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Bezirksliga

15.05.2011: Dinslaken II - SCF Hünxe

Danny Franke an Brett 2 war nach einer guten Stunde fertig, er nahm das Remis-Angebot von Günter Amerkamp an; zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Leichtfiguren abgetauscht, festgelegte Bauern- remis war völlig in Ordnung.

Philip Brockhaus war an Brett 8 gegen Stefan Lucassen leider in eine forcierte Bauerngabel gelaufen und stand chancenlos.

Thomas Rauer an Brett 7 lehnte ein Remis-Angebot seines Gegners Ulrich Lordick nach gefühlten 0,1 Sekunden ab. Er stand gedrückt, aber am Damenflügel nicht chancenlos, - eine mutige und kämpferische Entscheidung!

Dirk Stoppacher an Brett 4 hatte gegen Thomas Mitschke eine Mehrqualität bei ansonsten geschlossener Stellung.

Frank Hamann an Brett 3 legte es mit paradox erscheinenden Manövern darauf an, die Stellung für seinen Gegner Ulrich Mitschke unverständlich zu gestalten. Die Strategie ging anscheinend auf, dieser büßte einen wichtigen Bauern ein, nach dem Damentausch hatte er noch eine Qualität in allerdings schon hoffnungsloser Stellung eingestellt, und gab wenige Züge später auf.

Auch Dirks Gegner streckte die Waffen nachdem sein Materialrückstand um einen weiteren Bauern ankletterte. Also 2,5-0,5. Danach drehte sich die Partie aber: Philip mußte aufgeben, und auch Thomas gelangte in einen verheerenden Königsangriff. Also 2,5 zu 2,5.

Jetzt konnten in Ruhe die letzten drei laufenden Partien betrachtet werden: Jörg Riekenbrauk an Brett 1 spielte mit den schwarzen Steinen eine selten gespielte Gambit-Eröffnung, der Gegner Martin ten Huf behauptete den Bauern und es zeichnete sich frühzeitig beidseitiger Königsangriff auf die heterogenen Rochaden ab. Jörg stand lange Zeit gedrückt und seine Figuren kamen nicht richtig ins Spiel, doch irgendwann gelang ihm die Besetzung der e-Linie (mit zwei Türmen) und immensem Druck im Zentrum. Sein Gegner setzte dann notgedrungen auf die Bauernwalze mit a/b/c-Bauern gegen Jörgs lange Rochade, aber in den sehr komplexen Stellungen, die am Ende entstanden, hatte Jörg einfach den besseren Überblick behalten. Sein Läufer-"Opfer" auf h2 entschied dann zu Jörgs Gunsten. Auch wenn der Computer es anders sehen mag: nach menschlichem Ermessen toll gespielt von Jörg!

Aber die anderen beiden verbliebenen Partien gaben keinen Anlass zu Optimismus: Nikola Lajic hatte seine solide Partieanlage zu einem völlig ausgeglichenem Mittelspiel an Brett 5 geführt, in dem eigentlich gar nichts los zu sein schien. Irgendwie hat der Gegner Erich Klaeden es aber geschafft, einen Höllenläufer auf d4 zu installieren, der fürchterliche Drohungen in Verbindung mit der jetzt geöffneten f-Linie gegen Nikolas König und Dame aufstellte. Erst ließ der Gegner einen recht einfachen Gewinn aus, aber auch mit schwächeren Zügen gelang es ihm, Nikola zu überwinden. Nikola konnte einfach gar nicht mehr adäquat ziehen, und die Vielzahl der Drohungen war irgendwann nicht mehr zu parieren.

