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Regionalliga

9. Runde, 22.04.2012: Mettmann-Sport I - SV Dinslaken I 4 : 4

Nachdem wir größte Schwierigkeiten hatten das Spiellokal von Mettmann zu finden, trafen die, außer Ralf, ersten 5 Dinslakener um Punkt 10 Uhr ein. Dennis und Thomas T. kamen dann etwa 30 Minuten später dazu. Leider hatten wir uns alle an der Homepage von Mettmann-Sport orientiert und waren zunächst nicht zu der auf der NRW-Seite angegebenen Adresse gefahren. Freundlicherweise verzichteten die Schachfreunde aus Mettmann auf die mögliche Zeitstrafe für das verspätete Ausfüllen der Spielberichtskarte.

Auf Seiten von Mettmann fehlte dann das 8. Brett, so dass Andreas Walter, wie bereits gestern im Verbandspokal, kampflos gewann. 1:0

Ohne etwas Zählbares aus der Eröffnung herausgeholt zu haben, remisierte Ralf Gräber an Brett 5 gegen Karl-Immo Schatzschneider nach etwa 1,5 Stunden. 1½:½

Lothar Dehen hingegen war an Brett 7 inzwischen seiner weiblichen Kontrahentin Julia Wille gehörig nahe getreten smiley-wink.gif! Nach einem frühen Läufereinschlag auf f7 gewann er recht schnell die gegnerische Dame für 2 Figuren und gab den Vorteil danach nicht mehr aus der Hand. 2½:½

Der frühe Zweipunktevorsprung veranlasste mich dann nach einem missglückten Eröffnungsexperiment mit Schwarz an Brett 6, dem frühen Remisangebot meines Gegners Detlev Stanislowski zuzustimmen. Nach etwa 2 Stunden hatten wir somit an den letzten 4 Brettern 3:1 Punkte gesammelt, was nicht so schlecht erschien.

An Brett 4 verlor Dennis Liedmann nach einem groben taktischen Fehlgriff im Endspiel seine Partie an Marko Sponheim. 3:2

Rainer Ossig, der nach der Eröffnung gegen Thomas Wille eine nahezu traumhafte Stellung auf dem 3. Brett hatte, geriet in Zeitnot und verlor kurz nacheinander seine beiden Zentralbauern, eine Figur und letztlich auch die Partie. 3:3

Es stand also wieder ausgeglichen und auch Thomas Trella hatte es an Brett 1 mit Weiß gegen Jörn Griebl versäumt, etwas aus seiner Eröffnung herauszuholen. Kurz vor Ablauf der Zeitkontrolle wurde diese Partie dann remis gegeben. 3½:3½

Am zweiten Brett und auf Guido ruhten nun unsere Hoffnungen auf den Mannschaftssieg. Leider hatte sein Gegner Ulrich Perschke schon mit seiner anspruchslos und auf einen friedlichen Ausgang zielenden, vorgetragenen Eröffnung dafür gesorgt, dass ein voller Punkt ganz schwer zu erreichen werden würde. Leider übersah Guido dann in einer wohl nur hauchdünn besseren Endspielstellung einen Läufertausch seines Gegners, der das Remis festhielt.

Zum Saisonende also ein leistungsgerechtes 4:4 gegen Mettmann-Sport, denen wir für die neue Saison alles Gute wünschen!

[Thomas Neuer]


Bericht der NRZ vom 07.04.2012

8. Runde, 18.03.2012: SV Dinslaken I - SK Turm Krefeld I    7 : 1

Der SV Dinslaken steigt erstmals in der Vereinsgeschichte in die NRW-Klasse auf - Ein 7:1-Erfolg gegen Krefeld macht in der Vorschlussrunde alles klar.

