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31.08.2013: Infostand auf den DIN-Tagen

Wie oft habt Ihr mich schon schimpfen lesen: "Beim Schachsport darf kein Sonnenschein!" Und wie war das Wetter heute? Regen!! Und das war auch nicht richtig!!


Wir waren gerade beim Aufbauen unseres Schachstandes zu den DIN-Tagen,

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samt Stellwänden mit Infomaterial,


Freiluftschach,


roland-dieter.jpg

Bierzeltgarnitur, Turnierschachbrettern,

garniturmitbrettern.jpg





und sogar einem 4 m langem Werbebanner,

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als auch schon um 10.22 Uhr der erste heftige Schauer niederging. Gut, dass Hans-Peter auch sein Pavillonzelt mit hatte. Spontan entschlossen wir uns, dem Pavillonaufbau eine höhere Priorität einzuräumen. Und Schwupps, um 10.24 und 39 Sekunden stand es fertig und in aller Pracht,

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und wir konnten das Ende des Schauers darunter abwarten.

Das Freiluftschach hat sich als Hingucker hervorragend bewährt. Ich habe mir mal einige Minuten genommen, die Vorbeigehenden zu beobachten, und wirklich jeder hat zumindest einen kurzen Blick drauf geworfen. Das galt um so mehr, wenn tatsächlich auch dort gespielt wurde, was witterungsbedingt leider nicht durchgängig möglich war. Wenn aber die Sonne schien, war das Freiluftschach auch ruckzuck von Schaulustigen umstellt, gleich, ob einige von unseren alten Hasen, oder zwei Standbesucher gegeneinander gespielt haben.

Nachdem die Zeit etwas fortgeschritten war, kam die Idee auf, neben dem Freiluftbrett eine Schachuhr zu platzieren, und auf dem großen Brett ein paar Partien zu Blitzen. Das war wohl aufgrund der Laufarbeit auch für die Zuschauer sehr interessant, denn es stellten sich besonders viele Leute dazu. Frank und Jörg werden sich aber vermutlich in Zukunft auf 10-Minuten-Partien beschränken.

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Zwischendurch fragte mich ein 3 Käse hoher Besucher, - vermutlich Grundschule -, wer denn von uns der Schachmeister sei? Ähm, was meint er mit Schachmeister? Internationaler Meister? Christof war gerade nicht greifbar. Ex-Vize-Weltmeister? Peter Leko kommt erst in einer Woche nach Dinslaken. Stadtmeister? Wer ist das nochmal aktuell? Jedenfalls kam ich zu dem Schluß, dass das gar nicht so wichtig war, sondern sagte einfach nur: "Der grauhaarige Herr mit dem Schnauzbart dort vorne. Das ist der Dieter!" Er hat halt so etwas majestätisches an sich. Für die restliche Anwesenheit des Besuchers konnte Dieter sicher sein, einen bewunderungsvollen Blick ernten zu können.

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Philip mußte zwischendurch einen Biowaffenangriff überstehen: Eine Wespe hatte ihn gestochen. Der Unfallhelferstand war glücklicherweise keine 100 Meter entfernt. Die konnten aber auch nicht viel mehr machen, als ihn mit einer Kühlpackung auszustatten, die er auf die Einstichstelle drücken sollte.

Einige erwähnenswerte Punkte möchte ich aber keineswegs als Negativerfahrung, sondern eher als Lernbedarf erfasst wissen. Schließlich war das unsere erste derartige Aktion.

- Es ist uns nicht gelungen, unsere Vereinsjugend für die Aktion zu mobilisieren. Zwar hatte ich noch in dieser Woche einen Rundruf durchgeführt, aber es kamen nur Annkathrin, Sven und Philip zwischendurch mal vorbei. Sehr schade, denn heute waren auch sehr viele jüngere Zuschauer und Interessenten da, die am Besten auch von jüngeren Vereinsspielern angesprochen werden sollten. Selbst wenn unsere Jugendlichen nur an den Turnierbrettern abgehangen hätten, wäre doch nach Außen sichtbar geworden, dass auch Jugendspieler bei uns einen Platz haben.

- Viele Vereinsspieler hatten offensichtlich Hemmungen, auf interessierte Zuschauer zuzugehen, und diese anzusprechen. Stattdessen haben sie sich gegenseitig in Gespräche und Partien verwickelt.

- Zwischen zwei Vereinsspielern, - bei dem einen muß ich mich an die eigene Nase fassen -, bestand Uneinigkeit darüber, was jetzt wichtiger ist: Ob der jugendliche Standbesucher selbst seine Partie ausspielen und dabei vom Vereinsspieler an die Wand geklatscht werden sollte, oder ob er intensive Beratung bekommen sollte, so dass der Vereinsspieler eventuell auf die Verliererstraße gerät, aber der Standbesucher nur noch die Zugvorschläge seines Beraters durchführt. Nach mittlerweile etwas Bedenkzeit bin ich der Meinung, dass der goldene Weg hier tatsächlich in der Mitte liegt und eine Sache der Erfahrung und des Feingefühls ist, die wir hoffentlich im Laufe der Zeit bekommen werden.

- Vielleicht sollte man auch beim nächsten Mal für eine passende musikalische Untermalung sorgen. Die Frage ist nur, welche Untermalung zum Schach passt. Mir fallen thematisch gerade nur "One Night in Bankok" aus dem Musical Chess und "Schachmatt durch die Dame im Spiel" von Roland Kaiser ein. Beides passt weder zueinander, noch in den Rahmen. Wie wäre es stattdessen mit etwas wohlausgesuchter Klassik oder Filmmusik?

[Dirk Stoppacher]