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Bezirksliga

02.05.2010, 7. Runde: SV Dinslaken II - TV Mehrhoog I 5,5 : 2,5

Unsere Zweite gewinnt mit 5,5 - 2,5 gegen TV Mehrhoog. Es punkteten Kai Waldmann und Christian Kaufung (jeweils 2,0) sowie Dirk Stoppacher, Frank Hamann und Hans-Dieter Ollesch (jeweils 0,5). Franz Bredendick und Dirk Ratzkowski gewannen kampflos.

Die Gegner aus Mehrhoog hatten wohl unterwegs einige Mitspieler verloren. Franz Bredendick und Dirk Ratzkowski gewannen ihre Punkte jedenfalls kampflos an den Brettern 7 und 8. 2:0

Dann endete die Partie von Mannschaftsführer Frank Hamann an Brett 3. Was sein Gegner Franz-Ludwig Nottenkämper nicht wußte war, dass Frank unter starkem Zeitdruck stand. Er mußte seine Partie kurz halten, und dann zur Mittagsschicht. Dafür durfte Frank auch nicht zu gut stehen, denn sonst hätte sein Gegner bei einem Remisangebot Verdacht geschöpft. Als Frank daher im Laufe der Partie einen leichten Vorteil erhielt, bot er Remis an, was zu seiner großen Erleichterung auch angenommen wurde. 2½:½

An Brett 2 bekam Dirk Stoppacher es mit Frank Sanders zu tun. Nach einem kurzen strategischen Vorgeplänkel wurde es dann sehr taktisch bis unübersichtlich. Beide Seiten fanden nicht die besten Züge. Als sich der Rauch verzogen hatte, verblieb Dirk mit einer Mehrfigur gegen zwei verbundene Freibauern, sowie beidseitig Dame und Turm. Dirk beurteilte die Stellung als ungewinnbar, ein Fehler, wie die spätere heimische Analyse zeigte, und bot Remis an. 3:1

Dieter Ollesch traf an Brett 4 auf unser ehemaliges Vereinsmitglied Stefan Gilles. Am Rande des Geschehens sprach er uns auf einen etwaigen Vereinswechsel an. Außerdem brachte er Dirk einen Stapel seiner Partieformulare mit, die sich noch seit vor Stefans Weggang in dessen Besitz befanden. Dirk begrub daraufhin das Kriegsbeil. Am Brett ließ Stefan nichts anbrennen, sondern baute eine betonharte Festung auf das Brett. Da war nichts zu wollen, Dieter ließ sich auf den Friedensschluß ein. 3½:1½

Christian Kaufung mußte an Brett 5 gegen Volker Drewski bestehen und tat dies auf tadellose Weise. Er wurde dadurch zum Matchwinner. 4½:1½

Jetzt, wo alles entschieden war, leistete Nikola Lajic sich an Brett 6 gegen Manfred Klein unsere einzige Niederlage des Tages. 4½:2½

Es verblieb nur noch die Partie von Kai Waldmann am Spitzenbrett gegen Volker Mattern. Kai massierte seinen Gegner noch ein Weilchen, bevor er mit dem vollen Punkt belohnt wurde. 5½:2½

Dank des Sieges heute brauchen wir nur noch die "Unverschämtes Glück"-Karte für den Aufstieg. Wer die Chancen auf diese Karte noch etwas steigern will, dem empfehle ich einen Besuch in meiner Kirchengemeinde.

Nachtrag: Leider hatten unsere Spieler es nicht so mit der Kirche. Und so blieb die Karte im Stapel und die zweite Auswahl von Wesel ergatterte sich verdientermaßen den Aufstieg.

[Dirk Stoppacher]



14.03.2010, 6. Runde: SF Moers III - SV Dinslaken II 2,0 : 6,0

Souverän gewonnen hat unsere zweite Mannschaft. In Moers punkteten Dirk Stoppacher, Frank Hamann, Christian Kaufung, Nikola Lajic und Franz Bredendick (jeweils 1,0) sowie Timo Volkmann und Hans-Dieter Ollesch (jeweils 0,5).