Nach dem knappen Sieg in der 7. Runde gegen den direkten Verfolger Rheinhausen hatte die erste Mannschaft des SV Dinslaken die Tür zum Aufstieg weit aufgestossen. Jetzt war gegen den Tabellenvorletzten aus Krefeld noch ein Sieg nötig, um den Aufstieg in die NRW-Klasse perfekt zu machen. Krefeld auf der anderen Seite brauchte dringend Punkte im Abstiegskampf.

Die erste Überraschung gab es gleich zum Auftakt: die Gäste mussten auf zwei Topspieler verzichten, die verhindert waren. Schon früh zeichnete sich ab, daß wir an diesem Tag keine Zitterpartie zu erwarten haben. An fast allen Brettern verfügten die Dinslakener Spieler über die bequemere Position oder zumindest über ein deutliches Bedenkzeitpolster.

Besonders kritisch war die Partie an Brett 3, wo Guido Kerns Gegner Michael Prein bereits früh einen Angriff startete, der aber nicht zum Erfolg führte. Stattdessen konnte Guido Kern selber einen Gegenangriff einleiten und diesen auch zum Dinslakener Führungstreffer verwandeln. 1:0

Rainer Ossig hatte gegen Bernhard Mähler eine recht unklare Position auf dem 4. Brett, aber weniger Zeit zur Verfügung. Als dann sein Gegner überraschend Remis anbot, wählte Rainer die sichere Variante und steuerte so einen halben Punkt bei. 1½:½

Zu diesem Zeitpunkt hatten wir an einigen Brettern schon deutliche Vorteile, allerdings noch keine klaren Gewinnpositionen. Mittlerweile wurde die Zeit knapp, insbesondere auf den Uhren der Krefelder Gäste. Diese Zeitknappheit führte dann in schneller Folge zu weiteren Siegen. Andre Wokrina konnte an Brett 8 gegen Peter Arning seine ausgezeichnete Position aus der Eröffnung souverän verwerten, kurz darauf gefolgt von Ralf Gräber, der an Brett 5 gegen Ivo Gräber (nicht verwandt oder verschwägert!) einen schönen Angriff gegen den König vortrug. Den entscheidenden Punkt zum Aufstieg machte dann Martin Jäger an Brett 6, der seinen Gegner Christian Wüsten immer weiter nach hinten gedrückt hatte, bis dieser die Position nicht mehr halten konnte. Damit war der Aufstieg schon perfekt! 4½:½

In den noch laufenden drei Partien wurde aber natürlich trotzdem bis zum Ende gekämpft. Am Ende konnte Thomas Neuer an Brett 7 gegen Klaus Bernhard seinen Endspielvorteil klar verwerten, was leider Christof Sielecki an Brett 2 gegen Carsten Fehmer nicht gelang - nur Remis aus sehr guter Stellung. 6:1

So spielte also bei diesem Stande am Spitzenbrett Thomas Trella die letzte Partie gegen Rudi van Gool. Der Krefelder Spieler schien hier nach wechselhaftem Partieverlauf auf dem besten Weg zum Krefelder Ehrentreffer, teilte jedoch seine Bedenkzeit unklug ein und beging dann unter höchstem Zeitdruck einen fatalen Fehler, der die Partie dann nochmal kippen ließ. Am Ende stand ein Sieg für Thomas Trella und damit der 7:1 Endstand.

Die letzte Runde gegen Mettmann ist somit ein entspannter Saisonausklang. Tatsächlich werden jetzt schon die Vorbereitungen auf die neue Saison in der NRW-Klasse losgehen. Diese Liga stellt für Dinslaken eine ganz neue Herausforderung dar, da der Unterschied zur Regionalliga Niederrhein sehr deutlich spürbar sein wird. Nur mit guter Vorbereitung und Planung wird man dort bestehen können.

