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Kreisliga

19. Juni 2011: Turm Lintfort IV - SV Dinslaken III

Um 9.15 Uhr bei grauem Himmel und feuchtem Fußboden hatten sich 7 von 8 Spielern pünktlich am Bahnhof versammelt. Es fehlte lediglich Alexander. Also schnell die Spieler auf die Autos verteilt, Wegbeschreibungen verteilt, Fahrer auf die Autobahn geschickt und schnell zum Hause Itermann gefahren. Aber schon als wir auf der B8 die Bahnunterquerung passiert hatten, konnten wir Alexander dort anmarschieren sehen. Einmal rechts angehalten, Alexander eingeladen, eine 180°-Wende gemacht, und schon ging es auf die Autobahn. Am Kolpinghaus angekommen, standen bereits die vorgefahrenen anderen Spieler dort. Schön, dass unterwegs niemand verloren ging.

An Brett 3 spielte Philip Brockhaus mit Weiß gegen Niko Olligs (DWZ 1003). Ich kannte ihn aus früheren Begegnungen, und schätzte, dass dies eine eindeutige Sache für Philip war, so dass ich die Partie nicht weiter verfolgte. Meine Einschätzung war richtig. Philip beendete seine Partie als Erster mit dem vollen Punkt: 1:0

An Brett 5 traf Sinan Demir auf Marvin Maslowski (DWZ 794). Er verschaffte seinem Vater, der die Mannschaft mit seinem Fahrdienst unterstützte, und mir ein Wechselbad der Gefühle. Noch in den Entwicklungszügen nahm er seinem Gegner eine Figur für nichts ab. Anschließend fing er an, Donner- und Blitzgott zu spielen. Noch in Zug 10 sahen sowohl Herr Demir als auch meine Wenigkeit, was Sinans Gegner vorhatte, einen fiesen kleinen Spieß auf Sinans Dame und Turm. Wer es nicht sah, war Sinan, er gab auf diese Weise eine Qualle zurück, hatte aber immer noch Materialvorteil.

Für Schachneulinge: "Qualle" ist umgangssprachlich für die Qualität, sprich: Der Wertunterschied zwischen einem Turm und einer Leichtfigur.

Bis dahin (Zug 11) hatte Sinan gerade 4 Minuten verbraucht!! Weitere fünf Züge und ebensoviele Minuten Eigenbedenkzeit später hatte Sinan einen verlockenden Mattangriff auf den Gegner vor Augen. Dadurch ließ er sich von den Plänen des Gegners ablenken, der die Gelegenheit nutzte, mit Te8xe4+ den König auf e1 und die Dame auf h4 zu gabeln. Die zweite Drohung sah Sinan nicht einmal, sondern wendete das Schach ab, indem er einen Springer dazwischenzog. Also war die Dame für nichts weg, und weil der Turm auch noch gleich die beiden Läufer auf h5 und h6 bedrohte, fiel noch eine Leichtfigur hinterher. Von da an war die Partie entschieden. Sinans Gegner ließ nichts anbrennen, sondern tauschte einfach die restlichen Figuren runter, soweit er sie nicht erobern konnte, trieb mit seiner Dame den König über das Schachbrett nach a5, wo er ihm den Todesstoß versetzte. Sinans Gegner hatte ihm zwei einfach zu sehende Fallen gestellt, und Sinan ist in beide reingelaufen. Daraus läßt sich messerscharf folgern, dass Sinan die Möglichkeiten seines Gegners völlig ignoriert. Darum ist er auch so schnell beim spielen: 1:1

An Brett 4 spielte Matthias Mölder gegen Joshua Schwedler (DWZ 913). In einer Abtauschkombination unterlief Matthias ein Rechenfehler, so dass er mit einer Figur weniger zurückblieb. (So etwas ist mir auch schon passiert, und dann natürlich auch sofort in einer großen deutschen Schachzeitschrift veröffentlicht worden. :-/ ) Der Gegner tauschte das Material ab in ein gewonnenes Endspiel, bei dem Matthias noch seinen Turm opferte um den Freibauern des Gegners an der Umwandlung zu hindern. Schließlich gab er im 60. Zug auf, weil sein Partieformular zu Ende war. Stellungsmäßig war an dieser Entscheidung nichts zu kritisieren, er stand völlig hoffnungslos. Aber sein Gegner hatte sich mit der Mattführung mit Turm und König auffallend schwer getan, so dass die Hoffnung auf ein versehentliches Patt recht groß war: 1:2