Zum heutigen Mannschaftskampf: Christian hatte früh einen Mehrbauern, ansonsten tat sich lange Zeit eigentlich nichts besonderes; Kai konnte dann auch einen Bauern gewinnen, auch Timo stand ordentlich. Beide hatten jedoch Zeitprobleme.

Überraschend konnte Nikola Lajic dann als Erster gewinnen: Er konnte an Brett 7 eine Qualität gewinnen, und das entstandene Endspiel wollte sich der Gegner Heinz Slansky nicht mehr zeigen lassen. 1:0

Franz Bredendick hat kurz darauf auch gewonnen: in seiner Partie an Brett 8 war lange Zeit gar nichts los, beim Übergang zum Endspiel konnte er dann irgendwie einen Bauern gewinnen, und als er dann im Turmendspiel einen zweiten Bauern gewonnen hatte, gab der Gegner Udo Wolniak auf. 2:0

Bei Kai Waldmann am Spitzenbrett passierte kurz darauf Schreckliches: in Zeitnot nahm er seinen König in die Hand und wollte ihn von g1 nach f2 stellen, dann bemerkte er, daß der gegnerische Springer auf d3 dieses verhinderte und stellte den König wieder ab. Der Gegner Thomas Rose reklamierte aber - regelgerecht - auf "berührt-geführt", und Kai hatte nur die Wahl zwischen Kf1 und Kh1, welche beide mit Te1 Matt beantwortet werden !! Also nur noch 2:1

Ich konnte meinem Gegner Oliver Riemann inzwischen die Wahl lassen, an Brett 4 entweder eine Figur oder eine Qualität zu verlieren - er entschied sich für einen ganzen Turm! Er meinte dann auch noch, 5 weitere Züge ausführen zu müssen... 3:1

Dieter Ollesch hatte an Brett 5 unnötigerweise eine Figur verloren, dafür aber zwei starke Bauern erhalten. Der Gegner Herbert Weisser hat später die Figur zurückgegeben, dafür waren die Bauern auch wieder weg. Also remis. 3½:1½

Dirk Stoppacher hat seine lange Zeit ausgeglichen stehende Partie an Brett 3 nach einigen riskanten Zügen seines Gegners Detlev Schlereth gewinnen können. Dieser war aufgrund des Standes im Mannschaftskampf dazu gezwungen. 4½-1½

Timo Volkmann hat seine vorteilhafte Stellung an Brett 2 in ein Damenendspiel mit Mehrbauern umgewandelt, nach gerade so eben geschaffter Zeitkontrolle aber den Bauern wieder eingebüßt und eine schlechte, aber wohl noch remisierbare Stellung erhalten, der Gegner Alexander Asselborn wollte auch nicht mehr. 5:2

Christian Kaufung hat an Brett 6 seinen frühen Mehrbauern in eine Mehrqualität umgewandelt, und der Gegner John Bäsler hat sein Leiden dann mit einem weiteren Fehler verkürzt 6:2!

[Frank Hamann]



24.01.2010, 5. Runde: SV Dinslaken II - SCF Hünxe I 6,0 : 2,0

Ebenfalls souverän konnte sich unsere zweite Mannschaft zu Hause mit 6,0 - 2,0 gegen SCF Hünxe durchsetzen. Es punkteten Frank Hamann, Christian Kaufung, Nikola Lajic und Franz Bredendick (jeweils 1,0) sowie Kai Waldmann, Timo Volkmann, Dirk Stoppacher und Hans-Dieter Ollesch (jeweils 0,5).

Zunächst zogen sich die Partien, aber zur Zeitkontrolle hin ging es auf einmal Schlag auf Schlag.

Die Partie von Kai Waldmann an Brett 1 gegen Robert Link scheint mir den Tatbestand eines Salonremis zu erfüllen. ½:½

Nicola Lajic hat seine Partie von Brett 7 kurz vor mir beendet: Durch Zeitüberschreitung seines Gegners Ulrich Lordick bei bereits erzieltem Vorteil von zwei Mehrbauern ohne jegliche Kompensation. 1½:½

Ich selbst habe an Brett 3 versucht, beim Übergang von der Eröffnung zum Mittelspiel Druck auf dem Damenflügel aufzubauen, aber bin damit ins offene Messer von Günter Amerkamp gerannt. Minusbauer, den ich aber in seiner Konsolidierungsphase wieder zurückgewinnen konnte. Da auch so ziemlich alle Varianten, die ich mit meinem Gegner analysierte, im Gleichstand endeten, gehe ich davon aus, dass auch das das einzige folgerichtige Ergebnis war. 2:1