[Christof Sielecki]


7. Runde, 26.02.2012: SV Dinslaken I - OSC Rheinhausen I 4,5:3,5

Das Spiel gegen den Tabellenzweiten OSC Rheinhausen I stellte den bisherigen Höhepunkt der Saison dar. Unsere Gegner hatten nach geschlossener Teamleistung und etwas Glück im Vorfeld (vier Spiele wurden mit dem denkbar knappsten Ergebnis 4,5:3,5 gewonnen) nichts zu verlieren, aber viel zu gewinnen. Mit nur einem Mannschaftspunkt Rückstand hatten sie die Möglichkeit zum Aufstieg selbst in der Hand – fast wäre es ihnen gelungen.

Thomas Trella bekam an Brett 1 recht früh von seinem bundesligaerfahrenen Gegner FM Johannes Rudolph ein Remisangebot unterbreitet, was er in Anbetracht der übersichtlichen, ausgeglichenen Stellung annahm. ½:½

Zu dem Zeitpunkt zeichnete sich schon ein leichter Vorteil für uns ab – André Wokrina hatte gegen David Jentzsch nach gewohnt guter Vorbereitung aus der Eröffnung heraus einen angenehmen positionellen Vorteil erlangt, der sich durch das ganze Spiel ziehen sollte.

An den restlichen Brettern verlief alles in kontrollierten Bahnen, bis der erste Schreckmoment einsetzte. Dennis Liedmann wählte an Brett 5 mit Schwarz gegen seinen jungen, taktisch starken Gegner Lukas Schnelle den Modernen Aufbau, der zu scharfen Stellungen mit heterogenen Rochaden führen kann (Dennis‘ König stand in dem Fall noch im Zentrum). Er brachte im Mittelspiel ein stark aussehendes Figurenopfer aufs Brett, das bei Annahme eigentlich zu durchschlagendem Mattangriff führen sollte. Nach erfolgtem Schlagen und anschließendem nochmaligen Hinschauen entdeckte Dennis aber plötzlich einen vernichtenden Zwischenzug für seinen Gegner, der seine Pläne durchkreuzen würde. So musste er in eine Stellung mit drei Bauern für die Figur abwickeln – wir hatten sie vorher schon als verloren abgeschätzt, aber er kämpfte sich nach ungenauen Zügen des Gegners wieder nach oben. In besserer Stellung und begrenzter Zeit verlor er aber leider seine Dame und damit auch die Partie. Kopf hoch, kann passieren! Dafür ist eine Mannschaft da, aber es sollte uns hart zurückwerfen. ½:1½

Christof Sielecki hatte gegen Mannschaftsführer Eugen Heinert eine spezielle Variante im Katalanen auf dem Brett, die sein Gegner etwas besser vorbereitet hatte. In komplizierter, zweischneidiger Stellung bot er Remis, was sein Gegner mutig, aber berechtigt ablehnte.

In der Zwischenzeit endeten mehrere größtenteils ausgekämpfte Partien gleichzeitig Remis, wir waren aber noch immer einen Punkt im Rückstand. Guido Kern hatte gegen Alex Heinert ein ausgeglichenes französisches Endspiel auf dem 3. Brett, das sein Gegner sehr souverän und stark behandelte, ohne Guido jemals Möglichkeiten für Initiative zu lassen. Das Remis war hier nur folgerichtig. Rainer Ossig erhielt an Brett 4 gegen Swen Pröttel im Endspiel eine ziemlich geschlossene Stellung, die nur wenig Spielraum für Aktivitäten ließ. Unser Leistungsträger Thomas Neuer (5,5 aus 7!) spielte an Brett 7 gegen Kai-Uwe Lotz sehr erfahren den Bogo-Inder herunter, bis er die Initiative ergreifen konnte. Möglicherweise verpasste er ein Abspiel, das Weiß stark unter Druck gesetzt hätte, und wickelte letzten Endes ins Remis ab. 2:3

Martin Jäger hatte seinen ersten Einsatz in unserer Mannschaft und traf an Brett 6 auf einen sehr solide spielenden Werner Fehmers, der konsequent gegenhielt. In Anbetracht der Situation ließ Christof Sielecki ihn weiterspielen, bis das Remis das einzig vernünftige Ergebnis war. 2½:3½