Franz Bredendick dagegen hatte an Brett 6 gegen Marvin Kohlmann lange Zeit ein leicht vorteilhaftes Mittelspiel mit den besseren Figuren und der besseren Bauernstruktur, sowie einfache Pläne zur Verstärkung. Irgendwie gelang es ihm aber, die schlechteren Figuren und die schlechtere Bauernstruktur zu erreichen, mit gedecktem gegnerischem Freibauern. Vielleicht war die Remisbreite noch nicht völlig überschritten, aber der Gegner hätte Franz noch 70 Züge lang bequem durchkneten können. War aber gar nicht nötig: nach einem Turmeinbruch konnte der Gegner mit einer einfachen Kombination alle Figuren abtauschen und dabei noch einen Bauern gewinnen, mit völlig gewonnenem Bauernendspiel. Er entschied sich aber dafür, diese Gelegenheit auszulassen und in ein remisliches Läuferendspiel abzuwickeln...also am Ende eher etwas glückliche Punkteteilung!

[Frank Hamann, mit ein paar Umformulierungen von Dirk Stoppacher]

10.04.2011: SF Lohberg - Dinslaken II

Die gesamte Truppe traf wenige Minuten vor Beginn des Mannschaftskampfes ein, und versammelte sich in strahlendstem Sonnenschein vor dem katholischen Jugendheim mit gutem Blick auf den Kirchturm.

Die Lohberger zeigten sich als gute Gastgeber, und empfingen die Gäste direkt mit einem kampflosen Punkt an Brett 3 (Stoppacher - Stets): 1:0

Anmerkung für Schachlaien: Ein kampfloser Sieg bedeutet, dass der vorgesehene Gegner nicht erschienen ist. Der Gegner hat eine Stunde Zeit, um verspätet einzutreffen. Dabei läuft bereits seine Schachuhr, und er verliert bereits Bedenkzeit. Nach einer vollen Stunde (also um Punkt 11.00 Uhr) wird die Uhr abgestellt, und der anwesende Spieler erhält den vollen Punkt.

Bereits um Fünf nach Elf erzielten wir den nächsten Punkt. Timo Volkmann an Brett 2 holte sich mit blitzsauberem Positionsspiel und einem guten Auge für Bauernstrukturen den Sieg gegen Ali Acabuga: 2:0

Youngster Philip Brockhaus, der nächste Saison lieber an einem vorderen Brett der 4. Mannschaft als an einem hinteren Brett der 3. Mannschaft spielen will, zeigte sich auch den Anforderungen in der 2. Mannschaft gewachsen. An Brett 8 gelang ihm aus einer gedrückten Stellung heraus der Befreiungsschlag (Scheinopfer der Qualität auf e4), der ihm mit Unterstützung seines Gegners Detlef Schmidt den vollen Punkt einbrachte. 3:0

Dirk Ratzkowski an Brett 7 war es dann vorbehalten, mit einem Sieg gegen Heinrich Hömig den Aufstieg der 2. Mannschaft perfekt zu machen. Hierzu benötigte die 2. Mannschaft nur ein Mannschaftsremis, das mit 4 Brettpunkten nicht mehr verhindert werden kann. Seine Partie spielte sich überwiegend am Damenflügel ab. Zunächst nahm er die c-Linie in Besitz, anschließend bildete er zwei verbundene Freibauern am Rand, die dann den Tag entschieden. 4:0

Markus Lengtat traf an Brett 6 auf Stefan Gross. In einer Stellung, in der eigentlich nicht mehr viel los ist, unterlief diesem ein Fingerfehler, den Markus dazu ausnutzte, um in einem Endspiel mit Mehrbauer und besserer Bauernstruktur den vollen Punkt zum Mannschaftssieg zu holen. 5:0

Stefan Gilles an Brett 4 hatte einen schweren Kampf auszufechten. Er traf auf Ismail Baskaya, und ständig zweifelte er an dem Eindruck, den die Gäste aus Dinslaken bei den Gastgebern aus Lohberg hinterließen. Bislang benahmen die Gäste sich nämlich wie die Geier, die einen Punkt nach dem anderen einstrichen. "Das kann so nicht weitergehen!" sagte er sich, und wandelte seinen leichten Vorteil um in einen soliden Nachteil, durch den sein Gegner sich den Punkt holen konnte. 5:1

Ähnliches hatte sich anscheinend auch Kai Waldmann an Brett 1 gegen Ercan Ates gedacht. Er verzichtete im 18. Zug auf eine Figurengewinn-Abwicklung . Stattdessen ließ er es zu, dass sein Gegner bei bereits blockiertem Zentrum den Königsflügel auch noch abriegelte. Danach war nicht mehr viel zu wollen: 5 1/2 : 1 1/2.