Ein Held des Tages ist für mich Lennart Brockhaus. An Brett 7 traf er auf Simon Paulus (keine DWZ). In den letzten Tagen hatte er von mir einen Schnellkurs in einer Spezialeröffnung bekommen, die er auch heute anwandte. Außerdem habe ich ihm und Julian besonders ans Herz gelegt, sich Bedenkzeit zu nehmen, und nicht zu schnell zu spielen, was er beherzigte. Durch ein paar geschickte Abtäusche gelang es ihm, dem Gegner ein paar hübsche Doppelbauern in der c- und f-Linie zu verschaffen. In dieser Phase bekam er Angst vor der eigenen Courage, und überlegte ernsthaft, Remis anzubieten. Mit Blick auf den Mannschaftskampf, und insbesondere auf Sinans Brett, über dem gerade die beschriebene Turmgabel wie ein Damoklesschwert schwebte, entschied er sich dann, doch auf Sieg zu spielen. Und es sah eine Zeitlang recht verheißungsvoll aus. Das Läuferpaar des Gegners war durch eigene Bauernketten quasi ausgeschaltet. Die gegnerischen Doppelbauern waren genau wie dessen Randbauern isoliert, so dass sich ein verheißungsvolles Endspiel andeutete, als Lennart den Springer wegstellte. Lennart spielte noch ein paar Züge, und aufgrund seiner Lage ignorierte er diesmal den Stand im Mannschaftskampf und bot Remis an, mehr war auch nicht zu erhoffen. Erstaunlicherweise war sein Gegner auch damit einverstanden. 1½ : 2½

Julian Reusch an Brett 8 hat sich ebenfalls einen Tagesheldentitel verdient, wenn auch als tragischer Held. An Brett 8 traf er auf Johannes Engels (DWZ 1003), einen nachgemeldeten Spieler. Wie eben schon gesagt, hatte ich auch Julian ins Gebet genommen, und ihm zu reichlicher Bedenkzeit geraten. Auch Julian ist dem spürbar nachgekommen. Er stand über lange Zeit ausgeglichen, wenn nicht gar aussichtsreich, keine Spur von den großzügigen, einzügigen Figureneinstellern der letzten Tage. Schließlich geriet er dann aber doch in eine Falle seines spielerfahrenen Gegners, aber selbst diese basierte nur auf einer kleinen Felderschwäche. Auch Gunter Hagen, Jugendbetreuer der Gastgeber, ermutigte Julian, und sagte, dass er die beiden Gegner für gleichwertig gehalten habe, und deshalb Julians reale Spielstärke auch so um die 1000 DWZ liegt. Julian, auch wenn Du heute Pech hattest, aus Dir wird nochmal ein guter Schachspieler, das hast Du heute gezeigt: 1½ : 3½


Janis Papewalis an Brett 6 hat sich den Titel "Held des Tages" heute gleich doppelt verdient. Zunächst als kurzfristig eingesprungener Ersatzmann, der mühsam zu seinem Glück überredet werden mußte, dann auch noch durch seinen Kampfgeist. Frühzeitig rannte er in eine Bauerngabel seines Gegners Florian Fillgert (DWZ 804), und verlor eine Leichtfigur. Da auch die Stellung für ihn nicht sehr rosig aussah, hatte ich diese Partie schon abgeschrieben. Janis aber nahm sich jetzt erst richtig Bedenkzeit. Scheinbar kam sein Gegner damit nicht zurecht, wurde ungeduldig, und begann, ungenau zu spielen - bei einer Gelegenheit konnte er gleichzeitig Dame-Läufer-Matt auf h7 drohen, und den ungedeckten Springer auf c6 angreifen -. Dann begann Janis, seinen Gegner richtiggehend zu beschwindeln. Zunächst holte er sich seine Figur wieder. Direkt anschließend opferte er keineswegs annahmeverpflichtend seinen Turm, um seiner Dame ein Grundreihenmatt zu ermöglichen. Das hört sich nach Glück an, aber ich bin der Ansicht, dass es zu einem guten Kämpfer gehört, auch eine miese Lage mit allen Tricks noch einmal zu wenden. Von Napoleon wird erzählt, dass er seine Offiziere nach ihrem Schlachtglück auswählte. 2½ : 3½