Bei Timo Volkmann hieß es mittendrin, dass er an Brett 2 schon auf verlorenem Posten stünde (Turm weniger für nix!), aber er blieb einfach cool und spielte seinen Streifen durch. Das Remis gegen Martin ten Huf ging in Ordnung. 2½:1½

Frank Hamann dagegen hatte an Brett 4 seinen Gegner Ulrich Mitschke so ziemlich an die Wand gespielt. Zum Schluss hatte der Gegner die Wahl zwischen verschiedenen Zugfolgen, sich matt setzen zu lassen. Er gab dann lieber rechtzeitig auf. 3½:1½

Franz Bredendick war es, der mit seinem Sieg die zwei Mannschaftspunkte für uns holte. Da ich leider schon ab dem dritten Zug bei seiner Notation nicht mehr durchgestiegen bin, geht diese Partie wohl für die Nachwelt verloren. 4½:1½

Hans-Dieter Ollesch hatte meiner Meinung nach an Brett 5 gegen Thomas Mitschke die etwas bessere Schlussstellung, aber ich denke, er ist froh gewesen, dass er die nicht auf Biegen und Brechen gewinnen mußte. 5:2

Christian Kaufungs Partie war die längstdauernde. Zum Schluß konnte er aber an Brett 6 gegen Ehrich Klaeden den vollen Punkt einstreichen. Da ich die leider nicht ganz entziffern konnte, rate ich bei der Lektüre seiner Partie zur Vorsicht!! Christian, wenn Du die nochmal korrigieren könntest, wäre das gut für unsere Vereinsdatenbank. 6:2

[Dirk Stoppacher]



20.12.2009, 4. Runde: TV Bruckhausen - SV Dinslaken II 2,0 : 6,0

Souverän konnte sich unsere zweite Mannschaft gegen die Schachabteilung des TV Bruckhausen durchsetzen. Es punkteten Kai Waldmann, Dirk Stoppacher, Frank Hamann, Nikola Lajic und Franz Bredendick (jeweils 1,0) sowie Hans-Dieter Ollesch und Thomas Rauer (jeweils 0,5).

Insgesamt souveräner Sieg der Zweiten.

Dirk Stoppacher war, obwohl erst während der Karenzzeit als Letzter erschienen, zuerst fertig. In einer schon gewonnenen Stellung (Mehrbauer plus Position) konnte sein Gegner Sascha Mink Figurenverlust an Brett 2 nicht mehr abwenden. 1:0

Kurz darauf mußte mein Gegner Michael Scholten die Partie an Brett 3 aufgeben, er konnte sich zwischen Matt oder Damenverlust entscheiden und hielt lieber die Uhr an. 2:0

Dieter Ollesch machte an Brett 4 daraufhin remis mit Steffan Uhlenbrock, was insgesamt auch der Partie gerecht wird. 2½:½

Christian Kaufung verlor gleichzeitig, nach früher Offensive an Brett 5 mußte er irgendwann gegen Daniel Kaiser zurückstecken. Am Ende hatte er eine Figur weniger. Wie es dazu kam, ist mir entgangen. 2½-1½

Also Führung für uns, und die restlichen Partien sahen gut aus. Kurz vor der Zeitkontrolle ging es dann Knall auf Fall.

Kai Waldmann hatte immensen Raumvorteil an Brett 1 und der Gegner Wolfgang Krause konnte kaum einen sinnvollen Zug machen, außerdem war mir klar, daß Kai gewinnen würde! Kai setzte schließlich Matt. 3½:1½

Nicola Lajic hatte eine Qualität und einen Bauern mehr, sein Gegner Norbert Moseler gab dann konsequenterweise die Partie an Brett 6 auf. 4½:1½

Franz Bredendick hatte an Brett 7 auch einen Mehrbauern plus Bedenkzeitvorteil, und gewann kurz nach Nicola gegen Edgar Uhlenbrock. 5½:1½

