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NRW-Blitz-Mannschaftsmeisterschaft

17. Mai 2014 in Hücker-Aschen

Onkel Norberts Märchenstunde: "... und dann, als wir die Grenze von Niedersachsen hinter uns gelassen hatten, kamen wir an einen Ort, an dem die Welt noch in Ordnung war. In den Bächen flossen Milch und Honig, Lämmer und Wölfe kraulten sich gegenseitig den Nacken, die Burschen waren muskelbepackt, die Mädchen wohlgenährt mit prächtigen roten Wangen. Traditionell ist dort jeder Schachspieler gleichzeitig auch noch in der freiwilligen Feuerwehr, und umgekehrt. In den Clubräumen des Fußballvereins, dessen Ambiente den Besucher zur Weltmeisterschaft '54 mitnahm, kam direkt eine kuschelige Atmosphäre auf, die uns das ganze Turnier über ummantelte und zwischenmenschliche Wärme vermittelte.... "

Man mag von Märchen halten, was man will. Jedenfalls haben die vier Musketiere Andreas Walter, Danny Franke, Dirk Stoppacher (ganz wichtig: ohne 'b') und Norbert Raygrotzki sich aufgemacht in die Gegend, die man normalerweise nur aufsucht, um dort Möbel zu kaufen. Das erforderte ein Aufstehen zum ersten Hahnenschrei, eine Katzenwäsche, ein rohes Frühstücksei und einen Instantkaffee. Im Hinausgehen zog man sich dann die letzten Kleidungsstücke an, und begab sich zum Treffpunkt, wo man dann fast vom vorbeifahrenden Fahrzeug eingesammelt wurde. Anschließend begab man sich auf die Autobahn, geführt vom Navi, zumindest solange, bis man es wirklich brauchte. Als man aber von der Autobahn runterfuhr, und mitten in der Fremde gestrandet war, versagte auch die Kommunikation mit den GPS-Satelliten, und wir mußten stattdessen nach der Nase fahren. Hat erstaunlich gut geklappt.

Der Turniersaal konnte von manchen Leuten mit "heimelige Atmosphäre" beschrieben werden, andere hätten dagegen eher vom Begriff einer "Sardinenbüchse" Gebrauch gemacht. Und dort haben 21 Blitzmannschaften ihren Platz gefunden. Die Turniertische waren in einer Formation ähnlich einem fünfblättrigen Kleeblatt angeordnet. Und das bedeutete, dass man, wenn man von einem Kleeblatt in ein anderes wollte, durch die Saalmitte mußte, die etwa 1½ m in der Breite war. Das wäre ja nicht so schlimm gewesen, wenn man das Turnier nach dem Rutschverfahren durchgeführt hätte. Dann hätte jede Mannschaft fast immer nur an die nächsthöhere bzw. nächstniedrigere Tischnummer rücken müssen, und nur in Ausnahmefällen durch die Saalmitte gemusst. Stattdessen hatte man eine Turnierform gewählt, bei der die Tischnummern weitgehend alterierten. Bei uns hieß das: Tisch 8, Tisch 4, Tisch 9, Tisch 3, Tisch 10, Tisch 2, Tisch 11, etc. Und das bedeutete, dass wirklich jeder wirklich immer durch die Saalmitte mußte. Bei 84 Spielern kann die Tischwechselprozedur schon fast die Dauer einer Blitzpartie erlangen und damit die Turnierlänge verdoppeln.

Der SV Dinslaken startete eigentlich ganz ordentlich in das Turnier. Die Mittagspause lag direkt nach der 8. Runde, die wir rein zufällig auch noch spielfrei hatten, so dass sich unsere Pause noch etwas verlängerte. Bis dahin hatten wir immerhin 2 Mannschaftsremisen und sogar einen Mannschaftssieg hinbekommen. Und immerhin 10einhalb Brettpunkte aus 7 Runden eingesammelt. Angesichts der Tatsache, dass einige weitere mögliche Brettpunkte nicht mitgenommen wurden, hatten wir insgesamt das Gefühl, einigermaßen mithalten zu können.

Die Mittagspause hatte uns allerdings auf dem falschen Fuß erwischt. Ab jetzt lief es deutlich durststreckiger. Die Brettpunkte kamen nur noch vereinzelt, und Mannschaftspunkte waren noch rarer. Insgesamt konnten wir beide Kennzahlen in den 13 Runden der zweiten Turnierhälfte gerade einmal etwa verdoppeln zu 2 Siegen, 4 Remisen und 22 Brettpunkten. Kann man irgendwie die Chancenauswertung gezielt trainieren? Wenn ja, dann sollten wir vor der nächsten Meisterschaft ins Trainingslager. Denn daran hat es heute irgendwie gehakt.