Der Kampf stand gegen uns und drohte verloren zu gehen, wir hatten schon den verpassten Aufstieg vor Augen. André stand zwar immer noch sehr gut, aber die Lage an Christofs Brett hatte sich nach Eugens starkem Spiel vollends gegen ihn gewendet. In gewonnener Stellung, aber hochgradiger Zeitnot verpasste Eugen tragischerweise die Gewinnfortsetzung und wählte eine Variante, die zu Materialverlust führte. Das entstehende Endspiel Dame + Turm gegen zwei Türme und Springer konnte nur von Weiß gewonnen werden. Aufgrund der ungünstigen schwarzen Bauernstruktur war der Aufbau einer Festung nicht möglich, so dass Christof die Partie auf wundersame Weise in einen vollen Punkt verwandeln konnte. Großartiger Kampfgeist, aber zweifellos auch Komplimente und großes Mitgefühl für den Gegner. Hoffentlich kommt er bald darüber hinweg – es hängt bei einem Mannschaftskampf nie an einem einzigen Spieler! 3½:3½

Damit hatten wir auch das 4:4 schon in der Tasche, da André seine Stellung kaum verlieren würde. Er hatte im Laufe der Partie ein Doppelturmendspiel mit einem Mehrbauern erreicht, das vorteilhaft, aber objektiv höchstwahrscheinlich Remis war. Seinen sich bis dahin hervorragend wehrenden Gegner verließ allerdings für einen Augenblick die Konzentration, sodass André einen zweiten Bauern gewinnen und damit den Mannschaftskampf entscheiden konnte. 4½:3½

Alles in allem eine einzige Zitterpartie, die nicht nur den Autor dieser Zeilen älter gemacht hat. Uns fehlt nur noch ein Punkt aus den verbliebenen beiden Spielen, um den Aufstieg quasi dingfest machen zu können. Vielen Dank an die sympathischen Spieler aus Rheinhausen, die trotz der Bedeutung des Kampfes ebenfalls ihren Beitrag zur sehr sportlichen und fairen Atmosphäre geleistet haben. Wir wünschen ihnen einen guten Saisonausklang und viel Erfolg im nächsten Jahr!

[Thomas Trella]


6. Runde, 12.02.2012: Ratinger SK - SV Dinslaken 2,5 - 5,5

In der 6. Runde der Regionalliga wartete die erste Mannschaft des Ratinger SK auf uns. In der letzten Saison hatten wir dieses Match verloren, es war also schon klar, das es kein Spaziergang werden würde. Die Gastgeber mussten auf ihre Nummer 1, Boguslaw Latas, verzichten, was aber zu erwarten war, da er in dieser Spielzeit noch gar nicht zum Einsatz gekommen ist - ansonsten aber "alle Mann am Brett".

Als erste Partie war Brett 2 beendet. Christof Sielecki hatte mit Schwarz gegen Mirko Dehne eine etwas ungewöhnliche Eröffnung versucht, war dabei aber in Schwierigkeiten geraten und stand ohne Gegenspiel schlechter. Christof bot remis an, was der Gegner nach einigem Nachdenken dann annahm - ihm war schon klar, daß seine Stellung sehr gut war, aber 300 DWZ Unterschied bringen einen schon ins Grübeln. ½:½

Kurz danach spielte Rainer Ossig an Brett 4 gegen Dirk Liedtke ebenfalls remis. Rainer stand bequem, hatte aber nicht mehr so viel Zeit. Generell war hier ein remis mit Schwarz voll in Ordnung, also alles nach Plan. 1:1

Insgesamt war zu diesem Zeitpunkt der Kampf nicht klar, vielleicht einen Tick besser für uns. Thomas Trella und Guido Kern hatten bequemen Vorteil. Thomas Neuers und Dennis Liedmanns Positionen waren mir unklar und Lothar Dehen hatte Probleme. Konstantin Cebulla spielte ganz solide und hatte eine Stellung zwischen Ausgleich und minimalem Nachteil. In der beginnenden Zeitnot spitzten sich dann die Dinge zu.