Übrig blieb nur die Partie von Vereinspräsident Hans-Dieter Ollesch an Brett 5 gegen Reiner Schmidt. Dirk Ratzkowski und Dirk Stoppacher hatten vor dem Match einen 6,5:1,5-Sieg prognostiziert. Mit einem Sieg würde Hans-Dieter diese Prognose exakt erfüllen. Einige Kiebitze beurteilten seine Siegchancen allerdings eher gering, und das bei hohem Risikofaktor. Hans-Dieter wollte allerdings unbedingt, dass die beiden Dirks mit Ihrer Prognose richtig lägen, das war ihm wichtiger als alles Andere. Er strafte alle Skeptiker Lügen und holte sich in einer fast über die Maximaldauer gehenden Partie den vollen Punkt: 6 1/2 : 1 1/2.

[Dirk Stoppacher]


20.03.2011: Dinslaken II - SK Xanten

Das Spitzenspiel der Liga fand in einer auffallend angenehmen und freundlichen Atmosphäre statt.

Im DWZ-Vergleich hatte Dinslaken die homogenere Mannschaft, die Zahlen reichten von 1951 bis 1659 gegenüber einer Spannweite von 2144 bis 1140 bei Xanten. Aufgrund dieser Ausgangslage konnte man schon erahnen, dass die Punkte an den oberen Brettern nach Xanten gehen würden, während unten die Punkte an Dinslaken fallen würden. Die Begegnung würde also an den mittleren Brettern entschieden.

An Brett 2 traf Jörg Riekenbrauk auf Andreas Walter, einem von Xantens jugendlichen Talenten. Jörg kam nicht gut aus der Eröffnung, der Königsflügel war komplett verriegelt, und am Damenflügel konnte nur der Gegner agieren. Im 27. Zug ließ er sich auf einen schlechten Abtausch ein. Er wehrte sich noch verzweifelt eine Weile lang, mußte dann aber den Punkt doch dem Gegner überlassen, der eine überzeugende Leistung an den Tag gelegt hatte.

Der Ausgleich kam aber recht schnell an Brett 7. Michael Wilke traf dort auf Pascal Verholen, einen anderen Xantener Jugendspieler. Dieser fand kein passendes Rezept gegen Michaels solides und präzises Spiel, und verbrauchte viel Bedenkzeit. Michael erreichte zunächst Entwicklungs- und Stellungsvorteil, gewann dann einen Bauern, später gar noch eine Qualität bevor der Gegner die Waffen streckte.

Frank Hamann an Brett 5 konnte mit Schwarz gegen Dirk Fromme schnell eine bequeme Stellung erreichen, der Gegner mußte auf die Rochade verzichten, und stand ziemlich verkrampft mit einem vom Spiel ausgesperrten Turm auf h1. Als der Gegner zwei Figuren gegen einen Turm einbüßte, war das Läuferpaar dem Turm klar überlegen. Im weiteren Verlauf konnte das Läuferpaar zwei weitere Bauern erlegen und schließlich einem Freibauern den Weg zum Umwandlungsfeld flankieren, wonach umgehend die logische Aufgabe erfolgte.

Zu diesem Zeitpunkt stand Kai (Brett 1) sehr gedrückt, Danny (Brett 3) hatte eigentlich eine ziemlich solide Stellung aufgebaut, Dirk (Brett 6) hatte dem Gegner einen häßlichen Doppelbauern auf der e-Linie beschert und stand klar aktiver (Dirk hatte diesmal besonders solide eröffnet, Glückwunsch dazu!) und Timo (Brett 4) hatte seinem Gegner mit bestechend genauem Spiel Vorteil abgerungen. Markus (Brett 8) hatte Raumvorteil ohne konkrete Verstärkungsmöglichkeiten. Er lehnte dann ein Remis-Angebot ab, mit dem guten psychologischen Blick für die Unsicherheit des Gegners.