[Dirk Stoppacher]


Abschlusstabelle:

Rang Mannschaft S R V Man.Pkt. Brt.Pkt
1. DJK Aufwärts Aachen 1 20 0 0 40 - 0 73.0
2. Aachener SV 16 2 2 34 - 6 58.0
3. DJK Aufwärts Aachen 2 15 3 2 33 - 7 59.5
4. Düsseldorfer SK 14 3 3 31 - 9 50.0
5. Oberhausener SV 12 3 5 27 - 13 50.5
6. SK Münster 12 2 6 26 - 14 46.0
7. SV Mülheim-Nord 10 5 5 25 - 15 45.5
8. Bochumer SV 9 6 5 24 - 16 46.0
9. PSV Duisburg 9 4 7 22 - 18 40.5
10. SF Katernberg 9 3 8 21 - 19 44.0
11. SF Lieme 7 5 8 19 - 21 37.0
12. Südlohner SV 7 3 10 17 - 23 35.5
13. SK Herne-Sodingen 6 4 10 16 - 24 36.5
14. SF Köln-Mülheim 6 4 10 16 - 24 36.0
15. SVG Plettenberg 5 5 10 15 - 25 37.0
16. SV Ahlen 5 4 11 14 - 26 32.5
17. SK KSpr. Iserlohn 6 1 13 13 - 27 33.0
18. Gütersloher SV 3 4 13 10 - 30 27.0
19. Bielefelder SK 4 1 15 9 - 31 26.5
20. SV Dinslaken 2 4 14 8 - 32 22.0
21. SG Hücker-Aschen 0 0 20 0 - 40 4.0

[Quelle: Schachbund NRW]



Die Leistungen der Mannschaft des SV Dinslaken bei der NRW-BlitzMM

am 17. Mai 2014 zu Hücker-Aschen.
Runde Gegner

andreaswalter_januar2014.jpg
Andreas
Walter

dannyfranke_august2012.jpg
Danny
Franke

dirkstoppacher_2010.jpg
Dirk
Stoppacher

norbertraygrotzki_september2013.jpg
Norbert
Raygrotzki
Ergebnis MP Aufgelaufene BP
1 Herne-Sodingen 0,0 0,5 1,0 0,0 1,5:2,5 0 1,5
2 Plettenberg 1,0 0,5 0,0 0,5 2,0:2,0 1 3,5
3 Aachener SV II 0,0 0,0 0,5 0,0 0,5:3,5 0 4,0
4 Hücker-Aschen 1,0 1,0 1,0 1,0 4,0:0,0 2 8,0
5 Bochumer SV 1,0 1,0 0,0 0,0 2,0:2,0 1 10,0
6 SF Köln-Mülheim 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0:4,0 0 10,0
7 SF Lieme 0,0 0,5 0,0 0,0 0,5:3,5 0 10,5
8 spielfrei
9 D'dorfer SK 1,0 1,0 0,0 0,0 2,0:2,0 1 12,5
10 PSV Duisburg 0,0 0,0 1,0 0,0 1,0:3,0 0 13,5
11 Mülheim-Nord 0,0 0,0 0,0 0,5 0,5:3,5 0 14,0
12 Bielefelder SK 1,0 0,0 0,0 1,0 2,0:2,0 1 16,0
13 Aachener SV I 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0:4,0 0 16,0
14 SV Ahlen 0,0 0,5 1,0 1,0 2,5:1,5 2 18,5
15 SF Katernberg 0,0 0,0 0,0 1,0 1,0:3,0 0 19,5
16 SK Münster 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0:4,0 0 19,5
17 DJK Aachen II 0,5 0,0 0,0 0,0 0,5:3,5 0 20,0
18 Gütersloher SV 0,0 0,0 0,5 0,0 0,5:3,5 0 20,5
19 Oberhausener SV 0,0 0,0 0,0 0,5 0,5:3,5 0 21,0
20 Südlohner SV 0,0 0,0 1,0 0,0 1,0:3,0 0 22,0
21 Iserlohn 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0:4,0 0 22,0
Summe 5,5 5,0 6,0 5,5 22,0:58,0 8


[Bericht: Dirk Stoppacher, Statistik und Märchen: Norbert Raygrotzki]