Thomas führte ebenfalls um einen Mehrbauern, stellte diesen aber wieder ein, und willigte dann schnell ins Remis ein. 6:2

[Frank Hamann]



06.12.2009, 3. Runde: SV Dinslaken II - SV Wesel II 3,5 : 4,5

Knapp verloren hat unsere zweite Mannschaft zu Hause gegen SV Wesel II. Nachdem wir zunächst durch einen Sieg unseres Teamkapitäns Frank Hamann in Führung gehen konnten, führten zwei unglückliche Verluste von Franz Bredendick und Markus Lengtat sowie Remisen von Kai Waldmann, Dirk Stoppacher und Hans-Dieter Ollesch zu einem 2,5 - 3,5-Rückstand. Timo Volkmann konnte durch einen souveränen Sieg zum 3,5 -3,5 aufschließen. Jedoch gelang es Christian Kaufung nicht, einen halben Punkt zu ergattern, sodass der 3,5 - 4,5-Endstand nicht zu vermeiden war.

Ich bin immer noch fassungslos. Selten einen so gewonnenen Mannschaftkampf gesehen, und dann doch noch verloren...

Doch der Reihe nach: Ausnahmsweise war ich mal als erster fertig, in einer schönen Stellung mit ordentlich Raumvorteil (obwohl Fritz es nicht so toll fand) hat mein Gegner Volker Hemme-Unger an Brett 4 ein Selbstmatt gebastelt. 1:0

Dann tat sich erstmal eine Weile nichts. Franz war eigentlich gut aus der Eröffnung rausgekommen, doch verschlechterte sich seine Stellung Zug um Zug.

Dirk Stoppacher erhielt dann an Brett 3 ein Remisangebot von Matthias Trost. Er hatte einen Mehrbauern (dieser war ein gedeckter Freibauer), beide noch 2 Türme und Dirk hatte einen schlechten Läufer gegen den besseren gegnerischen Springer. Dirk nahm an, zu diesem Zeitpunkt auch völlig in Ordnung. 1½:½

Dieter stand mittlerweile völlig auf Gewinn, Markus sehr ordentlich, Timo besser. Wir standen (vielleicht mit Ausnahme von Franz) nirgendwo schlechter.

Dann verlor Dieter Ollesch den Faden: In weiterhin gewonnener Stellung hat seine Gegnerin Eda Orhan einen letzten Bluff gestartet, und Dieter hat leider den Überblick über Brett 5 verloren und geriet sogar in eine materiell verlorene Stellung, wo er das Dauerschach wählen mußte. 2:1

Es sah insgesamt aber immer noch gut aus. Franz hatte allerdings mittlerweile einen Bauern weniger bei sehr schlechter Stellung.

Markus Lengtat dagegen hatte an Brett 8 seinen Vorteil so weit ausgebaut, daß sein Gegner Karl Trueson seine Dame gegen Turm und Springer geben mußte. Markus fragte mich nach überstandener Zeitkontrolle, ob er remis machen solle. Davon riet ich ihm bei weiterhin klar besserer Stellung ab. Kurz darauf der Schock: Er übersah eine taktische Wendung und verlor die Partie! 2:2

Fast zeitgleich endete die Partie von Kai remis. Meiner Meinung nach war hier von Anfang bis Ende immer völliger Ausgleich. 2½:2½

Franz mußte kurz darauf aufgeben. 2½:3½

Timo hatte nach diversen Verwicklungen schließlich eine Gewinnstellung erreicht, und diese letztendlich auch souverän umgesetzt. 3½:3½

Also hing alles an der Partie von Christian: obwohl er selbst meist nicht zufrieden mit seiner Stellung war, konnte ich keinen Vorteil für eine Seite entdecken. Ich weiß nicht wie es dazu kam, irgendwann fand er sich in einem Turmendspiel wieder, jeder vier Bauern, doch der bessere Turm und König beim Gegner. Und obwohl Christian sich bis kurz vor vier mühte, war letztendlich nichts zu machen. 3½:4½

Das war es also mit dem Durchmarsch in dieser Saison, jetzt sollten wir uns erstmal um den Klassenerhalt kümmern...

