein Turmendspiel mit je einem Bauern blieb zuletzt übrig, was man dann durchaus auch friedlich beenden darf. 3:1

Michael Cebulla an Brett 8 stand gegen das Elberfelder Jungtalent Kornel Maj lange Zeit etwas schlechter, hatte auch eine Stunde weniger auf der Uhr. Er fand aber den Weg zu einem Generalabtausch, so daß ein Springerendspiel mit symmetrischer Bauernstruktur übrig blieb und auch hier wurde Remis vereinbart. 3½:1½

Zu diesem Zeitpunkt schien der Kampf gelaufen, da Franz Bredendick an Brett 7 den Gegner Lukasz Rafal Potyrala dazu zwingen konnte, den Turm gegen Franz´ Bauern auf der 2.Reihe zu opfern. Das Endspiel T+B gegen 3B sollte einfach zu gewinnen sein, doch Franz fand nicht den richtigen Weg und ließ den Gegner noch mal entkommen. Auch hier erfolgte letztendlich die Punkteteilung, auch wenn noch aberwitzig lange weitergespielt wurde.

Also 4:2 Zwischenstand, doch die beiden noch laufenden Partien sahen nicht so gut für uns aus.

Dirk Stoppacher an Brett 6 gegen Alfred Güthler hatte lange mit gegnerischen Drohungen am Königsflügel zu kämpfen. Als diese endlich überstanden schienen, konnte der Gegner mit einer kleinen Kombination in ein vorteilhaftes Doppelturm-Endspiel abwickeln. Als auch hier die größten Sorgen überstanden waren, unterlief Dirk ein grober Fehler, der sofort zu einem verlorenen Bauernendspiel geführt hätte, so daß ihm nur die Aufgabe blieb. 4:3

Danny Franke an Brett 3 gegen Alexandr Pertschik sorgte dann mit einer glücklichen Punkteteilung für den Gesamterfolg: früh konnte er einen Bauern gewinnen, dafür erhielt der Gegner einen fürchterlich starken schwarzfeldrigen Läufer, der sowohl Dannys Rochade verhinderte als auch seine Entwicklung sehr einschränkte. Nachdem es dem Gegner gelang, auch noch die c-Linie zu öffnen und mit Dame,Läufer und Springer Dannys König zu Leibe rückte, sah es sehr nach einer Niederlage aus. Aber Danny fand immer den einzigen Zug, der ihn am Leben hielt, so daß der Gegner ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern nicht vermeiden konnte, was dann das Remis für uns garantierte. Zu Dannys und meinem Erstaunen zeigte der Gegner dann aber ein dreizügiges Matt unter Figurenopfer, was er leider erst einen Zug zu spät gesehen hatte...und wir gar nicht. 4½:3½

Deswegen ein etwas glücklicher Sieg gegen die Elberfelder Dritte, denen wir für die kommende Saison alles Gute und einen raschen Wiederaufstieg wünschen!

[Frank Hamann]


7. Runde, 25.03.2012: SF Düsseldorf - SV Dinslaken II 3,5 : 4,5

Das Mindestziel Klassenerhalt wurde damit vorzeitig erreicht.

Der Berichterstatter und Mannschaftsführer war heute nur als Zuschauer dabei, da alle anderen acht Spieler zur Verfügung standen, und er selber nach der Nachtschicht nur eine Stunde schlafen konnte, was sich im Allgemeinen negativ auf die Spielstärke auswirkt. Dieses nervenaufreibende Duell konnte jedoch alle Müdigkeit restlos von mir nehmen. Doch der Reihe nach:

Nach etwas beschwerlicher Anreise (Danny hatte versehentlich das Spiellokal vom Düsseldorfer SV auf seinem Navi eingegeben) trafen wir bei bestem Wetter in quasi Bestbesetzung auf eine etwas ersatzgeschwächte Mannschaft vom SFD 75; die Rahmenbedingungen sind in deren Schachlokal wirklich wunderbar!

Schon aus der Eröffnung heraus schien Andreas Walter an Brett 3 gegen Norbert Jäckel eine Figur gewinnen zu können, dieses gelang auch vorübergehend. Der Zeitverbrauch seines Gegners war auch schon enorm, doch die Stellung blieb hochkomplex. Und dabei ging es Andreas auch nicht besser als mir: kaum Schlaf nach gestriger Vor-Abifeier. Doch im Gegensatz zu mir sah er aus wie das blühende Leben. Die Gnade der Jugend.