An Brett 6 kämpften Dirk Stoppacher und Michael Cebulla mit ganz harten Bandagen. Über weite Strecken hatte Dirk Positionsvorteil und die Initiative, aber nichts Greifbares. Sein Gegner verteidigte sich sehr phantasievoll und überraschte mehrfach mit versteckten Verteidigungsoptionen. Schließlich erlangte er  Gegenspiel und konnte mit einer Kombi (Scheinopfer der Dame plus anschließender Springergabel) einen Bauern gewinnen. Dirk lehnte das Scheinopfer ab, behielt lieber möglichst viel Material auf dem Brett. Aber der Bauerngewinn verpflichtete den Gegner zu einer sorgfältigen Stellungsbehandlung. Direkt im nächsten Zug lehnte dieser sich ein Stück zu weit aus dem Fenster, und ermöglichte Dirk eine Kombination, die dem Gegner nur die Wahl zwischen verschiedenen weißen Abzugsschachs ließ und damit die Partie entschied.

An Brett 8 hatten wir uns von der 3. Mannschaft Markus Lengtat ausgeliehen. Dieser traf auf Heinz-Gerd Altenschmidt, ebenfalls ein Ersatzspieler aus einer tieferen Xantener Mannschaft. Dieser schlug sich zunächst wacker, mußte aber aufgrund der um 500 Punkte schlechteren DWZ auf Annahme des frühen Remisangebots hoffen. Markus spekulierte allerdings darauf, dass sein Gegner noch Fehler machen würde. Eine richtige Einschätzung: Eine Weile nach Ablehnung des Remisangebots lud der Gegner in bereits ungünstiger Position mit unnötigen Bauernzügen in der Königsstellung Markus zu einem einfachen Schachmatt ein.

Der Zwischenstand lag bei 4:1, Dinslaken hatte das Mannschaftsremis bereits erreicht, ein weiteres Unentschieden würde den Mannschaftssieg bedeuten. Die Partie von Kai (Brett 1) war mittlerweile trostlos, Danny (Brett 3) hatte mittlerweile große Probleme im Turmendspiel erhalten, aber Timo (Brett 4) hatte seinen Vorteil weiter ausgebaut.

Kai Waldmann am Spitzenbrett hatte gegen seinen jungen Gegner Konstantin Cebulla, einen weiteren Vertreter der Talentschmiede Xanten, nicht viel zu lachen. Er hatte bereits früh Probleme, stand durchgängig unter Druck und wurde schließlich recht überzeugend auseinandergenommen. Der Punkt war für den Gegner wohlverdient.

Timo Volkmann an Brett 4 bekam in aussichtsreicher Stellung (Ewigkeitsspringer auf d5 und einigen Schwächen bei Schwarz) von seinem Gegner Heinz-Gerd Lehmann ein Remisangebot, was er ablehnte. Das entspricht dem Credo unserer Vereinsspitzenspieler Guido und Christof: "Wenn man Vorteil hat, dann knetet man den Gegner erst mal. Remis kann man immer noch machen." Tatsächlich gelang es Timo in der Folge, einen Bauern zu gewinnen und seinen Vorteil überzeugend in einen vollen Punkt umzuwandeln.

Danny Franke hielt sich sehr gut gegen den DWZ-Favoriten Jürgen Bock (2144) und kämpfte sich in ein Endspiel 4 Bauern + Turm gegen 3 Bauern + Turm vor. Entscheidend war aber leider nicht der Mehrbauer, sondern der in die 6. Reihe vorgerückte gegnerische Freibauer.

Der Endstand beträgt somit 5:3 für Dinslaken. Wie zu erwarten war, holte Dinslaken die Punkte an den unteren Brettern, während die oberen Brettpunkte verloren gingen. Gemäß der Voreinschätzung sind wir aber davon ausgegangen, dass wir unten das eine oder andere Remis abgeben mußten, während zum Ausgleich oben eventuell das eine oder andere Glücksremis für uns abfällt. Das geschah aber überraschenderweise nicht: Die Bretter 1-3 gingen sauber an Xanten, die Bretter 4-8 dagegen sauber an Dinslaken.