Thomas Neuer hatte mittlerweile an Brett 6 eine Gewinnstellung gegen Christian Busch und trieb den gegnerischen König in ein Mattnetz - wir gingen so in Führung. 2:1

Unterdessen war Dennis Liedmanns Position an Brett 5 völlig unübersichtich geworden. Sein Gegner Benedikt Migdal hatte unter Materialopfer Dennis König bis nach e4 getrieben, verpasste dann aber bei wenigen Sekunden Restzeit den Gewinn und stand am Ende mit einem glatten Turm weniger da und musste aufgeben. 3:1

Ungefähr zur gleichen Zeit gab Lothar Dehen seine Partie an Brett 7 gegen Michael Baj auf und Konstantin Cebulla einigte sich an Brett 8 mit seinem Gegner Patrick Schöwe auf remis. So war der Zwischenstand nach 4 Stunden 3½:2½.

Gespielt wurde noch an den Brettern 1 und 3, wo sich Guido Kern gegen Ralf Springer und Thomas Trella gegen Michael Klengel in klar besseren Endspielen um volle Punkte bemühten. Recht schnell gingen dann auch diese Partien mit Siegen für die Dinslakener Spieler zu Ende.

Unterm Strich also ein 5½:2½-Sieg, der wohl nicht wirklich gefährdet war. Dennis hätte als einziger verlieren können, aber auch dann hätten wir das Match noch gewonnen. In der kommenden Runde sind wir Gastgeber gegen den OSC Rheinhausen. Mit einem weiteren Sieg können wir dem Aufstieg dann wirklich sehr nahe kommen.

[Christof Sielecki]


5. Runde, 15.01.2012: SV Dinslaken - Turm Kleve 7 - 1

Das Ergebnis dieses Mannschaftskampfes ist sicherlich geprägt davon, dass mehrere Spieler von Kleve an diesem Tag verhindert waren, und dass Kleve sich vermutlich aus strategischen Gründen dazu entschieden hat, das adäquate Ersatzpersonal heute zu schonen.

Infolgedessen blieben die Bretter 1 - 3 heute unbesetzt, und unsere Spitzenspieler Thomas Trella, Christof Sielecki und Guido Kern konnten sich direkt unserem ausgezeichneten Kaffee widmen. 3:0

An den Brettern 6 - 8 trafen Ralf Gräber, Thomas Neuer und Lothar Dehen auf Spieler der unteren Spielklassen, nämlich  Lukas Mikio Nakamura (Jugendspieler, DWZ 1523, 4. Mannschaft, Bezirksklasse), Frank Unkrig (Jungsenior, DWZ 1187, 6. Mannschaft, Kreisliga) und Kevin Verfürth (Jugendspieler, DWZ 1038, ebenfalls 6. Mannschaft). Wir hoffen, dass zumindest die Jungs aus den Partien etwas für ihre spielerische Zukunft mitnehmen können. Auf den Brettern war dies jedoch erwartungsgemäß eine eindeutige Angelegenheit. 6:0

An Brett 5 traf Dennis Liedmann auf Stefan Jaspers, Stammersatzspieler und Mannschaftsführer der 2. Mannschaft, immerhin ein Spieler, dessen Vertretungseinsatz in der Regionalliga zu erwarten ist. Ihm gelang auf dem Schachbrett der Ausgleich. 6½:½

Und an Brett 4 traf Rainer Ossig auf den einzigen zur Stammmannschaft der Klever gehörigen Spieler, Mannschaftsführer Thomas Verfürth. Auch hier trennte man sich friedlich. 7:1

[Dirk Stoppacher]


Kantersieg zum Jahresabschluss - Sieben Siege gegen SF Heinsberg!