Kurz darauf die schnelle Führung für uns: Danny Franke konnte an Brett 5 gegen Dieter Fietz das klassische Läuferopfer auf h7 anbringen, mit unwiderlegbarem Mattangriff. Danny hatte vorher den Bauern auf b2 angeboten, den der Gegner auch nahm, anstatt seinen König abzusichern. 1:0

Da der Kampf insgesamt recht günstig für uns aussah, hat Jörg Riekenbrauk an Brett 6 gegen Sebastian Wilmes daraufhin remis gespielt. Jörg kam zwar gut aus der Eröffnung, nach einem ungewöhnlichen Abtauschmanöver blieb aber ein Doppelbauer auf der e-Linie, der das Spiel auf beiden Seiten sehr hemmte, so daß die Punkteteilung in Ordnung geht. Später wurde noch lange über ein sehr spekulatives Springeropfer analysiert, aber bei bestem gegnerischen Spiel hätte es wohl nichts gebracht. 1½:½

Dirk Stoppacher an Brett 8 gegen Werner Hartmann konnte dann unsere Führung ausbauen: nach interessanter Eröffnungsbehandlung verblieb er mit bärenstarkem Läuferpaar gegen passive Figuren des Gegners, es gelang ihm, einen Bauern nebst Qualität zu erobern. Als ein weiterer Figurenverlust unabwendbar war, gab der Gegner auf. 2½:½

Michael Wilke an Brett 7 gegen Markus Fülleborn stand lange Zeit ausgeglichen, nach einem Generalabtausch verblieb ein Turmendspiel mit je 5 Bauern, was erst vorteilhaft für seinen Gegner aussah. Michael konnte jedoch seine Zentrumsbauern nach vorne bewegen, und schließlich mußte sich der Gegner entscheiden, ob er eine Stellungswiederholung zuläßt oder Bauern einbüßt, was nicht wirklich vertrauenserweckend aussah. Also endete auch diese Partie unentschieden. 3:1

Timo Volkmann an Brett 4 gegen Bernd Göhle spielte eine Partie, in der lange nicht viel los zu sein schien. Beim Übergang zum Endspiel entstanden plötzlich jedoch einige taktische Manöver auf beiden Seiten, schließlich entstand aber ein Doppelturm-Endspiel, wo Timo erst aufgrund der besseren Türme im Vorteil schien. Dem Gegner gelang es aber, seine Stellung zu verbessern, und demzufolge wurden auch die Punkte geteilt. Der Berichterstatter hatte aber kurzfristig gedacht, daß Timo verloren hätte, da er einen geknickten Eindruck machte und das Brett in Grundstellung zurückgesetzt wurde, nur mit weißem König in der Mitte...doch dieses Mißverständnis wurde glücklicherweise noch aufgeklärt. 3½:1½

Leider hatte Andreas Walter an Brett 3 gegen Norbert Jäckel, wie eingangs erwähnt, seine Mehrfigur nicht halten können, er geriet sogar in ein schlechteres Mittelspiel, was in einem schlechteren Endspiel mündete. Nach Abtausch der Türme verblieb ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, doch wegen der schlechteren Bauernstruktur und eines ungünstig platzierten Königs konnte er dieses nicht mehr halten. Also nur noch 3½:2½.

Konstantin Cebulla an Brett 1 gegen Vladimir Kontorovitch stand lange Zeit etwas besser (Raumvorteil), doch konnte sein Gegner in Konstantins Zeitnot ein Figurenopfer anbringen, was ihm erhebliche Drohungen gegen Konstantins König einbrachte sowie einen starken Freibauern auf der g-Linie, bei deplatzierten Figuren von Konstantin. Direkt nach geschaffter Zeitkontrolle investierte unser Spitzenbrett nochmals 40 Minuten, um der Drohungen Herr zu werden. Irgendwie schaffte es Konstantin aber noch, bei ca. 2 Minuten Restbedenkzeit ein Dauerschach zu erzwingen. Nachträglich stellte sich sogar noch ein mögliches Mattmotiv heraus, aber auch das Unentschieden ist unter den gegebenen Umständen Gold wert gewesen. 4:3

Das Mannschaftsremis war also gesichert, und auch die Schachfreunde Rößler und Wihl vom Düsseldorfer SV drückten uns die Daumen, da ein Mannschaftspunkt für unseren Gegner deren Chancen auf den Klassenerhalt verschlechtern würden.