[Christof Sielecki, Frank Hamann und Dirk Stoppacher]


16.01.2011: Turm Rheinberg - Dinslaken II

Der bisher spannenste Mannschaftskampf unserer Zweiten endete heute mit einem 5-3 Sieg für uns. Dieter Ollesch am achten Brett konnte uns mit einem unabwendbaren Mattangriff frühzeitig in Führung bringen. Timo Volkmann erhielt kurz danach ein Remis-Angebot in unklarer Stellung, mit Minusbauern und fraglicher Kompensation, was er annahm. Jörg Riekenbrauk hatte zu diesem Zeitpunkt schon ein Remisangebot abgelehnt. Wenig später konnte Frank Hamann auf 2,5-0,5 erhöhen, sein Gegner büßte nach einem Fehlzug eine Figur ein, das entstandene Endspiel war hoffnungslos. Zu diesem Zeitpunkt war der Mannschaftskampf aber noch völlig offen. Kai Waldmann stand schlechter, Dirk Stoppacher auf Verlust, Danny Franke und Michael Wilke ziemlich ausgeglichen, Jörg Riekenbrauk versuchte, einen Königsangriff zu forcieren. Danny Franke einigte sich dann mit seinem Gegner auf ein leistungsgerechtes Unentschieden, und auch bei Jörg Riekenbrauks Partie reichte man sich die Hände. Dirk Stoppacher schaffte es erstaunlicherweise, sich aus der Umklammerung zu befreien, konnte eine Qualität gewinnen und auch seine Partie zum remis führen. Michael Wilke konnte seine Stellung, die optisch besser war, ein Gewinnweg aber kaum zu sehen war, mit Unterstützung seines Gegners zum Gewinn führen. Schlußendlich mußte Kai Waldmann dem starken Spiel seines Gegners Tribut zollen und kassierte die einzige Niederlage für unser Team.


05.12.2010: SV Wesel III - Dinslaken II

Zu Beginn des Kampfes fehlten auf beiden Seiten noch Spieler, Danny Franke kam dann schnell, Dirk Stoppacher nach beschwerlicher Anreise, bedingt durch Schnee und Eis, noch etwas später, sein Gegner kam allerdings noch viel später (gegen 10:45). Nach zwei Stunden war erstmal nicht viel los, alle Partien waren scheinbar noch einigermaßen im Gleichgewicht, dann gewann Jörg Riekenbrauk zwei Bauern. Nach und nach kippten die Partien dann zu Gunsten der Dinslakener: zuerst war Frank Hamann fertig, er konnte ein Leichtfigurenendspiel mit zwei Mehrbauern und der deutlich besseren Stellung erreichen, den Rest wollte sich der Gegner nicht mehr zeigen lassen. Fast zeitgleich gewann Dirk Stoppacher, der Gegner überschritt die Zeit. Er hatte auch eine taktisch anspruchsvolle Stellung aufs Brett gebracht, die dem Gegner viel Bedenkzeit kostete. Jörg Riekenbrauk vollendete seine Partie dann auch mit einem Sieg, und nach dem Sieg von Michael Wilke gegen unser ehemaliges Mitglied Norbert Hickl (Michael hat souverän sein Endspiel nach Hause gebracht) stand es 4-0. Nikola Lajic hat ein Remis-Angebot erhalten, welches er dann annehmen durfte (die Stellung war auch völlig ausgeglichen). Kurz nach der Zeitkontrolle hat Danny Frankes Gegner auch seine Bemühungen eingestellt, das Endspiel war nicht zu halten. Kai Waldmann hatte zwei Mehrbauern, beide noch einen Turm und ungleichfarbige Läufer. Timo Volkmann hatte ein optisch völlig ausgeglichenes Turm/Springer-Endspiel. Beide Partien liefen noch eine ganze Weile, Kai gewann dann sicher, und auch Timo hat seinen Gegner solange "geknetet", bis er Material einbüßte und aufgeben mußte. Endstand 7,5 - 0,5.