4. Runde, 11.12.2011: SF Heinsberg - SV Dinslaken  7,5 - 0,5

Gegen die SF Heinsberg gab es einen guten Jahresabschluss für die erste Mannschaft - am Ende stand es 7½:½ für Dinslaken! Damit können wir unsere Tabellenführung ausbauen und in Ruhe überwintern.

Im Duell Erster gegen Letzter gingen wir bereits nach rund 1,5 Stunden in Führung. Lothar Dehens Gegner Andreas Mertens übersah an Brett 6 einen einfachen taktischen Trick und gab sofort auf. 1:0

Auch an den anderen Brettern hatten wir nirgendwo ernste Probleme, ohne daß sich schon etwas Klares abzeichnete. Als nächstes wurde an Brett 8 Remis vereinbart. Ersatzspieler Konstantin Cebulla hatte gegen Armin Schlömer eher die etwas schlechtere Stellung und nahm deshalb das Angebot seines Gegners an. 1½:½

Als es dann Richtung erster Zeitkontrolle ging, wurden in kurzer Folge gleich vier Partien entschieden. Guido Kern hatte an Brett 3 gegen Tony Hendrikx nach und nach mehrere Bauern gewonnen und schließlich die Aufgabe des Gegners erzwungen. 2½:½

Christof Sielecki an Brett 2 hatte die ganze Zeit über Vorteil gegen Marcel Frenken gehabt, aber in Zeitnot war alles nicht so klar. Am Ende entschied ein taktischer Trick die Partie für uns - im letzten Zug vor der Zeitkontrolle. 3½:½

Thomas Trella an Brett 1 gewann auch praktisch zeitgleich. Eine komplizierte Partie gegen Fabian Miesen mündete in einen typischen Bauerndurchbruch am Damenflügel, der den entscheidenden Freibauern auf die Reise zur Umwandlung schickte. 4½:½

Andre Wokrina gewann an Brett 7 dann durch Zeitüberschreitung des Gegners Mark Meyers, allerdings bereits in einem klar besseren/gewonnenen Endspiel nach kompliziertem Manövrierkampf im Mittelspiel, der viel Zeit kostete. So stand es nach 4 Stunden bereits 5½:½ für uns. 

Es spielten noch Ralf Gräber an Brett 4 und Thomas Neuer an Brett 5, die beide bei guter Stellung einen Mehrbauern im Endspiel hatten. Da nun mal auch Brettpunkte zählen, ging es natürlich weiter und Thomas gewann gegen Wolfgang de Cauter letztlich doch relativ flott seine souverän geführte Partie, wenig später gefolgt von Ralf, der somit gegen Andreas Schroeder den 7½-Kantersieg perfekt machte.

Nach ein paar wackligen Momenten in den ersten drei Wettkämpfen können wir diesmal sicher zufrieden sein - viel mehr als sieben Siege geht auch kaum :-) Weiter geht es in 2012 mit einem Heimspiel gegen Kleve, die man zu den ernsten Konkurrenten um den Aufstieg zählen muss. In der letzten Saison gewannen wir gegen Kleve ohne Verlustpartie - sicher ein Ergebnis, daß wir gerne wiederholen würden.

[Christof Sielecki]


3. Runde, 20.11.2011: SV Dinslaken - SV Rheydt 5,5 - 2,5

In der dritten Runde der Regionalliga gab es gegen den SV Rheydt den dritten Sieg - damit bleibt die Erste Mannschaft an der Tabellenspitze. Der Gegner aus Rheydt zählt in der Liga zu den besseren Mannschaften, hatte aber bisher einen Fehlstart mit nur 1:3 Punkten, stand somit also besonders unter Druck, um nicht in den Tabellenkeller zu rutschen.