Kai Waldmann an Brett 2 gegen Norbert Hamm blieb es also vorbehalten, für den Mannschaftserfolg zu sorgen: ausgangs der Eröffnung hatte er mit ungewöhnlichen Springermanövern versucht, Königsangriff zu erhalten, nachdem die Damen aber abgetauscht wurden, wirkten die Springer etwas deplatziert. In der Folge kam es aber zu diversen Abtäuschen, und schlußendlich wurde ein Springerendspiel erreicht, in dem Kai dann irgendwann einen Bauern gewinnen konnte. Nur büßte er diesen unnötigerweise wieder ein, und es kam noch schlimmer: auch ein weiterer Bauer ging an seinen Gegner, und jetzt änderte sich gefühlt jede Minute die Stellungsbeurteilung: Remis oder Verlust? Zum Schluß behielt der Gegner einen Randbauern (der bekannterweise der gefährlichste gegen den Springer ist), doch Kai gelang es, diesen Bauern zu gewinnen. Also remis und damit ein hart erkämpfter 4½:3½-Sieg!

[Frank Hamann]


6. Runde, 04.03.2012: SV Dinslaken II - SV Wermelskirchen 3,5 : 4,5

Gegen den Tabellenführer aus Wermelskirchen gab es eine verdiente Niederlage.

Kai Waldmann an Brett 2 spielte früh remis gegen Marcus Oechtering, auch wenn dieses Unentschieden nicht ausgekämpft war, schien es doch stellungsgemäß. ½:½

Dirk Stoppacher an Brett 8 schien leichten Vorteil zu besitzen, er fragte dann beim Mannschaftsführer vorsichtig an, wie es denn mit einem Remis-Angebot seinerseits wäre- doch dieser hielt in diesem Moment wenig davon. Tja, einige Züge später stellte er leider seine Partie gegen Rainer Engels weg, damit lagen wir schnell zurück. ½:1½

Danny Frankes Stellung an Brett 4 gegen Jacek Pyrowicz schien lange vorteilhaft zu sein, er hatte etwas Druck gegen die gegnerische Königsstellung, doch leider war sein eigener Monarch ungünstig in der Brettmitte postiert. Nach einem Generalabtausch verblieb sein Gegner mit einem Mehrbauern im Damenendspiel, doch Gewinnmöglichkeiten waren für ihn hier auch nicht zu erkennen, also wurde auch hier remis vereinbart. 1:2

Das Gleiche passierte in der Partie von Jörg Riekenbrauk an Brett 5 gegen Jan-Magnus Bleek: Jörg war gut aus der Eröffnung gekommen, seine Figuren schienen besser postiert zu sein, doch nach einigen unvermeidbaren Vereinfachungen verblieb ein Turm-/Läufer-Endspiel (die Läufer ungleichfarbig). Jörg lehnte ein erstes Remisangebot mannschaftsdienlich ab, doch kurz später war die Punkteteilung auch hier unvermeidlich. 1½:2½

Zu diesem Zeitpunkt stand nur Andreas Walter auf Dinslakener Seite besser, Konstantin Cebulla ziemlich passiv, Michael Wilke schon deutlich schlechter und Frank Hamann ziemlich unklar.

Es sah also schon ziemlich ungünstig aus, und bald darauf passierte die Vorentscheidung:

Frank Hamann, der nicht gut aus der Eröffnung gekommen ist, konnte seine Stellung an Brett 6 langsam verbessern, verbrauchte aber viel Bedenkzeit, und in der entscheidenden Situation behielt sein Gegner Felix Schönfelder einfach den besseren Überblick, erkannte alle taktischen Verwicklungen und beendete die Partie mit einer schönen Kombination. 1½:3½

Auch Michael Wilke mußte kurz darauf seinem Gegner Uwe Workowski zum Sieg gratulieren; Michael mußte eine Schwächung seinen Bauernzentrums hinnehmen, und auf die Dauer konnte er dem Druck, den sein Gegner auf seinen Königsflügel ausübte, nicht standhalten. 1½:4½

