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Gerresheim II – Dinslaken II 3,5 : 4,5

Regionalliga, Runde 1 am 9. September 2018


Erfolgreicher Auftakt in die neue Regionalliga-Saison!

Die "Unabsteigbaren" haben wieder zugeschlagen und zwei ganz wichtige Punkte beim Konkurrenten aus Gerresheim geholt.

Vorab: der Schachbund NRW plant bekannterweise eine Liga unterhalb der jetzigen NRW-Klasse, die aus vier Gruppen zu zehn Teams bestehen soll. Für die Regionalliga würde das bedeuten, der erste steigt in die Klasse auf, die jetzt noch NRW-Klasse genannt wird. Die Mannschaften auf den Plätzen 2-8 steigen in die neu geschaffene Liga auf, der neunte bleibt in der (zukünftig schwächeren) Regionalliga, und der Letzte steigt sogar in die (ebenfalls dann schwächere) Verbandsliga ab, eine Art Doppelabstieg!

Nachvollziehbar also, dass es unser Mindestziel ist, letztgenanntes "Worst-case-scenario" zu vermeiden...

(wobei es darüber meines Wissens noch eine Abstimmung geben soll).

Also sind wir guten Mutes und fast in Bestbesetzung nach Gerresheim gefahren (Norbert half aus), welche doch größere Probleme bei der Aufstellung hatten; ärgerlich war übrigens die gleichzeitig stattfindende NRW-Blitz-EM.

Bereits nach einer Stunde war die erste Punkteteilung zu vermelden: Norbert fühlte sich nicht so gut, und da nach einer beiderseitgen tiefen Theorievariante eine sehr ausgeglichene Stellung entstand, ging es auch so in Ordnung.

Eine Stunde später steuert Philip den nächsten halben Zähler bei, auch hier war die Stellung immer ausgeglichen.

Jörg hatte eine seiner Lieblings-Stellungstypen auf dem Brett, natürlich mit geopfertem bauern, er bot dann auch noch einen Springer an, der Gegner scheute jedoch die entstehenden Komplikationen, aber trotzdem geriet er bald darauf in einen verheerenden Königsangriff, der nicht mehr zu parieren war: damit war die 2-1-Führung sichergestellt. Jörg räumte zwar zähneknirschend ein, dass er das Matt in 19 Zügen, welches der Computer zuhause zeigte, so nicht gesehen habe, es sei ihm an dieser Stelle aber großzügig verziehen.

Konstantin hat nach frühen hochkomplexen taktischen Verwicklungen einfach einen Mehrbauern und die bessere Stellung übrig behalten, und konnte Zug um Zug seinen Gegner weiter einschnüren, bis weiterer Materialgewinn unausweichlich war, 3-1. Eine blitzsaubere Partie!

Danny stand lange etwas gedrückt, behielt aber die Kontrolle und als sein Gegenüber die Bauern am Königsflügel aufzog nutzte er die Gelegenheit für einen Gegenangriff im Zentrum, der schnell Material einbrachte. Kurz nach der Zeitkontrolle war dann ein Doppelturm-Endspiel mit drei Mehrbauern und der aktiveren Stellung entstanden, und der Gegner gab hier zurecht auf- 4-1.

Gut, bei drei noch laufenden Partien noch eine Punkteteilung zu erzielen, klingt erstmal nach einer lösbaren Aufgabe, doch war die Sache noch keinesfalls klar: Frank Pöss stand eigentlich immer mindestens ausgeglichen, enttanden war ein T+L gegen T+S-Endspiel bei jeweils 6 (oder 7?) Bauern, welches die größten Remischancen versprach.

Andreas musste zwar eine Qualität geben, konnte die gegnerischen Figuren aber an die Verteidigung des eigenen Königs binden; unklar, womöglich verloren.

Frank Hamann war noch im kompletten Sommerpause-Modus, ein taktischer Überseher kostete einen wichtigen Bauern, bei bester (und keineswegs schwierig zu findender) Verteidigung hätte sich die Stellung aber noch im Gleichgewicht befunden. Tja, hätte...so entstand nach einer Reihe allenfalls zweitbester Züge ein Endspiel T+L+3B gegen T+L+2B, was theoretisch irgendwo an der Grenze zwischen Gewinn und Remis lag. Und endlich fand Frank hier auch mal die richtigen Züge, so dass er den fehlenden halben Punkt sichern konnte. Leider konnten sowohl Frank als auch Andreas ihre Partien nicht halten, so dass am Ende ein 4,5-3,5-Sieg zu Buche stand.

[Bericht: Frank Hamann]