[Frank Hamann]



01.11.2009, 2. Runde: Turm Rheinberg - SV Dinslaken II 5,5 : 2,5

Leider verloren hat unsere zweite Mannschaft gegen die starke erste Mannschaft von Turm Rheinberg. Es punkteten Kai Waldmann, Dirk Stoppacher, Frank Hamann, Hans-Dieter Ollesch und Franz Bredendick (jeweils 0,5).

So, für alle, die nicht persönlich anwesend und involviert waren, eine kurze Zusammenfassung: Nach etwa einer Stunde habe ich mir mal die Partien angesehen, und ich war gar nicht unzufrieden; an allen Weißbrettern standen wir ausgeglichen (Christian), leicht besser (Kai und ich) und Franz stand bei einem Mehrbauern ohne gegnerische Kompensation sogar auf Gewinn. An den Schwarzbrettern standen wir ausgeglichen bzw. etwas gedrückt, nur Norbert war von Anfang an ziemlich unter Druck. Die Situation änderte sich lange nicht, außer das wir an den meisten Brettern klaren Bedenkzeitnachteil hatten.

Hans-Dieter Ollesch machte dann als Erster remis, mit Schwarz stand er in seiner gewohnten Aljechin-Stellung am 4. Brett gegen Wolfgang Marganiec wahrscheinlich ausgeglichen, da der Gegner aber dreimal soviel Zeit übrig hatte, geht das Ergebnis in Ordnung. ½:½

Norbert Hickl konnte gegen Heinrich Rieken nicht verhindern, an Brett 8 in ein verlorenes Endspiel zu gelangen, er mußte dann aufgeben. ½:1½

Franz Bredendick hatte gegen Peter Baier zu diesem Zeitpunkt alle Figuren an Brett 7 abgetauscht, leider war der Mehrbauer nichts mehr wert, da rückständig und die anderen Bauern standen so, daß kein Durchkommen für den König möglich war, also remis. 1:2

Hier fingen unsere Probleme an. Dirk mußte seine Remisabsichten bezähmen und auf Sieg spielen.

Auch ich hatte an Brett 3 (in nicht mehr besserer Stellung) ein Remisangebot meines Gegners Thomas Menzel ausgeschlagen. Ich hatte treffsicher eine gute Stellung in eine leicht schlechtere umgewandelt (f4 war ein Katastrophenzug), habe dann in Harakirimanier zwei Bauern nach vorne gebracht, und gerade als ich dachte, Vorteil zu erlangen, fiel mir auf, daß ich in der Vorausberechnung den natürlichsten Zug der Welt für meinen Gegner übersehen habe (Tc7 hält alles!). In dieser Situation, ich hätte einfach kompensationslos einen Bauern verloren, bot mir mein Gegner nochmals remis an - das konnte ich nicht mehr ablehnen. 1½:2½

Vier Partien liefen noch: Kai hatte eine komplizierte, wahrscheinlich bessere Stellung, aber fast keine Bedenkzeit mehr. Dirk ein remisverdächtiges Schwerfigurenendspiel, Christian ein T+T+S+S-Mittelspiel, in dem er etwas schlechter stand und kaum noch Bedenkzeit hatte, Nicola ein Mittelspiel mit totem Läufer auf c8 und einem Turm auf a5, der auch deplatziert wirkte sowie kaum noch Zeit. Zu diesem Zeitpunkt war klar, daß wir fast ein Wunder brauchten.

Dann ging aber alles ganz schnell vorbei, Nicola Lajics Gegner Frieder Brandenbusch nutzte an Brett 6 sein Figurenübergewicht im Zentrum für einen Königsangriff, der ihm letztendlich einen Mehrturm einbrachte. 1½:3½

Fast gleichzeitig schaffte es Christian Kaufungs Gegner Andreas Wardatzki, mit einer schönen Kombination eine Figur zu gewinnen. So war der Kampf zu unseren Ungunsten entschieden. 1½:4½

In diesem Bewußtsein hat Kai Waldmann am Spitzenbrett in höchster Zeitnot dann das Remisangebot seines Gegners Jochen Esser angenommen (in wahrscheinlich gewonnener Stellung). 2:5

Und auch Dirk Stoppacher stellte am zweiten Brett seine fruchtlosen Gewinnversuche gegen Reinhard Moll ein, nachdem die Damen getauscht wurden und das verbleibende Bauernendspiel remis war. 2½:5½

Rheinberg war einfach kompakter besetzt als wir, das nötige Glück hat gefehlt, und die Zeiteinteilung war auch nicht so berauschend bei uns. Jetzt müssen wir schon auf einen weiteren Ausrutscher der Rheinberger hoffen, daß so etwas möglich ist, beweisen auch die anderen Ergebnisse der Bezirksliga. Ob aber wir die restlichen Mannschaftskämpfe siegreich bestreiten können, muß doch sehr angezweifelt werden...