Damit hatte Wermelskirchen 4,5 Punkte, und der Kampf war entschieden. Unsere Youngster sorgten aber noch für Ergebniskosmetik:

Andreas Walter kam gegen Marian Bleek schon mit Vorteil aus der Eröffnung, war stets handelnde Person auf dem Brett und setzte seinen positionellen Vorteil in Materialvorteil um, welchen er technisch sauber in einen Sieg ummünzte. Eine ganz starke Leistung! 2½:4½

Konstantin Cebulla sorgte dann für den überraschenden Schlußpunkt; eigentlich stand er gegen Sascha Mohaupt ziemlich passiv und kämpfte ums remis, doch sein Gegner nahm einen vergifteten Bauern, was ihn eine Figur kostete. Diesen Vorteil ließ sich Konstantin nicht mehr nehmen und verkürzte zum Endergebnis von 3½:4½.

[Frank Hamann]


5. Runde, 22.01.2012: SG Solingen V - SV Dinslaken II 4,5 : 3,5

Mit geringer Verspätung machten wir uns auf den Weg nach Solingen, wo wir dann zwei Minuten vor Beginn tatsächlich vollständig, aber ersatzgeschwächt versammelt waren, und um die Sache noch ein bißchen spannender zu machen, trat der Gastgeber in Bestbesetzung an.

Nach einer halben Stunde sammelte ich erste Eindrücke; bei Andreas war ein wildes taktisches Handgemenge auf dem Brett, er schien aber zuversichtlich zu sein. Jörg hatte in der Eröffnung einen Bauern geopfert, Kompensation war aber nicht zu sehen (Jörg hatte wohl Züge vertauscht), Dirk stand unter schwerem Beschuss, Markus stand höchst bedenklich. Sonst war noch nicht viel los. Kein guter Beginn also. Danny erhielt auch recht schnell ein erstes Remisangebot, er lehnte im Hinblick auf die Situation des Mannschaftskampfes ab.

Andreas Walter konnte dann an Brett 2 gegen Ali-Necip Erkay schnell gewinnen. Nachdem sich der Rauch verzogen hatte, behielt er Dame gegen Läufer übrig. 1:0

Mein Gegner Walter Ommer hatte an Brett 5 seinen Königsflügel mit einigen wohl zu forschen Bauernzügen geschwächt, durch eine Kombination konnte ich eine Qualität und einen, später einen zweiten Bauern gewinnen, dazu eine klar bessere Stellung. Kurz darauf stellte mein Gegner noch einen Turm ein, also 2:0.

Dafür stand Markus Lengtat an Brett 8 gegen Ulrich Grah jetzt aufgabereif, nach dem Verlust von Turm und Figur versuchte er einen letzten Schwindel, der nicht mehr durchschlug, 2:1.

Jörg Riekenbrauk hat an Brett 4 gegen Stephan Borchert versucht, nach Damentausch ein Endspiel mit Minusbauer zu verteidigen, stellte nur leider noch eine Figur ein, also 2:2.

Konstantin stand wohl besser, hatte aber kaum noch Zeit, Danny unklar, wohl etwas schlechter (auch weniger Bedenkzeit), Dirk hat sich aus der Umklammerung befreien können und hatte mittlerweile klaren Vorteil, Nikola geriet beim Übergang ins Endspiel in eine sehr schwierige Lage.

In dieser Phase erhielt Danny Franke von seinem Gegner Frank Borkott an Brett 3 ein erneutes Remisangebot. Er lehnte es aus mannschaftsdienlichen Gründen ab (Danke nochmal dafür). Seine Stellung gab keine Gewinnversuche mehr her, ein Unentschieden war das maximal Erreichbare. So überzog er seine Stellung und verlor. 2:3

Dirk Stoppacher konnte dafür an Brett 6 gegen Michael Pommeranz gewinnen, also 3:3.

Nikola Lajic konnte an Brett 7 gegen die besser postierte Dame des Gegners Athanassios Vranidis auf Dauer nicht standhalten, und so stand es 3:4.