Obwohl sich das Endergebnis von 5½:2½ klar anhört, gab es doch wieder einige unangenehme Momente… zwischendurch lagen wir um zwei Punkte zurück. Dieses Ergebnis entstand nach rund 3,5 Stunden. Ralf Gräber hatte den weißen Zentraldurchbruch leider falsch eingeschätzt. Die Konsequenz war ein schrecklicher Königsangriff, der auch durchschlug. 0:1

Rainer Ossig hatte eine sehr gute Stellung, aber leider keine Zeit mehr. In höchster Zeitnot griff er schließlich fehl und verlor unglücklich. 0:2

So lagen wir - wieder mal - zurück. Die anderen Stellungen waren in Summe vielleicht für 4,5 Punkte gut, aber alles war reichlich unklar. Hervorragende Stellungen hatten Guido Kern, Lothar Dehen und Andre Wokrina. Thomas Neuer hatte mit Zeitproblemen zu kämpfen, aber durchaus eine chancenreiche Position, nachdem er zuvor bereits den Sack hätte zumachen können. Thomas Trella wurde von seinem Gegner unter Materialopfern angegriffen, hier war alles völlig unklar. Christof Sielecki hatte Probleme, nachdem er ausgangs der Eröffnung eine gute Fortsetzung ausgelassen hatte. Er hatte einen Bauern weniger, für wohl unzureichende Kompensation. Nach genau 4 Stunden wurden dann binnen 5 Minuten 5 Partien beendet.

Zunächst spielte Christof remis, nachdem zwischenzeitlich der Gegner mal einen direkten Gewinn ausgelassen hatte. ½:2½

Dann gewannen Lothar Dehen, Andre Wokrina und Thomas Neuer ihre Partien. Lothar und Andre verwerteten ihren Materialvorteil sicher, Thomas Neuer hatte seine Zeitnot erfolgreich überstanden. 3½:2½

Auch Thomas Trella gewann, nachdem der Weiße kein Material mehr zum opfern hatte. 4½:2½

So war der Sieg unter Dach und Fach. Gut eine halbe Stunde später gewann dann noch Guido Kern seine Partie zum 5½:2½-Endstand - ein souveräner Start-Ziel-Sieg.

Insgesamt können wir natürlich zufrieden sein mit dem Resultat. Jetzt noch ein Sieg gegen Heinsberg zum Jahresabschluss und wir können mit weißer Weste überwintern.

[Christof Sielecki]


2. Runde, 16.10.2011: Ratinger SK II - SV Dinslaken 3,5 - 4,5

Gegen die zweite Mannschaft des Ratinger SK gingen wir als recht klarer Favorit an den Start. Allerdings hatten wir große Probleme, das dann tatsächlich am Brett auch umzusetzen. Nach rund 2,5 Stunden lagen wir deutlich in Führung. Zu diesem Zeitpunkt hatten Thomas Trella und Christof Sielecki bereits gewonnen, nachdem ihre Gegner in der Eröffnung in große Schwierigkeiten gekommen waren. 2:0

Rainer Ossigs Partie war auch mit remis beendet worden. Er hatte in einer für ihn maximal gleichen Stellung deutlich weniger Zeit, das Remis war also vernünftig. 2½:½

Trotz Zwei-Punkte-Führung konnten wir uns allerdings nicht unbedingt entspannt zurücklehnen. An den anderen Brettern war nirgendwo direkt zu sehen, wo noch ein weiterer Gewinn kommen sollte. Guido Kerns und Thomas Neuers Stellungen waren zwar aussichtsreich, aber nicht vollständig klar. Im Gegenzug hatte Andre Wokrina einige Probleme zu bewältigen. Bei Lothar Dehen und Dennis Liedmann war schon abzusehen, daß die Zeit ein wichtiger Faktor sein würde - sie hatten deutlich mehr verbraucht als die Gegner.

Kurz vor der Zeitnotphase gewann dann Guido Kern auch seine Partie und erhöhte somit auf 3½:½.

