19.09.2019: SG Solingen IV - Dinslaken II 6,5-1,5

Eine derbe Schlappe kassierte die 2.Mannschaft bei der Premiere der runderneuerten Regionalliga. Zu unserer Mannschaft gesellen sich neun Aufsteiger aus den Verbandsligen, Vorab-Favorit scheint die Mannschaft von Düsseldorf-Süd zu sein, die restlichen Truppen bewegen sich grob auf Augenhöhe.

Das dachte ich zumindestens...

Gut, wir mussten mit Konstantin, Frank P. und Danny drei absolute Stützen der Mannschaft ersetzen, doch hofften wir, dass Solingen auch nicht in Bestbesetzung antreten kann, da die starken weiblichen Jugendspieler (nebst väterlicher Begleitung) anderweitig im Einsatz waren. Doch zu unserem Unglück schafften es die Solinger, die in der letzten Saison selten spielenden A.Hobusch und Blasek an den Spitzenbrettern zu aktivieren. So hatten wir an allen Brettern z.T. deutlichen DWZ-Nachteil, der sich letztendlich im Ergebnis auswirkte.

Doch der Reihe nach: aus der Eröffnung kamen wir soweit ordentlich heraus, nur bei Norbert an Brett 6 stand das Brett schon nach wenigen Zügen in Flammen, zu wessen Gunsten, war kaum zu beurteilen.

Die ungewohnte Bedenkzeit (erstmalig mit Inkrement) schien auch zu keinen Irritationen geführt zu haben.

Jörg an Brett 4 sorgte dann für die erste Punkteteilung, das entstandene Turm-/ungleichfarbige Läufer-Endspiel ließ kein anderes Ergebnis zu.

Dann vielleicht der Knackpunkt des Matches: Dirk an Brett 7 hatte die Möglichkeit, einen taktischen Schlagabtausch mit einer Mehrfigur zu beenden, stattdessen landete er in einem Endspiel mit Minusqualität, welches nicht zu halten war.

Fast gleichzeitig endete auch Norberts Partie: die zwischenzeitliche Mehrfigur war leider nichts wert, der gegnerische Mattangriff ging vor- also lagen wir 0,5-2,5 hinten.

Mohamad an Brett 8 schaffte es irgendwie, ein verloren scheinendes Läuferendspiel mit Minusbauer remis zu halten- Glückwunsch dazu, aber bereits 1-3.

Woher sollten die benötigten Punkte kommen?

Philip an Brett zwei stand lange sehr interessant, zum Ende hin hatte er einen Bauern gegen die Qualität, ein Remis schien möglich, doch nach einem Figureneinsteller musste er auch die Segel streichen- 1-4.

Andreas am Spitzenbrett bestritt ebenso eine lange interessant aussehende Partie, bei knapper werdender Bedenkzeit setzte sich sein Gegenüber jedoch letztlich souverän durch, u.a. mit Damenopfer gegen Turm und Leichtfigur, Andreas schwache Grundreihe sorgte aber für weiteren Materialverlust.

Damit war der Kampf gelaufen, beim Stand von 1-5 spielte Frank remis in ausgeglichener Position (aber zwischenzeitlich haben sowohl er als auch sein Gegner eine taktische Möglichkeit übersehen, die Franks sofortigen Verlust bedeutet hätte).. 1,5-5,5

Ammar kämpfte dann noch mit zwei Minusbauern um eine Ergebniskorrektur, doch es gelang ihm leider auch nicht mehr, damit 1,5-6,5.

Da können wir nur hoffen, dass es in Bestbesetzung in Zukunft etwas besser für uns läuft, doch seit heute fängt wohl der Abstiegskampf für uns an.

Frank Hamann