Konstantin Cebulla an Brett 1 hatte in höchster Zeitnot gegen FM Martin Auer ein Endspiel Läufer und 5 Bauern gegen Turm und 3 Bauern auf dem Brett, was ich als verloren einschätzte, er schaffte es aber, dieses remis zu halten. 3,5:4,5

Knappe Niederlage also. Ein 4-4 wäre möglich gewesen, hätte uns aber wohl auch nicht weitergeholfen. Mit nunmehr 5-5 Punkten wollen wir die Saison ordentlich zu Ende spielen, und noch einige Mannschaften etwas ärgern.

[Frank Hamann]


4. Runde, 04.12.2011: SV Dinslaken II - Düsseldorfer SV II 6 : 2

Obwohl diesmal Timo nicht dabei war, konnten wir eine vollständige Mannschaft aufstellen ohne auf die Spieler der dritten Mannschaft zurückzugreifen.

Danny Franke an Brett 4 hat gegen Wolfgang Rößler früh remis gespielt. Danny hatte aus privaten Gründen wenig Zeit. Das Unentschieden geht in Ordnung, wobei er in früher Eröffnungsphase auch hätte verlieren können, Dannys Bauernopfer auf b2 hätte der Gegner einfach annehmen können, dieser hätte auch noch einen zweiten Bauern gewinnen können, hatte aber Angst vor einem taktischen Übersehen. 0,5 : 0,5

Mannschaftsführer Frank Hamann hat an Brett 6 gegen Thomas Wihl eine Stunde später remis geboten, trotz etwas Vorteil und mehr Bedenkzeit. Frank war von der nächtlichen Heimfahrt übermüdet und wollte keine Patzer riskieren. Da zu diesem Zeitpunkt der Kampf an den übrigen Brettern gut stand, - Konstantin stand aussichtsreich und hatte deutlichen Zeitvorteil, Kais Stellung war leicht besser, Andreas glatt auf Gewinn, Jörgs Partie sah optisch nach klarem Vorteil aus, Michael hatte einen Mehrbauern ohne gegnerische Kompensation, Dirk einen Bauern weniger mit viel Kompensation -, war dieser Schritt gerechtfertigt, wenn auch nicht unbedingt notwendig. In der Folge sollte Frank sich allerdings über diese Entscheidung ärgern. 1 : 1

Kai Waldmann an Brett 2 konnte gegen Friedrich-Karl Hebeker später in einer taktisch höchst komplexen Stellung die Überhand behalten. Die Entscheidung aus Zeit war nur ein Symptom, auch auf dem Brett stand er auf Gewinn. 2 : 1

Andreas Walter hatte an Brett 3 gegen Martin Cobbers einige große Chancen ausgelassen, den wichtigen Keilbauern unnötigerweise eingestellt, dann aber das Turmendspiel souverän gewonnen. 3 : 1

Aber so langsam kippten die übrigen Stellungen. Michael büßte den Mehrbauern wieder ein, - er hatte zwischendurch sogar zwei -, und geriet in ein schlechtes Läuferendspiel gegen den besseren König. Jörgs besser aussehende Partie war mittlerweile ein schwierig einzuschätzendes Springerendspiel, Dirk hatte aus mannschaftskampfdienlichen Überlegungen ein gegnerisches Remisangebot abgelehnt und landete in einem klar schlechteren Endspiel, mit schlechtem Läufer gegen einen gegnerischen Höllenspringer. Konstantins Gegner schaffte es, mit einer Sekunde auf der Uhr seine Züge 39 und 40 zu machen, Konstantin konnte zwar die gegnerische Dame gewinnen für seinen Turm, aber der Gegner hatte ein paar Bauern kurz vor der Umwandlung und Konstantins König war höchst gefährdet. Also noch alles offen.