Blieben noch unsere beiden Spitzenbretter. Lothar Koch an Brett 1 gegen Florian Hagen (DWZ 1285) und Alexander Itermann an Brett 2 gegen Rainer Olligs (keine DWZ!!). Lothar hatte mit dem drückenden Wetter zu kämpfen, und spielte nicht sein bestes Schach. Trotzdem gelang es ihm, die Stellung ausgeglichen zu halten. Er überlegte mehrfach, ob er nicht Remis machen könne, verwarf den Gedanken aber aufgrund des Spielstandes. Als Alexander dann eine Gewinnstellung auf dem Brett hatte, war für Lothar die Zeit gekommen. Er bot Remis, das auch angenommen wurde. Alexander wiederum setzte die Gewinnstellung souverän um. Endstand 4:4, ein Ergebnis, das von beiden Parteien als gerecht empfunden wurde, zumindest von Gunter Hagen und mir.

[Dirk Stoppacher]


29.05.2011: SV Dinslaken III - SK Xanten II

SV Dinslaken III gewinnt zu Hause mit 5,5 - 2,5. Für Dinslaken punkteten Christian Kaufung, Dirk Ratzkowski und Peter aus der Mark (jeweils 1,0) sowie Hans-Dieter Ollesch, Markus Lengtat und Thomas Rauer (jeweils 0,5) und Nikola Lajic (+).


13.03.2011: SV Wesel VII - Dinslaken III

Mit einem klaren 7,0 - 1,0 gegen den SV Wesel VII ist unsere dritte Mannschaft weiterhin auf Aufstiegskurs. Für Dinslaken punkteten Christian Kaufung, Markus Lengtat, Thomas Rauer, Peter aus der Mark, Alexander Itermann und Philip Brockhaus (jeweils 1,0) sowie Franz Bredendick und Lothar Koch (jeweils 0,5). Herzlichen Glückwunsch!

[Markus Mühlbacher]


13.02.2011: Dinslaken III - SV Wesel VI

Die überwiegend jugendlichen Gegner aus Wesel hatten nie den Hauch einer Chance gegen die Dritte der Dinslakener. Es punkteten Nikola Lajic, Franz Bredendick, Markus Lengtat, Markus Mühlbacher, Peter aus der Mark, Lothar Koch und Philip Brockhaus (jeweils 1,0) sowie Thomas Rauer (0,5). Damit ist die dritte Mannschaft noch immer auf Aufstiegskurs.

[Markus Mühlbacher]


23.01.2011: SF Moers IV - Dinslaken III

Mit einem klaren 6,5 - 1,5-Erfolg hat unsere dritte Mannschaft das neue Jahr begonnen. Die überwiegend jungdynamische Truppe der Moerser konnte den überwiegend erfahrenen Dinslakenern nicht viel entgegensetzen. Für Dinslaken punkteten Hans-Dieter Ollesch, Markus Lengtat, Thomas Rauer, Dirk Ratzkowski, Markus Mühlbacher und Philip Brockhaus (jeweils 1,0) sowie Peter aus der Mark (0,5). Lediglich Franz Bredendick musste sich seinem Gegner geschlagen geben.


12.12.2010: Dinslaken III - SV Wesel V

Klarer Heimsieg der dritten Mannschaft gegen SV Wesel V. Es punkteten Franz Bredendick, Markus Lengtat, Thomas Rauer, Dirk Ratzkowski und Markus Mühlbacher (jeweils 1,0) sowie Hans-Dieter Ollesch, Christian Kaufung und Peter aus der Mark (jeweils 0,5).


07.11.2010: Turm Rheinberg III - Dinslaken III

Das war knapp! Trotz zweier kampfloser Punkte und einer zwischenzeitlichen 4-0-Führung konnte sich unsere dritte Mannschaft nur mit 4,5 - 3,5 gegen Turm Rheinberg III durchsetzen. Es punkteten Christian Kaufung und Peter aus der Mark (jeweils 1,0) sowie Lothar Koch (0,5) und Franz Bredendick und Markus Lengtat (jeweils +).


19.09.2010: Dinslaken III - SCC Moers

Klar durchsetzen konnte sich unsere dritte Mannschaft im Auftaktspiel gegen SCC Moers mit 6,5 - 1,5. Es punkteten Christian Kaufung, Thomas Rauer, Dirk Ratzkowski und Peter aus der Mark (jeweils 1,0) sowie Markus Mühlbacher (0,5) und Markus Lengtat sowie Lothar Koch (jeweils +).