Überaschenderweise willigte dann Andres Gegner in ein remis ein und bescherte uns so einen weiteren wertvollen halben Punkt. 4:1

Jetzt mußte nur noch ein weiteres Remis her, um den Mannschaftserfolg sicher zu stellen. Das war jedoch alles andere als einfach, da Lothar Dehen bei schlechter Stellung gar keine Zeit mehr hatte und Thomas Neuer auch in beginnender Zeitnot seine gute Position in eine Verluststellung umgewandelt hatte. Dennis Liedmann hatte bei komplizierter Stellung nur noch eine Minute für 7 Züge auf der Uhr, es war also wirklich kritisch. Glücklicherweise nahm dann Dennis Gegner einen Bauern weg, worauf Dennis auch bei ganz wenig Zeit das zum Remis rettende Opfer fand - Dauerschach! So hatten wir die 4,5 Punkte endlich erreicht und den Sieg gesichert. Leider konnten sowohl Lothar als auch Thomas Neuer nichts mehr ausrichten und mußten letztenendes die Waffen strecken.

Am Ende also ein etwas schmeichelhaftes 4½:3½ gegen den Abstiegskandidaten aus Ratingen. Gegen die stärkeren Gegner werden wir uns steigern müssen, um weiter an der Tabellenspitze zu bleiben.

[Christof Sielecki]


1. Runde, 11.09.2011: SV Dinslaken - SF Gerresheim II 5,5 - 2,5

Wir konnten unser Auftaktspiel in der Regionalliga am Ende doch recht deutlich mit 5,5-2,5 gegen die zweite Mannschaft aus Gerresheim gewinnen. Allerdings zeigte sich, daß die ersten Runden immer auch etwas gefährlich sind, da nach der längeren Pause zwischen den Spielzeiten doch manchmal noch etwas Sand im Getriebe ist.

Als erste Partie wurde nach rund 3 Stunden Guido Kerns Partie beendet. Er hatte zunächst eine aussichtsreiche Stellung gehabt, übersah dann aber in mittlerweile unklarer Lage einen Trick des Gegners und mußte aufgeben. So ging etwas überraschend der Gast aus Düsseldorf in Führung. 0:1

Zu diesem Zeitpunkt sahen aber alle anderen Stellungen in Ordnung aus. Thomas Trella stand etwas schlechter, aber noch solide. Bei Christof Sielecki war nur fraglich, ob er die Festung des Gegners knacken konnte. Rainer Ossig, Thomas Neuer, Lothar Dehen und Andre Wokrina hatten alle Vorteil, zum Teil sogar fast Gewinnstellungen. Dennis Liedmanns Partie war sehr kompliziert und unübersichtlich, aber wohl auch gut für ihn.

Nach der Zeitkontrolle konnte man dann schon etwas klarer sehen - Andre Wokrina gewann seine schwungvolle Angriffspartie, Thomas Trella hatte sich sauber verteidigt und Remis gespielt. Dennis Liedmann machte leider einen Zeitnotfehler und verlor so seine Partie noch. 1½:2½

Es liefen somit noch vier Partien, aus denen mindestens drei Punkte her mussten. In der Hinsicht sah es allerdings sehr gut aus, da wir drei klare Gewinnstellungen hatten und Christof Sielecki auch noch gute Chancen auf den vollen Punkt hatte. Letzlich gewannen dann nach gut 5 Stunden Spielzeit Rainer Ossig, Thomas Neuer und Lothar Dehen ihre Partien, womit erstmal die nötigen 4,5 Punkte erzielt waren. 4½:2½

Wie schon häufiger in der letzten Saison spielte Christof Sielecki die letzte Partie, die am Ende auch zu unseren Gunsten endete, da die Festung seines Gegners nicht hielt. 5½:2½

Unterm Strich also ein ordentlicher Auftakt, da der Sieg nicht wirklich in Frage stand - nur die Abfolge der Punkte mit dem zwischenzeitlichen Rückstand ließ ungute Erinnerungen an den letztjährigen Saisonauftakt wach werden. Man hat wieder mal klar gesehen, daß jeder Kampf erstmal gewonnen werden muss - ohne Kampf ergibt sich kein Gegner in sein Schicksal.

[Christof Sielecki]