Michael Wilke schaffte es dann an Brett 7, sein Endspiel gegen Alexander Grinshpun remis zu halten. 3,5 : 1,5

Jörg Riekenbrauk an Brett 5 wurde gegen Klaus Fischer unser Matchwinner. Hier sein Originalkommentar: "Die Einschätzung, dass ich so super aus der Eröffnung kam, fand ich schon am Sonntag recht gewagt und sagte dazu immer, die Sache stehe Spitz auf Knopf. Tatsächlich habe ich im 6. Zug eine laut Buch eher fragwürdige Fortsetzung gewählt, die allerdings am Brett kaum zu überblicken ist. Nachdem sich der Nebel der Eröffnungsnickeligkeiten verzogen hatte, hätte ich Vorteil bewahren können, setzte aber verflachend fort. Ab da war dann die Stellung leicht vorteilhaft für Weiss, aber wohl in der Remisbreite. Kurz bevor der Gegner die Türme zum Tausch anbot, hatte ich eine - allerdings schwer zu sehende - Gelegenheit in ein mindestens vorteilhaftes, womöglich auch gewonnenes Springerendspiel abzuwickeln.
Bald darauf kam es dann zum Springerendspiel, das, wenn überhaupt, vorteilhaft für mich war. Fehler auf beiden Seiten hätten danach jedes Ergebnis zugelassen - der letztendliche Sieg von Schwarz war aber das wahrscheinlichere Ergebnis." 4,5 : 1,5

Dirk Stoppacher konnte an Brett 8 sein Endspiel gegen Werner Buchal kurz darauf auch remis halten, obwohl der Gegner ihm die Sache nicht einfach machte. Nachdem aber mehrere Bauern abgetauscht waren, spielte der eben erwähnte schlechte Läufer wieder mit. Dieser erlöste den Turm von seiner undankbaren Blockadeaufgabe, - Zitat Karsten Müller: "Der Turm ist ein schlechter Blockeur" -, und danach war nichts mehr drin. 5 : 2

Spitzenspieler Konstantin Cebulla konnte in Verluststellung noch ein letztes Schwindelmanöver anbringen, und sein Gegner Arne Dörnbrack rannte bei knapper Bedenkzeit kurz vor 16:00 in ein Mattbild. 6 : 2

Alles in Allem ein viel zu deutlich ausgefallener Sieg, aber nach der Aneinanderkettung von Fehlern gegen Uedem mal eine schöne Abwechslung. Nach unten sollte uns in dieser Saison nichts mehr passieren, jetzt können wir mal etwas nach oben schielen...

[Frank Hamann, Jörg Riekenbrauk, Dirk Stoppacher]


3. Runde, 13.11.2011: SV Dinslaken II - SC Bayer Uerdingen I 4 : 4

Bei erschwerten Bedingungen (der gleichzeitige Heimkampf der Vierten machte es etwas eng) traten wir in Bestbesetzung (kurzfristig mit dem wieder spielberechtigten Michael Wilke, der ebenfalls anwesende Dirk verzichtete für ihn) an, bei Uerdingen fehlte Brett 2, sonst Bestbesetzung.

Kai Waldmann an Brett 2 erhielt frühzeitig ein Remisangebot seines Gegners Egon Eckert, er hatte Weiß und Raumvorteil, aber das bedeutet bekanntermaßen ja nichts. Er nahm es dann an. 0,5:0,5

Kurz danach erhielt auch Michael Wilke an Brett 8 dieses Angebot von Harald Dotzauer, er hatte eine verriegelte Bauernstruktur, auch hier erfolgte dann der Friedensschluß. 1:1

Danny Franke an Brett 5 bat mich schon vor dem Kampf darum, Fredi Ehlers ein frühes Remis anbieten zu dürfen, da er aufgrund einer harten Arbeitswoche erschöpft war, außerdem an diesem Wochenende private Verpflichtungen hatte. Auch hier erfolgte dann so gegen 11:00 Uhr die Punkteteilung. 1,5:1,5

Konstantin Cebulla an Brett 1 hatte zu diesem Zeitpunkt auch schon Remis geboten, der Gegner Frank Eckert hatte zuvor die Partie in eine Eröffnungsvariante mit einem starken remislichen Ruf gesteuert. 2:2

Tja, dann schauten sich die verbliebenen Spieler an, an jedem Brett erfolgten Remisangebote, und vor 12:00 war das Unentschieden perfekt. Ein Ergebnis, mit dem beide Mannschaften wohl leben können. Timo und Andreas standen eventuell etwas besser, ich dafür einen Hauch schlechter, Jörg hatte etwas (ausreichend?) Spiel für seinen geopferten Bauern. Eine Tendenz war meines Erachtens nicht wirklich abzusehen, also haben wir den Spatz in der Hand genommen! 4:4

[Frank Hamann]


2. Runde, 09.10.2011: Uedem II - Dinslaken II 4½ : 3½

Auf dem Hinweg stellten wir schnell fest, dass die Uedemer weiträumig ihre Nebelwerfer angeschaltet hatten. Bereits in Bottrop empfingen mich die ersten Nebelschwaden, deren Epizentrum sich allerdings in Uedem befand. Es wurde immer nebeliger.