14.11.2010: Dinslaken II - TV Mehrhoog

Am Anfang sah das Ergebnis noch nicht so klar aus. Jörg Riekenbrauk und Stefan Gilles stellten bereits in der Anfangsphase jeweils einen Bauern ein. Stefan bekam jedoch ausreichend Kompensation für den Bauern, die gegnerischen Figuren konnten sich kaum entfalten. Dem so entstandenen Druck konnte sein Gegner, Volker Drewski, nichts entgegensetzen, verlor eine Leichtfigur und schlussendlich die Partie. Doch der Reihe nach: Zuerst konnte Kai Waldmann seine Partie remis beenden. Timo Volkmann konnte seine nie gefährdete Partie kurz danach gewinnen. Mit dem Punkt von Stefan Gilles und durch den Sieg von Michael Wilke stand es 3,5 - 0,5 für Dinslaken II. Dann folgte der überraschende Erfolg von Jörg Riekenbrauk, der eigentlich schon auf verlorenem Posten stand. Er konnte seinen Gegner im Endspiel geschickt in ein Mattnetz verstricken und die Partie für sich und den Mannschaftskampf für Dinslaken II zum 4,5 - 0,5 entscheiden. Desweitern punkteten Frank Hamann, dessen Gegner in ausgeglichener Stellung ein inkorrektes Opfer auf das Brett zauberte sowie Dirk Stoppacher und Danny Franke, die ihre Partien remis spielten. Endstand: 6,5 - 1,5.


03.10.2010: SF Moers II - Dinslaken II

Aufgrund der kurzfristigen überraschenden Absage eines Spielers hatten wir besorgniserregende Probleme, unsere Reihen zu füllen.
Die Kandidaten aus der dritten Mannschaft sagten reihenweise ab,
- noch im Urlaub, schon eine Verabredung, Gocher Open, "so kurzfristig kann man das nicht einrichten". Besonders hart traf uns,
dass auch Spitzenspieler Christof Sielecki mit einer dicken Bronchitis das Bett hüten mußte. Nicht, dass er in einer so tiefen Liga
eine Spielberechtigung hätte, aber sein moralischer Beistand fehlte uns.
Glücklicherweise konnten wir wenigstens auf unsere sichere Mauer rechnen: Thomas Rauer sprang ein und sorgte dafür, dass sein Gegner
Marcel Strohner am 8. Brett nicht an Langeweile sterben mußte, und somit den Gegnern aus Moers sowie dem Schachsport erhalten blieb.

Nach einer Stunde sahen alle Partien recht solide aus, Jörg gefiel mir schon irgendwie, Kai sah gut aus, Dirk stand kritisch,
meine eigene Stellung fand ich ganz hübsch.

Eine weitere Stunde später hatte Danny Franke, der an Brett 3 meines Erachtens keinen großen Vorteil aus der Eröffnung geholt hatte,
schnell gewonnen: Danny drohte, die gegnerische Dame mitten auf dem Brett zu fangen, der Gegner Uwe Remek konnte dieses nur mit
einem Bauernopfer vermeiden, und die entstandene Stellung sah schon reichlich beschädigt aus...wurde dann auch schnell beendet. 1:0

Jörg Riekenbrauk an Brett 2 hatte dafür auf einmal gegen Zdzislaw Paul zwei Minusbauern und einen ganz offenen König. "Also Brett 2
abschreiben" dachte ich mir, und da Thomas seine ursprünglich sehr gute Stellung eingebüßt hatte und auf einmal schlechter stand,
war dieses ein Moment in der Begegnung, wo ich mir Sorgen machte.