[Frank Hamann]


27.09.2009, 1. Runde: SV Dinslaken II - SV Neukirchen I 4,5 : 3,5

Äußerst knapp konnte unsere zweite Mannschaft ihr Auftaktspiel gegen SV Neukirchen mit 4,5 - 3,5 gewinnen. Es punkteten Kai Waldmann, Frank Hamann, Christian Kaufung und Thomas Rauer (jeweils 1,0) sowie Dirk Ratzkowski (0,5).

Ich muß mal zwei Sätze zu einem seltsamen Mannschaftskampf loswerden: Vorab, wir haben 4,5:3,5 gewonnen, war auch entsprechend spannend. Neukirchen ist fast komplett angetreten, wir hatten ja bekannterweise drei Ersatzleute (vielen Dank an dieser Stelle nochmals an diese). Nach einer Stunde sah alles ganz ordentlich aus, bis auf die Tatsache, daß wir an allen Brettern weniger Bedenkzeit hatten, wenn ich mich recht erinnere. Das lag aber nicht an uns, sondern eher an den extrem schnell spielenden Gegnern. Dieter hatte den Damengambit-Bauern genommen, hatte auch später zum Bauern auch noch die bessere Stellung. Mein Gegner hat im 10.Zug seinen f-Bauern eingestellt, sah also nicht schlecht aus.

Dirk Ratzkowski hat dann an Brett 7 gegen Andreas Bettray als erster remis gespielt, war auch stellungsgemäß. ½:½

Franz Bredendick ist an Brett 5 gegen Dieter Thier zu Beginn des Endspiels ein Bauer abhanden gekommen, das gegnerische Läuferpaar hat auch das Brett beherrscht. ½-1½

Christian Kaufung an Brett 4 hat ausgangs des Mittelspiels eine Figur gewonnen, und Bernd Buchholz hat wieder den rechten Zeitpunkt zum Aufgeben verpaßt. 1½:1½

Markus Lengtat hatte an Brett 6 gegen Karl-Reiner Hamm in solider Stellung, auch aufgrund heftiger Zeitnot, nach und nach abgebaut, am Ende war nix mehr zu machen, der Gegner war aber auch stark. 1½:2½

Die Partie von Thomas Rauer an Brett 8 war gegen Michael Stekovics absolut unübersichtlich, besonders der kuriose Aufbau des Gegners sorgte für Spannung. Thomas gab eine Qualität für drei Bauern, nach dem Damentausch war die Sache klar. 2½:2½.

Zu diesem Zeitpunkt erhielt ich ein Remis-Angebot, Dieter stand noch klar auf Gewinn.

Kai Waldmann hatte an Brett 1 eine Topstellung und zwei Mehrbauern, der Gegner Albert Wilhelm keine Zeit mehr, gegen Kais Mattdrohung war kein Kraut mehr gewachsen 3½:2½

Zu diesem Zeitpunkt wollte ich das Remisangebot meines Gegners annehmen, als ich entdeckte, daß Hans-Dieter Ollesch an Brett 3 gegen Olaf Kersten nach einem dicken Fehler glatt auf Verlust stand. 3½:3½

Also, wieder dransetzen an mein 2. Brett, einen Mehrbauern hatte ich gegen Carsten Günner, beide zwei Türme und einen Läufer, so recht war aber keine Verstärkung/Einbruchsmöglichkeiten zu sehen. Nachdem mir mein Gegner aber etwas entgegenkam, konnte ich einen Turm und die Läufer tauschen und der aktivere König entschied die Sache. Na ja, insgesamt nicht wirklich souverän, aber Sieg ist Sieg!

[Frank Hamann]