Zuerst endete die Partie von Kai Waldmann an Brett 2 gegen Markus Hidding. Im 10. Zug, bei leichtem Nachteil und völlig offenem Mannschaftskampf erhielt Kai ein Remisangebot, das er annahm. ½:½

Nach dem schnellen Remis von Kai endete als nächstes die Partie von Jörg Riekenbrauk an Brett 6 gegen Reiner Tillmann. Jörg hatte eine Qualle "geopfert", -
    Frage eines Kiebitzes: "Sie haben ja die Qualität weniger! Geopfert oder eingestellt?"
  Antwort George Koltanowski (1903 – 2000): "Das kann ich ihnen erst nach der Partie sagen.
    Wenn ich gewinne war es ein Opfer. Wenn ich verliere war es ein Fehler."
-, so dass auch er sich mit Remis zufrieden geben mußte. 1:1

Die dritte beendete Partie war die von Dirk Stoppacher an Brett 8 gegen Rainer Aymanns. Dirk hatte den Gegner die ganze Zeit unter Druck gesetzt, aber nichts Greifbares erzielt. Schließlich stellte er seinen Gaul ein, sein Gegner nimmt diesen allerdings nicht sofort, sondern erst nachdem Dirk ihn ordentlich vergiftet hatte. Danach wollte er sich das zweizügige Matt nicht mehr zeigen lassen. 2:1

In den Gesprächspausen draussen an der frischen Luft wurde der Dinslakener Korrespondent Zeuge der Uedemer Versuche, Andreas und Konstantin abzuwerben. Dafür wurde sogar das Simultan mit Jan Timman ins Feld geführt, und natürlich die Tatsache, dass Uedem nur einen Steinwurf von Xanten, dem Wohnsitz von Andreas und Konstantin, entfernt liegt. Ich schätze, wenn ein Xantener dies liest, wird er nur ein müdes Lächeln für mich über haben. (^_^)

In rascher Folge endeten jetzt die Partien von Timo, Danny und Konstantin.
Konstantin Cebulla gewann an Brett 1 gegen Michael Venhoff. 3:1
Timo Volkmann holte an Brett 4 in einer seiner Ansicht nach unspektakulären Partie ein Remis gegen Heinz Aldenhoven. 3½:1½
Danny Franke verlor an Brett 5 gegen Hans-Josef Arts. 3½:2½

Andreas Walter überzog an Brett 3 gegen Gerd Aanstoot nach wechselhaftem Partieverlauf eine tote Remisstellung zu einem trostlosen Turmendspiel mit zwei Minusbauern und mußte konsequenterweise die Segel streichen. 3½:3½

Alles hing somit an der Partie von Mannschaftsführer Frank Hamann an Brett 7 gegen Alois Tack. Frank hatte im Vorfeld die Devise ausgegeben: "2½ Punkte an den hinteren drei Brettern". Mit einem Sieg hätte er diese Vorgabe erfüllen können. Aber leider gab seine Stellung wenig Anlass zur Hoffnung: Sein Gegner hatte einen auf die 6. Reihe vorgerückten Freibauern, und Franks König stand etwas luftiger als der seines Gegners. Er wehrte sich noch tapfer, mußte aber trotzdem nach fünf Stunden harten Kampfes dem Gegner die Hand reichen. 3½:4½

[Dirk Stoppacher]


1. Runde, 19.09.2011: Dinslaken II - Rheydter SV II 5,5 - 2,5

Einen gelungenen Saisonstart hat unsere zweite Mannschft hingelegt.

Beide Mannschaften traten ersatzgeschwächt an. Bei den Gästen fehlten die Bretter 1 und 8. Die Gastgeber mußten auf Timo Volkmann (Brett 4), Frank Hamann (Brett 7) und Michael Wilke (Brett 8) verzichten.