Es blieb glücklicherweise der Einzige, denn just in diesem Moment eroberte Dirk Stoppacher an Brett 6 den Läufer seines Gegners Thomas Rose, was zur sofortigen Aufgabe führte,
und alle meine Sorgen waren dahin...
Dirk schreibt: "Nachdem ich eigentlich früh Ausgleich/minimalen Vorteil hatte, fehlte mir irgendwo die Idee
der passenden Fortsetzung. Der Übergang von Eröffnung zum Mittelspiel scheint eine Schwachstelle in meiner
Partieanlage zu sein, insbesondere in Partien, wo beide Spieler Konterpositionen aufbauen. Besonders schwach
dürften hier meine Züge 11 und 12 ins Auge fallen. Ich weiß jetzt aber nicht, wie man so etwas gezielt trainieren kann.
Als Resultat erlangte mein Gegner starkes Druckspiel, aber verpaßte mehr als einmal die Möglichkeit, eine Vorentscheidung
herbeizuführen. Insbesondere um den 15. Zug haben wir in der PM-Analyse ein paar stärkere Varianten herausgearbeitet.
Mein Gegner hat sie in der Partie nicht gesehen!! (Puhhh).
Im 16. Zug schlug mein Gegner dann zu früh los, und sein Angriff verpuffte. Um Zug 25 öffnete er sein Panzerhemd um dann in der Folge
ins offene Messer zu laufen."
2:0

In der Zwischenzeit hat Michael Wilke an Brett 7 eine Qualität gewonnen und konnte gegen Alexander Asselborn
sofort in ein gewonnenes Endspiel abwickeln. 3:0

Kai hatte seine immer klar vorteilhafte Stellung dann mit einem schönen Königsangriff für sich entschieden, mein Gegner hätte einen Turm geben
müssen. Christof schreibt: "Auf der weißen Seite hab ich nur den sechsten Zug zu bekritteln, danach hat Schwarz mindestens
schon ausgeglichen. Aber so wie er gespielt hat stand Weiß wieder prima. 0-0-0 und auf g4 gehen war hervorragend
und genau richtig. Mit etwas weiterer Hilfe war es dann ein schneller K.O.-Sieg. Fazit: bis auf den
Eröffnungsfehler war das gut gespielt und ein klarer, verdienter Sieg."
4:0

Frank Hamann hat seine klar vorteilhafte Stellung am 5. Brett - Mehrbauer für nix -, die aber nicht leicht zu gewinnen war,
mit 21. Sb5 forciert und seinem Gegner Fan Wu die Gelegenheit zu Fehlern gegeben, die dieser auch genutzt hat. 5:0

Alle Weißpartien gewonnen, dazu noch eine Schwarzpartie, der Kampf war zu Hause.

Jörg und Thomas mußten kurz darauf aufgeben. Jörg schreibt: "Tja, das lag nun weder an der Unruhe im Saal (die kam erst auf, als ich schon auf Verlust stand,
war aber trotzdem ärgerlich, weil unnötig) noch am fehlenden Daumendrücken, sondern daran,
dass ich nicht konzentriert genug und im entscheidenden Moment zu schnell gespielt habe. Als das
Malheur passiert war, habe ich sofort Remis angeboten, aber da hatte es der Gegner auch schon gesehen.
Danach habe ich noch versucht zu pfuschen, das hätte sogar fast noch geklappt. Vielleicht hätte ich
im 35. Zug doch De7+ spielen sollen, gefolgt von Kf8. Ist zwar laut Fritz auch kaputt, aber hätte er's
gesehen? Habe meinen Frust jedenfalls mit einem Essen bei meinem Stamm=Sarden kompensiert..." 5:2



Blieb noch die Partie von Timo Volkmann an Brett 4 gegen Heinrich Hoffmann. Er hat seine scheinbar ausgeglichene Partie dann nach Hause geschaukelt. Erst einen Bauern
gewonnen, dann die gegnerischen Leiden mit einem sehr schönen Königsangriff verkürzt. Christof schreibt: "Timos Partie sah wie eine sauber durchgeführte Bestrafung von passivem Spiel aus. Evtl. findet man bei genauer Betrachtung noch was,
aber war ne prima Vorstellung, denke ich."
6:2

Also: ein erfolgreicher Auftakt, schade nur für Jörg, der die restlichen Partien in dieser Saison gewinnen wird, denke ich, und
Thomas, der trotzdem eine gute Partie gespielt hat, und dem ich nochmal herzlich danken möchte für seinen Einsatz.

[Bericht: Frank Hamann]