In meiner eigenen Partie an Brett 6 traf ich auf Klaus Heck. Die Partie entwickelte sich zunächst sehr symmetrisch, aber nach Abtausch der Zentrumsbauern blieb mein Gegner mit hängenden Bauern auf c5 und d5 zurück, - das kann sowohl Vorteil als auch Nachteil sein, ist also eine zweischneidige Klinge -. Als Gegenmaßnahme wollte ich meine Schwerfiguren auf den halboffenen Linien dagegen stemmen. Aber die Dame auf d2 ermöglichte dem Gegner, mit Tempogewinn seinen Springer auf dem guten Feld e4 zu postieren. "Mist! Was habe ich denn da gemacht?" dachte ich bei mir, während sein Gegner sich seinen Zug ausknobelte.

In diesem Moment hatte Andreas Walter ein Remisangebot erhalten. Da die Partie von Kai (Brett 2) gewinnbar, die Partien von Dieter (Brett 7) und Markus (Brett 8) dagegen problematisch schienen, - die restlichen Partien waren unklar bis ausgeglichen -, spielte Andreas trotz problematischer Lage mannschaftsdienlich auf Sieg.

Die Partien an den hinteren vier Brettern entschieden sich in rascher Abfolge: Markus Lengtat vergaß in seiner Partie an Brett 8 gegen Ralf Heinrichs in einer Abtauschkombi eine Figur zurückzunehmen. Mit einer Figur weniger verlor er seine Partie dann chancenlos. Er war neben mir vermutlich der Einzige, der an dem Tag ebenfalls gerne im Erdboden versunken wäre. Hans-Dieter Ollesch traf an Brett 7 auf Alexander Goujov. Dieser veropferte seine Dame, worauf Dieter sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen ließ. Jörg an Brett 5 spielte gegen Markus Köntges. Dabei gelang es ihm, gleichzeitig einen Großteil der Figuren abzutauschen und dabei zwei Bauern einzustreichen. Sein a-Bauer wurde dadurch zum Freibauern, und entschied letztlich das Rennen. In meiner eigenen Partie hatten sich die Dinge günstig entwickelt. Mein Gegner tauschte seinen starken Zentrumsspringer weg, und es gelang mir, stetig steigenden Druck aufzubauen. Nachdem ich dann bei aktivem Figurenspiel auch noch einen Bauern gewann, stellte mein Gegner die Partie mit einem Figurenverlust zweizügig weg.

Damit stand es 3:1. Schon nach kurzer Zeit endete die Partie von Konstantin Cebulla an Brett 1 gegen Johannes Ingenerf. Dabei konnte er dem gegnerischen Läuferpaar einen starken Springer entgegenstemmen. Dieser erleichterte den Durchbruch am Damenflügel und die Bildung eines Freibauern. 4:1

Andreas an Brett 3 hatte nachdem sein Gegner Dirk Heß einen Turm auf e6 opferte, keine Aussichten den halben Punkt zu liefern. Er kämpfte bis zum 61. Zug wie ein Löwe, aber bei dem Materialrückstand war nichts zu machen. 4:2

Die anderen beiden Partien kamen in die Zeitnotphase, so dass ein paar Mitschreiber bereitstanden. Letztlich aber brannte in beiden Partien für uns nichts mehr an. Danny Franke holte an Brett 4 gegen Dr. Reiner Osbild souverän das mannschaftskampfentscheidende Remis. Er selbst hatte einen isolierten Bauern, sein Gegner einen Doppelbauern bei reduziertem Material. Als sich die Gelegenheit zur Stellungswiederholung ergab, machte Danny davon sofort Gebrauch, und sicherte damit den Mannschaftskampf. 4½ : 2½

Kai Waldmann traf an Brett 2 auf Heinz Strater. Er verfügte über Raumvorteil und aktiveres Figurenspiel. Nach der Zeitnotphase konnte er dieses in massiven Materialvorteil, - zwei Bauern und eine Leichtfigur -, ummünzen. Sein Gegner hoffte noch eine Weile auf ein Dauerschach, aber nachdem sich Kais König inmitten seiner vorgerückten Figuren in Sicherheit bringen konnte, war auch diese Hoffnung verflogen. Endstand: 5½:2½.

[Dirk Stoppacher]